REGELUNGEN FÜR DEN HEIMTIER-GRENZÜBERTRITT NACH ENGLAND AB 2012

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Autor Thema: REGELUNGEN FÜR DEN HEIMTIER-GRENZÜBERTRITT NACH ENGLAND AB 2012  (Gelesen 1713 mal)

Oval 5

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NEUE REGELUNGEN FÜR DEN HEIMTIER-GRENZÜBERTRITT NACH ENGLAND AB 2012

Defra hat angekündigt, daß ab dem ersten Januar 2012 neue Regelungen für den (privaten) Heimtiertransport
in Kraft treten werden. Durch die Änderungen wird künftig die Einreise nach England bezüglich der Tollwut an
die der restlichen EU-Staaten angeglichen.

Defra hat einen wissenschaftliche Gefahrenabwägung durch die veränderten Regelungen die Tollwut nach
England einzuschleppen durchgeführt. Obwohl die Wahrscheinlichkeit sich erhöht, die Tollwut in das UK
einzuschleppen, stuft der Abschlußbericht die Gefahr trotz einer Erhöhung als sehr niedrig ein.

Die British Veterinary Association (BVA) and British Small Animal Veterinary Association (BSAVA) informieren
ihre Mitglieder über die neuen Regelungen so daß sie Heimtierbesitzern, die mit ihren Tieren zu verreisen
planen, die richtigen Ratschläge geben können.

Hunde, Katzen und Frettchen, die nach dem ersten Januar 2012 aus einem EU-Land oder gelisteten Drittland
in das UK einreisen müssen:
* gechippt sein
* gegen Tollwut geimpft sein
* die Tollwut Impfung muß mindestens 21 Tage alt sein
* einen EU-Heimtierausweis haben

Der bis dato noch erforderliche Bluttest und die anschließenden 6 Monate Wartezeit bis zur Einreiseerlaubnis
wird nicht länger notwendig sein.
 
Ab dem ersten Januar müssen Heimtiere, die aus einem "nicht gelisteten Drittland" einreisen sollen, einen
Bluttest 30 Tage nach der Impfung machen und eine anschließende Wartezeit von 3 Monaten einhalten.
 
Bisher hatten das UK, Irland und drei weitere EU-Mitgliedsstaaten Ausnahmeregelung, die ihnen zusätzlichen
Kontrollen erlaubten, sich gegen Tollwut, Zecken und Bandwürmer (tapeworms) zu schützen.

Erfolgreiche Wildtier-Impf-Programme auf dem EU-Festland haben es dem UK ermöglicht, die Notwendigkeiten
zusätzlicher Kontrollen bezüglich der Tollwutprävention zu überdenken.


(Anm: WICHTIG)
Die BVA und BSAVA setzen sich weiterhin innerhalb der EU für eine Beibehaltung zusätzlicher
Kontrollvorschriften gegen Bandwürmer ein, um gegen ein erhöhtes Risiko gefeit zu bleiben, Echinococcus
multilocularis in das UK einzuschleppen – ein ernst zu nehmendes Risiko für die öffentliche Gesundheit
Obwohl eine abschließende Entscheidung noch nicht gefallen ist signalisierte die EU-Kommission eine
Unterstützung zusätzlichen Bandwurm-Kontrollen. 
   
Harvey Locke, President der BVA kommentiert:
" Es ist entscheidend, daß alle Kontrollen für Tiertransporte dem Infektionsrisiko angemessen sind.
" Durch die hochwirksamen Wildtier-Iimpfungen auf dem Europäischen Festland ist eine enorme Reduktion
 von Tollwutfällen erreicht worden.
Die Forschungen der Defra haben ergeben, daß eine Einschleppung der Tollwut unter den neuen Regelungen
sehr niedrig ist.   

"Nichts desto trotz ist es unerläßlich, daß Heimtierbesitzer guten tierärztlichen Rat bekommen wenn sie mit
ihrem Tier ins Ausland reisen möchten, da die Tiere einer Reihe anderer Krankheiten ausgesetzt sein können,
die derzeit in England nicht vorkomme, wie zum Beispiel Leishmaniose, Babesiose und Ehrlichiose.
 
" Wir legen Heimtierbesitzern als Teil eines verantwortungsvollen Umgangs mit dem Haustier nahe, vor einer
Auslandsreise ihren Tierarzt zu besuchen um zu klären, wie sie ihr Tier auf der Reise am besten gegen
Gesundheitsprobleme schützen können.

Andrew Ash, President of the BSAVA, fügte hinzu:
" Das Pet Travel Scheme hat das UK extrem erfolgreich vor einer Ausbreitung der Tollwut bewahrt.
BVA and BSAVA haben sehr eng mit der Defra zusammen gearbeitet um sicherzustellen, daß die Änderungen
nicht den Status als Tollwut-freies Land gefährden.
   
" Die Tollwut Impfstoffe haben sich fortentwickelt und gewährleisten heute länger  Immunität und wir
begrüßen, daß Heimtiere auch weiterhin vor ihrer Reise gegen die Tollwut geimpft sein müssen.


Ich kann keine Haftung übernehmen für die Übersetzung, habe mir aber wie immer Mühe gegeben und hoffe,
daß es so alles paßt. Oval 5



Originaltext


WICHTIG

Es gibt eine
Schritt für Schritt-erklärung der Vorbereitungen eines Haustieres für die Einreise nach Großbritannien
(PDF) - das ist insofern interessant, als der Chip z.B. unabdingbar vor den Impfungen gesetzt sein muß ....

