ZECKEN

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Autor Thema: ZECKEN  (Gelesen 2177 mal)

Oval 5

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ZECKEN
« am: 05.05. 2014, 20h37 »

Ich habe grade festgestellt, daß es speziell zu Zecken hier noch gar kein Thema
gibt für generelle Informationen, Neuigkeiten etc.

Eine Arbeit aus dem vergangenen Jahr an der veterinärmedizinischen Abteilung
der Uni in Wien hat sich mit der Verbreitung unterschiedlicher Zeckenarten im
östlichen Österreich beschäftigt und.. hier wird es auch für Deutschland interes-
sant.. mit der Wirksamkeit der vorbeugenden Behandlung der Hunde durch ihre
Besitzer. Bei Letzterem scheint es Lücken zu geben...

Zitat von: vetmeduni.ac.at, 23.4.2013
Die Vorlieben der Blutsauger: Wann und wo Zecken Hunde stechen

Jedes Jahr kehrt mit dem Frühling auch die Zeckenzeit wieder. Gerade jetzt
im April ist die Begegnung zwischen Zecke und Hund fast unvermeidbar.
Jeder Spaziergang durch Wald und Wiese birgt das Risiko eines Zeckenstiches.
Hat so ein Parasit einmal zugestochen, sollte er so  ---weiter--->

 
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Oval 5

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Re: ZECKEN ** Zeckenschutz Hund - für Katze ungesund! **
« Antwort #1 am: 17.05. 2014, 03h57 »

Ein wirklich wichtiger Hinweis: Zeckenmittel bitte mit Verstand anwenden.
Wer Hund und Katze zu Hause hat, soll denke ich auch für den Hund kein
Präparat verwenden, daß die Katze beeinträchtigen kann.   




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Oval 5

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Re: ZECKEN
« Antwort #2 am: 23.06. 2014, 02h12 »

Zitat von: 2014.jugend-forscht-bayern.de, 8.4.14
Regensburger Schüler entdeckt wirksames Mittel gegen Zecken

Seit gestern ringen 86 bayerische junge Forscher in München um die Qualifizierung für den
Bundeswettbewerb von Jugend forscht. Mit dabei ist Alexander Betz aus Regensburg. Der
Gymnasiast stieß durch einen Zufall auf ein Mittel gegen Zecken, das oral eingenommen wird.

---weiter--->

Und wer jetzt glaubt, das wäre dann endlich die Lösung etwas gegen Zecken zu unternehmen,
ohne die Pharma-Konzerne zu unterstützen - weil gefehlt - ganz unten steht dann:
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Wacker Chemie AG
Public Affairs
.........



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Oval 5

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Re: ZECKEN
« Antwort #3 am: 25.08. 2014, 10h45 »

Für alle, die es sich nicht längst selber gedacht haben:

Zitat von: sueddeutsche.de, 25. August 2014 Direkt aus dem dpa-Newskanal
Gesundheit

Beträufeln von Zecken mit Klebstoff erhöht Infektionsrisiko


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Oval 5

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Re: ZECKEN
« Antwort #4 am: 22.03. 2017, 15h45 »

Das Landesamt für Verbraucherschutz Sachsen-Anhalt bestätigt, daß die Zecken
dieses Jahr besonders zeitig unterwegs sind. Die Impfung muß 4 Wochen vor der
Infektion gemacht werden. Es ist also überfällig die Hunde zu impfen, wenn man
sich dafür entscheidet und dann immer noch 4 Wochen sehr gründlich aufzupassen.

Für uns Menschen ist die Gartenarbeit entsprechend am besten in Gummistiefeln
und mit einer Dusche danach verbunden. Laßt Euch ggf. absuchen von einem
Mitbewohner! Die Folgen/Spätfolgen von Borreliose Infektionen werden zu oft
unterschätzt und sind für viele Betroffene zeitlebens eine herbe Einschränkung der
Lebensqualität und Leistungsfähigkeit. Das ist es wirklich nicht wert. Früh genug
entdeckt und ggf. behandelt (mit den richtigen Antibiotika!), lassen sich die Folgen
weitgehend in den Griff bekommen. 
Gegen die FSME hilft überhaupt nur die Impfung. Euer Hausarzt kann Euch das genau
erklären.

