Die Zuchtbuchbestimmungen des Internationalen Hunde Verbands IHV e.V.

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Autor Thema: Die Zuchtbuchbestimmungen des Internationalen Hunde Verbands IHV e.V.  (Gelesen 2980 mal)

Oval 5

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Es gibt in Deutschland für die Rassehundezucht nicht nur den VDH und den DWZRV.
Weil diese beiden so dominant sind, übersieht man leicht, daß es alternativ für die
Rassehundezucht auch den Internationalen Hunde Verbands IHV e.V gibt.


[1] IHV-Zuchtbuchbestimmungen2011_button

Gleich dazu - weil in den ZBB mehrfach darauf Bezug genommen wird - der Link zu den
Durchführungsbestimmungen - dachte ich. Die find ich aber nirgends??

Ich bin noch nicht tiefer eingestiegen in die Thematik, weil ich es an sich wenig mit
Vereinswesen habe, aber zumindest die Bestimmungen für die Zucht des IHV wie sie im
Formularcenter des Verbandes
eingestellt ist, möchte ich hier verlinken, damit man sich ein Bild machen kann davon,
wofür sich der Verband einsetzen möchte.

Es stehen laut Website des Verbandes nämlich Gesundheit, Wesen und Tierschutz der
Hunde im Vordergrund. Das wäre doch eigentlich ein idealer Ansatz. Ob (und wo) sich
der durchsetzen wird?

Bisher gibt es für die Windhunde nur einen "Rassebetreuer" für den IW. Sehen wir, was
die Zukunft bringt.
 


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KimC

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Bisher gibt es für die Windhunde nur einen "Rassebetreuer" für den IW. Sehen wir, was
die Zukunft bringt.

Dieser Rassenbetreuer ist übrigens auch Züchter der Rasse. Möglicher Quelle zur Interessenkonflikt, aber dies hätte der Marktführer sicherlich auch nicht anders gemacht.
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Joker

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Vor einiger Zeit hatte ich mich mal durch die Zuchtbestimmungen des VDH und des IHV gekämpft. Die Vorschriften des IHV scheinen sehr anspruchsvoll zu sein. Darauf habe ich Züchter unterschiedlicher Rassen gefragt, was sie von dem Verband halten und ob er eine Alternative für sie wäre. Die Personen haben förmlich die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen und haben verneint. Allerdings wollte mir keiner verraten, was genau die Ablehnung hervorruft  undecided.gif. Das ist sehr bedauerlich.

Joker
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Oval 5

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Ich denke, in folgendem Text icon_arrow.gif ist deutlich geschrieben, was die meisten Vertreter anderer Zucht-Vereine bezüglich IHV die Hände über dem Kopf zusammenschlagen läßt: Der IHV will gesunde Hunde züchten und stellt das goldenen Kalb "Reinzucht" auf den Prüfstand. Das kann man in den anderen Vereinen am besten nicht mal denken, geschweigedenn laut sagen.

Konkret ist das ein Plädoyer für Hundezucht auf bestimmte Eigenschaften hin, bei der im Zweifelsfall auch ein gut geeigneter rassefremder Hund zur Verbesserung einer Rasse eingesetzt werden kann und gleichzeitig Ahnentafeln ohne entsprechend sauberes Verhalten nicht für eine Zuchtzulassung garantieren. Ein Drama für jeden, der nicht schon beim Decken sicher sein kann, daß er wirklich saubere Welpen züchten wird.

Undenkbar für all jene, für die in den Papieren (Ahnentafeln) der Hunde NUR Vertreter dieser einen Rasse vorkommen dürfen.

Es ist schon bedauerlich, was aus Zucht geworden ist im Lauf der Jahre - da hält sich strikt, was wir durch den Niedergang des Dritten Reichs wenigstens bezüglich des Menschen über Bord geworfen haben.

Ursprünglich war Zucht gedacht als gezielte Verpaarung geeigneter Tiere um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen. Heute ist das pervertiert durch Überregulierung auf der einen, Geldgier auf der anderen Seite und daraus folgend einer völligen Abkehr von der Zucht durch "den Tierschutz".
Da klingt der Ansatz vom IHV wirklich gut. Die hären Ansprüche müssen nur natürlich auch entsprechend umgesetzt werden. Sonst ist das auch nur schall und Rauch.



