30 Minuten undercover über englische Greyhound-Rennen 2014

greyTs livingroom

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Autor Thema: 30 Minuten undercover über englische Greyhound-Rennen 2014  (Gelesen 3374 mal)

Oval 5

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Zitat
BBC - 03/11/2014 - Panorama

Panorama

Eine Panorama Untersuchung, die offensichtlichen Betrug und Drogengebrauch zum Vorteil
des Sports bloslegt, stellt die Glaubwürdigkeit von Greyhound-Rennen in Frage.

Die Undercover Untersuchung hat einen Trainer dabei erwischt, wie er Hunde dopt, um
Wettergebnisse zu manipulieren - wovon er für einige bis zu £150,000 ausbezahlt hat.

Die Ergebnisse aus der Untersuchung des Programms haben Tierschutz-Aktivisten veranlasst,
die Regierung aufzufordern, über den Status der Selbstregulierung des Sports neu
nachzudenken.
Übersetzung Oval@greyts.eu




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Maus

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Danke für den Link. Sehr aufschlussreich fand ich das. Und traurig.
Ich sehe keine Chancen, dass sich da je was grundlegend ändert sad.gif
Die Schizophrenie eines Trainiers der gleichzeitig die Nieren seiner Hunde mit dem langsamer(!) dopen zerstört und behauptet ein grosser Greyhoundlover zu sein setzt sich doch auf allen Ebenen fort. Ein geschlossenes Systhem ist das welches sich immer verteidigen wird koste es was es wolle. Selbst von innen heraus wären da meiner Meinung nach grundlegende Änderungen so gut wie chancenlos.
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Oval 5

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Wir werden sehen.
Was unrecht ist, ist einfach unrecht. Man muß nur denk ich ein bisschen aufpassen, daß man nicht diesen Bereich strenger behandelt, als Hundehaltung generell. Denn Menschen, die mit ihrer Art Hunde zu halten deren Gesundheit ruinieren gibt es ja grad genug - auch und besonders unter den Hobby-haltern. Da laufen wandelnde Walzen auf völlig überlasteten Füßen, kommen nicht genug raus etc.
Alles kein Argument, die Greys schlecht zu behandeln. Und so einen Film braucht es schon ab und an.
Wie gesagt sieht man die Rennhunde praktisch nicht im öffentlichen Raum. Da ist dann natürlich viel Spielraum für alles mögliche und unmögliche.


 
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Oval 5

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Man kann den Beitrag gar nicht oft genug gesehen haben


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Maus

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Zitat
Wir werden sehen.
Was unrecht ist, ist einfach unrecht. Man muß nur denk ich ein bisschen aufpassen, daß man nicht diesen Bereich strenger behandelt, als Hundehaltung generell. Denn Menschen, die mit ihrer Art Hunde zu halten deren Gesundheit ruinieren gibt es ja grad genug - auch und besonders unter den Hobby-haltern. Da laufen wandelnde Walzen auf völlig überlasteten Füßen, kommen nicht genug raus etc.
Alles kein Argument, die Greys schlecht zu behandeln. Und so einen Film braucht es schon ab und an.
Wie gesagt sieht man die Rennhunde praktisch nicht im öffentlichen Raum. Da ist dann natürlich viel Spielraum für alles mögliche und unmögliche.
 

(mal sehen ob es diesmal mit dem Zitat klappt wink.gif)
Da hast du recht- das ist natürlich auch nicht gut- resp. auch sehr schlecht! Es ist aber so, dass man von einem Greyhoundtrainer mehr erwarten darf als von einer privaten Person die (wie auch immer) einem Tier in Not helfen wollte. Ich hab da jedenfalls etwas mehr "Geduld" als mit einem Profikenner.
Ausserdem, für die Hunde mag beides ähnlich ruinierend sein (solange sie sich wenigstens geliebt und wichtig fühlen, aber wenn ich (als Mensch) verstanden habe, dass jemand "wissentlich" seinen Hunden schadet um mehr Profit zu machen (resp. zumindest das Wohlergehen der Hunde und nicht zuletzt auch die Fairness (Tier und Mensch gegenüber!) hinter seinen Profit stellt) tut sich  mir noch ein ganz anderer Abgrund auf- selbst wenn dieser jemand an "Schizophrenie" leidet!
DAS ist doch das Elend (das wohl kaum aufhören kann- im Gegensatz zu Schäden die aus Unwissen entstehen- da hilft Wissen und diplomatische Vermittlung. Aber was soll der Greyhoundindustry, den Trainern die dopen (und die es eben nicht tun- oder nicht tun wollen würden etc. noch "helfen"????)!
Ich glaube nicht, dass sich so "verdorbene" mal noch freiwillig für Anstand und weniger Ruhm entscheiden (das können sie vermutlich gar nicht- sie haben sich abhängig gemacht von einem geschlossenen System das keine "Ausscherler" duldet).
Die die anders sind, sind es eher heimlich und ohne einem "schwarzen Schaf" auf die Füsse zu treten. Das ist jedenfalls meine Vermutung aufgrund der dargestellten Gegebenheiten.
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Oval 5