Deutlich mehr Borreliose-Fälle Achtung:
Zeckensaison beginnt dieses Jahr früh icon_arrow.gif



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Oval 5

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Re: ZECKEN
« Antwort #5 am: 15.08. 2018, 15h32 »

Das Thema Zecken habe ich hier lange ruhen lassen.

Das liegt einfach daran, daß wir in der Region wenig mit Zecken und dafür mit ganz anderen Parasiten Probleme haben. Das ist aber natürlich in anderen Regionen des Landes ganz anders und nachdem jetzt auch noch neue Zeckenarten mit neuen Krankheitserregern auftauchen, habe ich beschlossen wieder mal ein bißchen was zusammenzutrage:

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Fangen wir an mit einem BR-Artikel vom 4.4.2017, in dem der Bayrische Rundfunk im Bereich 'Wissen' vor der Auwaldzecke als Überträger der FSME warnt. Das ist insofern neu, als die Auwaldzecke immer in Zusammenhang mit der (bakteriellen) Borreliose, nicht aber mit der (viralen) Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME/Gehirnhautentzündung) gebracht worden war. Das war also schon im vergangenen Jahr nicht mehr aktuell.

Gegen die FSME gibt es für den Menschen eine Impfung und nachdem - einmal ausgebrochen - eigentlich nur noch beten hilft, ist die zumindest für Hundehalter mit Interesse an Spaziergängen ein Muß. In Österreich sind dieses Jahr bereits drei oder vier Menschen an durch Zecken übertragener FSME gestorben. Das ist verhinderbar für alle, die geimpft werden können und verringert für die, die man (weil zu jung, zu empfindlich, zu ....) nicht impfen kann das Risiko.

Die Borreliose, das hier noch mal dazu, behandelt man mit ziemlich heftigen Antibiotika-Kuren und das oft immer wieder. Für den Hund gibt es wie mehrfach erwähnt eine Borrelien-Impfung


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Im gleichen Artikel
ist die Rede von durch Ziegen-Rohmilch übertragene FSME. Ein Aspekt, der mir bis dato völlig entgangen war und der mich darüber nachdenken läßt, was wir vielleicht überhaupt noch alles gar nicht wissen in der Hinsicht. 


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Das Ärzteblatt schrieb am 29.7.2018 von erhöhtem Infektionsrisiko 2018. Die Hochrechnung beruhe auf einem Modell des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr in München, das die Jungtierdichte in einem Infektionsherd in Süddeutschland im Winter als Grundlage der Berechnung für den folgenden Sommer heranziehe.


Soweit so gut .. oder so schlecht...
Jedenfalls ist das soweit noch wenig überraschend.

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Leider kommt nun noch die Nachricht dazu, daß zu den bereits heimischen Zecken noch neue Zeckenarten bei uns gefunden wurden. Das Klima trägt da anscheinend seinen Teil dazu bei. Aus Südeuropa und Nordafrika bekannte Vertreter der Hyalomma-Zeckenarten (Hyalomma marginatum) und (Hyalomma rufipes) sollen in Deutschland gefunden worden sein. Noch ist wohl völlig unklar, ob das Einzelfälle sind, oder die Tiere bei uns bereits heimisch werden. Im ARD-Artikel vom 14.8.18 (der wieder nicht dauerhaft zu erreichen sein wird) werden Zugvögel als mögliche Transporter genannt.

Krim-Kongo-Fieber, Arabisch Hämorrhagische Fieber und Zecken-Fleckfieber sind die drei genannten Krankheiten, die von diesen Zeckenarten bekanntermaßen übertragen werden können.

Die Zecken selber sollen großer sein als unsere heimischen Arten und an den geringelten Beinen leicht zu erkennen.


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Zudem sei die Braunen Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) mittlerweile nachweislich bei uns heimisch.

Diese Informationen stammen laut ARD von Forschern der Uni Hohenheim in Stuttgart, die sich speziell mit der Thematik befassen. Es gibt dort einen sehr ausführlichen und interessanten Artikel aus dem vergangenen März mit dem ich dieses update dann von meiner Seite auch erst mal beenden möchte.

Zecken:
Neue Arten & FSME-Hot-Spots könnten Krankheits-Risiko erhöhen
vom 06.03.18

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