Erbkrankheiten des Greyhound - Australische Erfassung

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Autor Thema: Erbkrankheiten des Greyhound - Australische Erfassung  (Gelesen 1637 mal)

Oval 5

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Das interessiert hier sicher den einen oder anderen, der mit den Gedanken spielt, einem
ausgedienten Rennhund ein Zuhause zu bieten: wie ist das denn bei den Greys mit den
Erbkrankheiten? In Australien gibt es ziemlich viele Renn-Greys - da sollte so ziemlich
alles aufgefunden worden sein, was vorkommen kann.




Grundsätzlich ist der Renn-Greyhound nach allem, was ich bisher gefunden habe, ein
tatsächlich ziemlich gesunder Rassehund. Das muß nicht wirklich verwundern wenn man
bedenkt, daß mit Greyhounds, die in den ersten Jahren Schwächen zeigen, in der Regel
kein Blumentopf zu gewinnen ist - weder auf der Rennbahn noch im Coursingfeld.

Und wer nicht gewinnt ist für die Zucht von Rennhunden in aller Regel uninteressant. 


Unter den aussortierten Hunden, die dann im Tierschutz landen, sind aber natürlich viele,
die es eben nicht auf die Rennbahn geschafft haben. Und meistens hat das Gründe, wenn
ein auf Geschwindigkeit gezüchtetes Tier die Geschwindigkeit dann nicht leisten kann.

Viel ist da menschengemacht - will heißen wer seinen Hund nicht ordentlich trainiert,
füttert oder unterbringt, nimmt dem Hund natürlich die Möglichkeit sich optimal zu
entfalten und das mindert dann entsprechend auch die Leistungsfähigkeit der Tiere.

Ein Hund der einfach zu langsam war braucht also bei weitem nicht von Geburt an
benachteiligt zu sein.


Andererseits schauen viele bei einem Greyhound, der einfach die geforderte Leistung
unter den gegebenen Bedingungen nicht erbringt, nicht so genau hin, verkaufen ihn
weiter oder, wenn das nicht geht, geben ihn umsonst irgendwie ab. Im Notfall gibt es ja
immer noch die Möglichkeit den Hund in einem Pound abzugeben oder auch beim
Tierarzt einschläfern zu lassen. So ist nun mal die Logik..


Und genau da kommen die Hunde dann auch her. Tierärzte haben da ggf., wenn der Hund
doch noch mal eine Chance bekommt, hoffentlich hin geschaut. Im Pound sieht das
anders aus. Die Informationen über so einen Hund sind grundsätzlich spärlich und wie
das beim Tierschutz eben ist, kann einen so ziemlich alles erwarten.

Zu glauben, daß seien alles völlig gesunde Hunde ist eine verbreitete Annahme. Viele
sind das fraglos, aber natürlich sind es viele auch nicht. Da fehlt mal ein Auge, mal hat
der Hund einen für den Hochleistungssport nicht belastbar genug verheilten Bruch, und
ein anderer hat vielleicht das zweifelhafte Los gezogen, an einer Erbkrankheit zu leiden.
 

Einer dieser erblich belasteten lebt hier mit mir - vielleicht ist das deshalb ein Thema,
das ich nicht gerne unter den Tisch gekehrt sehe. Denn natürlich macht das einen
Unterschied, ob man mit einem blinden oder einem sehenden Hund lebt. Da geht beim
kranken halt manches nicht, was mit einem gesunden ganz genauso gehen würde, wie
mit einem Hund einer anderen Rasse.. denke mal Bergtouren zum Beispiel...
Waldwanderungen im unebenen Gelände .. also das kann ganz handfeste Auswirkungen
haben.
Wenn man darauf vorbereitet ist, ist das in Ordnung, wenn nicht, steht man erst mal
recht blöd da.


Grundsätzlich - das hier nochmal - sind es wenige Krankheiten und JEDER Hund kann
krank werden. Trotzdem darf man finde ich erwarten, daß man erfährt, was für Erbkrank-
heiten in der Rasse schon gefunden worden sind. Das kann man über den Link oben
abfragen.

 
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