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Ich finde eigentlich nicht, daß man Unterschiede machen soll.
Menschen haben für ihre Tiere Verantwortung.
Punkt.
Egal, aus welchem Grund man ein Tier runter wirtschaftet - für mich ist das immer gleich scheußlich.
Die 31.ooo Puten von neulich ... könnt Ihr Euch erinnern? ... werden mal eben gekeult, weil ein paar davon krank geworden sind..

Ich habe Fische gezüchtet und natürlich auch abgegeben - was einem da so über den Weg läuft ist zum Teil sowas von ekelhaft, daß ich einfach keinen Unterschied mehr machen mag.
Klar weiß der eine oder andere etwas nicht. Und wenn er was dazu lernt, kann er sein Handeln verbessern. Aber das erwartet auch die Bereitschaft, zu lernen und das Handeln zu überdenken. Es gibt wirklich auf allen Ebenen so viele Menschen, die sich schlicht nicht interessieren.
Je duldsamer und wehrloser so Tiere sind, desto ekliger wird das alles.


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Joker

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Mir geht es wie Oval. Ich habe so viel gehört und gesehen und sehe das Unrecht immer noch, dass meine Bereitschaft zu Verständnis gegen null tendiert. Menschen, die ich sehr mag, halten ihre Tiere in einer Weise, dass ich mich zusammenreißen muss, um mich nicht einzumischen. Manchmal "greife "ich ein, indem ich die Hunde mit rausnehme oder ich schenke einen Gutschein für den Tierarzt oder Hundefutter. Aber dauerhaft bewirken kann ich dadurch gar nichts  sad.gif. Menschen müssen aus eigener Überzeugung ihr Verhalten ändern. So lange nicht eingesehen wird, dass auch ein Hund mal was anderes schnüffeln möchte als die heimischen 5 qm Gartenanlage, kann ich nichts tun. Wobei ich mir dann Vorwürfe anhören muss, dass ich meine Hunde vermenschliche, verwöhne, zu hohe Ansprüche stelle und Idealist bin. Wobei letzteres stimmt  klimper.gif. tja, tatsächlich halte ich regelmäßige Bewegung, angemessene Ernährung und tierärztliche Versorgung für Rechte aller Tiere in menschlicher Obhut. Wobei ich einsehe, dass in anderen Kulturen andere Maßstäbe gelten. Mich wundert immer nur bei Hunden mit welch unverbrüchlicher Treue sie unter allen Umständen zu ihren Besitzern halten.
Und ich mag mich immer weniger engagieren und echauffieren und Gruselbilder im Internet sehe ich mir nicht mehr an. Der Grusel um die Ecke reicht.
Joker
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Maus

