Ein Mauswiesel

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Autor Thema: Ein Mauswiesel  (Gelesen 5045 mal)

greyT

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Ein Mauswiesel
« am: 01.05. 2012, 13h21 »

Der Mauswiesel..
ist gestorben.



     

Wir haben ihn gefunden neulich.
Jetzt gibt es ein Bild hier für ihn zum Andenken.



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greyT

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Re: Ein Mauswiesel
« Antwort #1 am: 02.05. 2012, 01h44 »

Auf den Spuren des Mauswiesels ......




Bin ich mehrfach über Jäger gestolpert.
Nicht wirklich verwunderlich - ist doch dieser kleinste heimische Räuber ein echtes Stinktier und deshalb als Haustier eher selten.

So finden sich erste Hinweise zum Tier an sich also bei den Jägern.. 

Mauswiesel
(Mustela nivalis)

Länge: max. 25 cm
Ranzzeit: Frühjahr bis Herbst
Anzahl Junge: 5 bis 7

 

Der Mauswiesel ist mit einer Körperlänge von 16 bis 25 Zentimetern das kleinste heimische Raubtier. Er gehört wie ...........(weiter)...........



Eine schöne Bilderstrecke mit etwas Wissen zum Mauswiesel habe bei der Regionalgruppe Mühlviertel-West des Naturschutzbund Oberösterreich gefunden.


Und auch der AK-Wildbiologie hat etwas zum Mauswiesel zusammengetragen.
 

Bleibt die Frage
Wieso einen so nützlichen kleinen Freund jagen?
Und - darf man das überhaupt?
Es gibt da etwas widersprüchliche Angaben. Einerseits steht der Mauswiesel wohl auf irgendwelchen Listen, dann gibt es aber wieder nur eingeschränkte Schonzeiten. Die sind wieder bundesländerabhängig und auch relativiert worden.......... Ich hab es noch nicht so ganz verstanden bisher.... Einmal heißt es er sei selten, dann wieder gar nicht so selten... 


Was jedenfalls fest steht ist, daß die Jagd wenn überhaupt dann mit Hilfe der Whippfalle erfolgt (mit der man die größeren Marderarten versucht kurz zu halten) und daß das für diesen kleinen Räuber zur Flucht vorgeschriebene Loch in eben dieser Falle wohl nicht immer vorhanden ist oder gefunden wird und die Tiere zum Teil in der Falle einfach am Adrenalinschock sterben.

Wenn sie denn gefangen und getötet werden bleibt nur ein kleines wertloses totes Tierchen oder der Jäger läßt sich von einem Künstler unter den Gerbern das dünne Fellchen gerben als Souvenier.
Was es nicht alles gibt.

Zum Beispiel ausgestopfte Exemplare in Glasschaukästen:



Oder einen Quilt mit Mauswiesel-motiv


Bücher
gibt es speziell zum Mauswiesel eher wenige und die scheinen schnell vergriffen zu sein.
Nicht wirklich verwunderlich, denn wer hat schon so einen kleinen Stinker als Haustier :-)
Es bleibt also neben ein paar vereinzelten Terrarianern den Biologen und eben Jägern vorbehalten sich mit dem kleinen Räuber zu beschäftigen und der Markt für so spezielle Bücher ist nicht riesen groß.. 

Ge-funden und für interessant be-funden habe ich 
Bettina Schmitt

Das Mauswiesel in der Kulturlandschaft Südwestdeutschlands
Abundanz, Reviersysteme und Habitatnutzung
Herausgeber: Boye, Peter; Meinig, Holger

- ist vergriffen bei amazoon.de
und auch bei www.buecher.de,
scheint aber bei Chimaira
noch zu haben zu sein und auch bei
herpetobuch.com
hab ich es gefunden. Jedenfalls steht dort nichts von vergriffen dabei...



Produktinformation:
Ökologie der Säugetiere
Bd.4
Verlag: Laurenti
2006
Ausstattung/Bilder: 2006. 103 S.
Seitenzahl: 103
Deutsch
Gewicht: 215g
ISBN-13: 9783933066305
ISBN-10: 3933066301
Best.Nr.: 23155705


Für alle die gerne noch etwas weiter lesen möchten aber kein Buch besorgen, setzte ich noch den Link zu Wolfgang Alexander Bajohrs kurzweiligem Text an das Ende dieser Mauswieselbegegnung:

Im Jahreslauf: Schonung für den Mäuseschreck! Mauswiesel, wie sie keiner kennt
von Wolfgang Alexander Bajohr

Es ist still auf der Alm. Auf einmal lugt ein braunes spitznasiges Köpfchen mitten aus dem Geröll hervor. Es ist flach und kaum größer als der Kopf einer Eidechse. Der Kopf mit den lüstern funkelnden schwarzen Äuglein verschwindet, und plötzlich kommt ein spannenlanges braunes gestrecktes Tier heraus. Einen Augenblick lang richtet sich das Hermännchen auf und steht als Pfahl, die Vorderpfötchen hat es auf den schlohweißen Bauch gelegt. Es sichert unbeweglich ............ 
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