Auch WICHTIG:
Die zugelassenen Routen und Unternehmen kann man aktuell abrufen
denn: im Privatflieger oder Boot  lol_27.gif darf der Hund diese Grenze NICHT passieren... 

edit Oval 5 am 28.1.2019 - Links aktualisiert soweit auffindbar.
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Oval 5

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Nach dem Durcheinander zwischen Irland und dem UK hier auch noch mal ein Link für die aktuellen
Bestimmungen für die Mitnahme/Einreise von Haustieren nach Irland. Was auf der Seite nicht direkt
zu finden ist, ist von dort aus verlinkt zu den Originalen der zuständigen Behörde.



Im Grunde muß für den Hund halt der Chip im Paß vermerkt sein, der EU-Heimtierausweis up to date
sein bezüglich der Tollwutimpfung und zusätzlich braucht es eine Entwurmung gegen Bandwürmer
mindestens 24, höchstens 120 48 Stunden vor dem zu erwartenden Grenzübertritt. Die Entwurmung
muß im Paß mit Datum und Uhrzeit vom Tierarzt eingetragen sein und mit einem bestimmten
Wirkstoff erfolgen.
Eine Behandlung gegen Flöhe ist nicht mehr gesetzlich vorgeschrieben, im Interesse des Tieres aber
ganz sicher kein Fehler - es gibt nicht überall so wenige Außenparasiten wie bei uns...   

Es gibt zugelassene Transportwege und -unternehmen, die können neben den gesetztlichen Vorschriften
noch zusätzliche Anforderungen stellen. Also z.B. kann die Fährgesellschaft vorschreiben, daß der Hund
im Auto bleiben muß während der Überfahrt, was eine Reise mit z.B. der Bahn folglich dann verhindert..

Und man soll nie vergessen, daß in Irland der Greyhound noch immer von vielen nicht als Hund, sondern
als lifestock(Vieh) betrachtet wird wie z.B. eine Ziege. Das kann also zusätzliche Probleme mit sich
bringen. Für Nordirland bestehen zum Teil Beschränkungen, wie viele Greyhounds jemand gleichzeitig
führen darf. Wer mit mehr als 2 Hunden unterwegs sein möchte ist gut beraten sich umfassend zu
informieren und sehr sorgfältig zu planen.


edit Oval 4.9.14 (die 120 Stunden sind eine KANN-Bestimmung und für uns als normale Reisende nicht relevant..)


 
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Oval 5

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Zu Reisen mit Heimtieren nach England
(oder über England nach Irland!!)
gibt es einen Hinweis für den Fall, daß sich durch den BREXIT etwas ändert.

Die ARD schreibt dazu heute im Zusammenhang mit einem harten Brtexit:

Zitat
......Der EU-Heimtierausweis könnte nicht mehr gültig sein. Urlauber sollten checken, ob zusätzliche veterinärmedizinische Dokumente im Gepäck sein müssen.



Das ist natürlich nett formuliert, denn wenn
.. ALSO FALLS ...
das UK zu seinen Tollwut-Titer-Untersuchungen zurück kehren sollte,
ist es jetzt möglicherweise längst zu spät, diesen rechtzeitig machen zu lassen.
Abhängig davon, wann man denn reisen möchte.

Worum geht es?
Zur Vermeidung der Einschleppung der Tollwut auf die Inseln
hatten England respektive das UK und auch Irland
bis 1.1.2012
Hunde (und auch Katzen?),
die keinen ausreichenden Impfschutz
in Form eines Tollwut-Antikörper-Nachweises mit festgelegten Mindestwerten erbringen konnten,
nicht einreisen lassen
bzw bis zu 6(?) Monate in Quarantäne gesteckt (selbstredend zu lasten des Tierhalters).

So ein Titer läßt sich bestimmen, nur mußten irgendwelche Zeiten eingehalten werden - die Impfung dafür lang genug her sein? einen Widerholungstest? nach 6 Monaten oder so? und es muß eben dann das Ergebnis des Tests noch den Bestimmungen genügen. Das war damals immer Thema, weil es durchaus ordentlich geimpfte Hunde gab, deren Werte unterhalb des vorgeschriebenen Grenzwertes lagen.

Ich hatte diese Blutuntersuchungen für den Hofnarren (und die Prinzessin und den Blinden) seinerzeit machen lassen. Der galt nach den alten Bestimmungen lebenslang, vorausgesetzt, daß man peinlichst genau darauf achtet, keine Fehlzeiten in den Impfintervallen zu haben.

Ob und in welchem Zeitrahmen Großbritannien nach dem Brexit zu dieser Prozedur zurück kehren will und wird, weiß ich nicht.
Nur - wer eine Reise auf die Inseln mit Hund (Katze, Frettchen) plant, soll sich jetzt schon mal mit einem gut informierten Tierarzt über die möglichen Bedingungen austauschen und
entweder einen guten Platz für den Vierbeiner während der Ferien organisieren
oder ggf zeitig sicherheitshalber die für eine Titer-Bestimmung nötigen Schritte unternehmen.



Ich würde ehrlich gesagt in diesen ungenauen Zeiten eher eine gute Unterbringung daheim bei Freunden oder Bekannten überlegen, als die Gefahr in Kauf zu nehmen, daß mein Tier die Zeit in einer vermutlich heillos überfüllten Quarantäne-Station verbringen muß. Aber wie gesagt - nix g'wies woas ma ned. Keiner kann derzeit sagen, wie sich die Bestimmungen entwickeln - ob mit hartem oder "weichem" Brexit. Wenn Großbritannien tatsächlich aus der EU austritt, werden die Einreisebestimmungen in jedem Fall neu festgelegt werden und die Einzelheiten können im Einzelfall auch ungemütlich werden.   


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