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Ihr habt natürlich Recht, letztlich ist es immer gleich schlimm ob nun ein Züchter, Trainer oder Einzelhalter sein Tier schlecht behandelt oder nicht Artgerecht hält. Ich wollte ja nicht sagen, dass das eine mehr in Ordnung ist als das andere.
Trotzdem finde ich steht ein Züchter oder Trainer in einer noch breiteren und umfassenderen Verantwortung. Ich habe da schon noch mal einige weitere Erwartungen an Jemanden der sich nicht nur privat sondern öffentlich mit Tieren hervor tut.
Wie bei Eltern und Lehrern. Klar ist es nicht in Ordnung wie gewisse Eltern mit ihren Kindern umgehen und wenn es Misshandlungen gibt so ist das klar ein Verbrechen- egal vom wem! Ein Lehrer kann aber ohne dass man ihm was beweisen oder Handfest vorwerfen könnte ganze Klassen von Kindern (so eine Klasse hat dann 21 Schüler und das jedes Jahr und alle 4 Jahre neue Kinder...) nachhaltig "traumatisieren"- und die Eltern auch, mit Auswirkungen auf das Schulhaus oder gar die Politik einer Gemeinde...Und so ein Lehrer hat eine Ausbildung gemacht (im Gegensatz zu Eltern) und verdient damit noch seinen Lebensunterhalt. Nö, ich finde das ist nicht ganz das Gleiche, ich finde das der absolute Gipfel!
Und genauso eben mit Trainern und Züchtern von Tieren. Klar ist jeder selber in der Verantwortung bei wem er sein Tier (ob Fisch oder Pferd) kauft und bei wem er/sie sich Rat holt, wem man glaubt und vertraut etc. Aber die meisten Menschen sind ja leider kaum fähig ihrem Bauchgefühl zu vertrauen wenn sie sich auf "neuem" Gebiet befinden und glauben schnell alles, denken; "aha, so ist das also". Der Quatsch schon den manche Hundetrainer ungestraft erzählen können und "alle" finden es gut und "quälen" dann sich und ihren scheuen, sensiblen, verschreckten Hund ein Leben lang mit Leinenruck und stupiden Gehorsamsübungen weil er sich "unterorden" soll (Verständigung ausgeschlossen)- schliesslich hat man es doch in einem Familienhundekurs vom Tierschutzverein so gelernt!
Da geht mir eben die Galle hoch, das macht mich sowas von wütend!
Ja, auch der kleine Kläffer im Nachbargarten tut mir leid, der kaum vors Gartentor kommt- das ist auch nicht in Ordnung! Aber deren Halter propagieren ihre Hundehaltung nicht in der ganzen Stadt als die Beste ever erfundene an neue Hundhalter die vertraunesvoll zu Ihnen Rat suchen gehen und alle sollen es so machen wie sie und bestreiten ihren Lebensunterhalt auch nicht mit Tierschutzspenden...
Ein Trainer steht doch einfach noch viel mehr in der Pflicht sich und sein Wirken zu reflektieren und es richtig und gut zu machen. Das heisst nicht dass ich finde ein Hundehalter wäre das seinem Hund gegenüber nicht- jeder ist das letztlich sich und seiner ganzen Umwelt gegenüber.

Es ist jetzt 2 Jahre her. Ich habe diesem Stadtbekanntesten Hundetrainer (eben vom Tierschutz) einen Brief geschrieben- eigentlich seinen Vorgesetzen- dem Vorstand. Geantwortet hat er; er habe tausende von zufriedenen Kunden, die könnten ja nicht irren...er war in seiner Antwort arrogant und verletzend (er hat mich gegoogelt und fand heraus wer ich bin und dachte er versucht mich da mal anzugreifen, was mich nicht berührt hat weils da nichts anzugreifen gibt- ich mache alles richtig wink.gif). Ich habe aber dann den Vorstand gegoogelt (weil, warum übernehmen sie keine Verantwortung für ihre Kurse?). Im Vorstand sitzen 2 die schon mal Tierschutzrelevant beschuldigt wurden- der Eine stand sogar wegen seiner Schweinehaltung vor Gericht! Im Vorstand des offiziellen Tierschutz für Stadt und Land!
Ist das nicht der Hammer??!!!

Viel später erst hab ich noch schlimmere Sachen über diesen Hundetrainer erfahren als was mein Bauchgefühl mir an jenem Morgen an dem ich als einzige den Hundeplatz nach zu langen 30 Minuten verlassen habe gesagt hat. Und ich war mit meinem ersten Hund da den ich gerade mal ein halbes Jahr hatte. Die anderen sind weiterhin dahin und die die ich später traf mit ihren Hunden hatten die zu erwartende typische Überforderung mit "unkontrollierbarem" Hund und waren schlechter dran als vor dem Kurs. Aber der Hundetrainer hat halt immer Recht.

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Oval 5

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Sicherheitshalber auch hier mal den Titel der Sendung anfügen für die Suchfunktion 

Dark side of Greyhound Racing Investigation by BBC Panorama full Documentary 2014


edit - der Link ist tot - mal sehen, wie lang es jetzt geht...
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