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Joker

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Ich hatte mir mal angesehen, welche Rassen bisher im IHV vertreten sind. Und war völlig überrascht von der hohen Anzahl von Golden Retrievern.

Joker
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KimC

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Früher hat man die Rassen gezielt auf irgendwas hin gezüchtet, und bei bedarf andere Rassen eingekreutzt.

So wurde bei der Rekonstruktion des IW's sowohl deerhound wie dogge eingekreutzt, als der deerhound auszusterben drohte, wurde IW und sogar lurcher eingezüchtet.
Bei der Collie wurde irgendwann Barsoi eingezüchtet, um die spitzere Nase zu bekommen, dass dies die Rasse als Arbeitshund nichts gutes getan hat ist was anderes.
Wie Louis Dobermann die nach ihn bennante Rasse gezüchtet hat, ist nicht klar, aber er war Steuereintreiber, ud nicht sehr gross. Deshalb hat er Hunde gezüchtet die ihn beim Arbeit helfen konnte.
Die Trainerin wo ich meine unde trainiere hat Schlittenhunde. Einige haben ahnentafel, aber die meisten nicht. Es gibt Rennen wo nur Rassenhunde (mit FCI ahnentafel) teilnehmen dürfen, und andere Renen wo mischlingsrassen mitmachen können. Die mischlingsrennen schneiden algemein besser ab.
Die Mischung von Deutsch Draathaar und Labrador gewint hier zunehmend als all-round Jagdhund beliebtheit. Nur in die FCI und die zahlreichen UCI's ist die Zeit stehen geblieben. 

Will die IHV da was änderen würde ich es sehr willkommen.
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Joker

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Ich weiß noch nicht so genau, wie ich zur Einkreuzung von Fremdrassen stehe  undecided.gif. Grds bin ich Anhänger der Reinzucht. Aber es gibt Rassen, denen es gut täte, wenn eine andere Rasse eingekreuzt würde. Aber vorher sollte geprüft werden, ob nicht nur das Erscheinungsbild passt, sondern vorallem der Charakter der Rasse.

Zum Beispiel wäre es für mich in Ordnung Westie mit Cairn Terrier zu kreuzen, um so hoffentlich den Westie gesünder zu machen. Beide Rassen sind sich im Wesen ähnlich und auch in der Jagd.

Beispielsweise ging die Einkreuzung von Fox Terrier in Welsh Terrier völlig daneben. Größe, Körperbau, Fellstruktur und Farben waren in Ordnung, aber das Problem war der Charakter. Die Nachkommen waren im Temperament nicht zu händeln, zu aggressiv und zu triebig. Es gibt einige Linien denen das immer noch anzumerken ist, der Foxl also im Wesen durchschlägt. Die Züchter bemühen sich, nur die umgänglichsten Hunde zu verpaaren.

Eine ebenso unglückliche Verpaarung scheint Rhodesian Ridgeback mit Boxer zu sein. Die Rassen sind im Wesen zu unterschiedlich.

Heute geht nicht mehr jeder zur Jagd. Der Haushund muss in den menschlichen Alltag passen. Daher stehe ich Kreuzungen kritisch gegenüber. Deutsch Drahthaar/ Labrador kann ich mir in Aussehen und Wesen stimmig vorstellen. In meiner Idee wird dem Deutsch Drahthaar die Schärfe genommen und dem Labrador mehr Temperament und Linie gegeben.

Hier wird gern Labrador mit Weimaraner gekreuzt. Es ergibt schöne Hunde, die freundlich sind, aber nicht so aufdringlich wie der Labrador. Sie sind hochbeiniger und schlanker, haben aber immer noch Substanz. Es stört mich nur, dass die Nachkommen für mittlerweile 1000,00 € verkauft werden und die Hündin 2x jährlich Welpen bekommt. Das ist nicht das, was ich unter Zucht verstehe, sondern Schinderei und Geldmacherei. Und genau das stört mich, wenn außerhalb von Zuchtverbänden Tiere produziert werden. Menschen neigen dazu, die Tiere zu missbrauchen. Ein Verband mit Regeln ist nicht immer optimal, auch die Regeln sind nicht immer optimal, aber es gibt wenigstens etwas Schutz und Kontrolle für die Tiere. 

Joker
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