Unter den Haustieren gibt es auch gefährliche

greyTs livingroom

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Autor Thema: Unter den Haustieren gibt es auch gefährliche  (Gelesen 1719 mal)

Oval 5

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Soll man die Haltung gefährlicher Wildtiere in Privathand reglementieren?
Wie weit?
Oder gleich verbieten?
Kann man einen Tieger mit einer Eule gleich setzen?


Und wie sieht das dann mit den gefährlichen Haustieren aus - denke mal Schwein zum Beispiel...



 
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heiwak

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Re: Unter den Haustieren gibt es auch gefährliche
« Antwort #1 am: 17.02. 2013, 07h19 »

Na ja, Schweine können schon gefährlich werden - das können Hunde aber auch!
Und wer schon einmal eine agressive Katze erlebt hat, hat auch vor dem kleinen Stubentiger Respekt - ich hatte so ein Katerchen  klimper.gif jeder Besuch musste absolut stillsitzen. lol_27.gif Nur eine Beinbewegung und Kater Carlo ist sofort auf Angriff übergegangen und zwar nicht mit Kratzen sondern mit kräftigen Bissen!
Auch hatte ich ein traumatisierendes Erlebnis mit einem Jungstier - ist also auch das Hausrind gefährlich?

Nun gehts in der Dissertation aber um wildlebende Arten und da grenze ich vollkommen ab: giftige Tiere sind für mich immer gefährlich. Jedes Tier das Junge führt oder Brut hat kann in gewissem Grade gefährlich sein, z.B. eine Amsel geht sofort auf Angriff wenn ihre Jungen gefährdet sind. Ich möchte auch keinem brunftigen Reh oder Hirsch begegnen, geschweige denn einem Wildeber!

Zitat
Danach sollen
gefährliche und potentiell gefährliche Wildtiere kurz vorgestellt werden, obwohl eine Auflistung
problematisch und angreifbar ist.

Ich würde auch eine Phyton als gefährlich einstufen, obwohl ich Schlangen liebe hätte ich doch gehörigen Bammel einer grantigen Phyton zu begegnen - die Beisserchen mit der Kraft gepaart sind nicht ungefährlich!

Jedoch stimme ich der Verfasserin zu, dass eine einheitliche Regelung der Haltungsbestimmungen insbesondere auf Gefahrensituationen eingehend dringend notwendig wäre.
Zu meiner Schande muss ich aber gestehen die Dissertation nicht wirklich gelesen zu haben - ich habs nur überflogen. embrassed.gif
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KimC

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Re: Unter den Haustieren gibt es auch gefährliche
« Antwort #2 am: 17.02. 2013, 09h16 »

Auch ich habe die Dissertation nicht gelesen... undecided.gif
Viele wildtiere können von Private nicht artgerecht gehalten werdenm zB Tiger im Wohnzimmer oder Krokodil in der Badewanne. Da bedarf es schonmal etwas mehr, was Privatpersonen kaum bieten können.

Es gibt auch diverse "gruppen" die gefärhliche/giftige tiere halten wollen, entweder um sie als Waffen einzuseten, oder um achtung vom "gang" zu empfangen. Im Drogenmilieu habe ich oft ein geweises Interesse an kampfhunde, Giftige Reptilien usw festgestellt, obwohl gerade diese Menschen nicht in der lage sind diese Tiere sicher zu halten.

Es ist aber anderseits nicht auszuschliessen das privatpersonen die an geweisse (gefährliche) spezies eine Interesse haben, diese auch sicher und Artgerecht halten können. Deshalb könnte eine Geregelte Haltung von gewisse gefährliche Tiere sein. Was immer der Gesetzesgeber auch beschlisst, es wird halt immer eine illegale haltung/markt mit diese Tiere geben. Man könnte aber diejeninge menschen die es legal machen wollen und können, die Gelegenheit dazu geben es gesetzes, und artenkonform zu gestalten.
 
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Oval 5

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Re: Unter den Haustieren gibt es auch gefährliche
« Antwort #3 am: 18.02. 2013, 05h57 »

Um das vorweg zu sagen: Ich bin kein Freund von Gifttieren in privater Haltung. Ganz grundsätzlich erschließt sich mir der Sinn nicht.
Ich bin heilfroh, wenn sich meine Tiere sozialverträglich benehmen und es läge mir fern, mir einen Skorpion oder gar eine Giftschlange halten zu wollen. Insofern kommt mir die Genehmigungspflicht für die Haltung gefährlicher Tiere in Privathand in Bayern entgegen.
Trotzdem halte ich nichts von unnötiger Regelungen - ich denke das führt zu nichts weiter als mangelnder Eigenverantwortung des Einzelnen - und sehe den Ruf nach Gesetzen zur Gefahrenverhütung ausgesprochen kritisch.


Ich habe den Teil 1 nun gelesen, mir den Teil 2 und 3 dann in Form der Zusammenfassungen abngesehen und ein paar Zitate hier herausgenommen und mit meinen Kommentaren versehen stelle ich das hier unten dran.


Trotzdem - auch das soll gesagt sein - ist das keine Kritik an der Dissertation im Ganzen und besonders nicht an der Verfasserin. Ich beziehe mich auf konkrete Aussagen wo ich hängen geblieben bin, wie man das in einer Diskussion zu einem Thema eben tut. Denn die Thematik läuft natürlich Gefahr im alltäglichen der Politik zu einer schlichten Gängelung und der weiteren Ausgrenzung bestimmter Tiere zu verkommen. Man kennt das ja, es fängt alles gut gedacht an und am Ende bleibt nichts als ein paar plumpe Verbote in einer längst überregulierten Wirklichkeit, deren Grundzüge sich mehr an den Paragraphen der Rechtsanwälte und Richter als an den Wünschen und Bedürfnissen der Einwohner des Landes orientieren.


Wenn also einen Arbeit veröffentlicht wird, die nach einer Vereinheitlichung der Gesetze ruft, obwohl die bestehenden Gesetzte eine aktive Gefährdung Dritter bereits wirksam reguliert (wer sich an das eine nicht hält, wird sich auch an das nächsten nicht halten),
dann macht es vielleicht Sinn, das zu lesen und zu hinterfragen, ob da nicht vielleicht eine vermeindliche Gefahr für die Öffentlichkeit stilisiert wird, die in Wirklichkeit den Angaben zufolge eher für einzelne Tierhalter selber besteht.
Und mit Verlaub - wer von seiner eigenen Giftschlange oder seinem Skorpion verletzt wird kann mMn das gerne mit sich selber ausmachen.
Niemand zwingt uns, uns unnötig in Gefahr zu begeben in dieser Hinsicht.
   

So sehr ich grundsätzlich viele Aspekte der Arbeit unterschreiben würde, so sehr widerstrebt mir dieser zusätzliche Versuch uniformierter Regelungen am besten gleich für ganz Europa, die dann nur ein weiterer Haufen Buchstaben auf Papier und PDF sind, den niemand je kontrollieren kann und das für ein Gefahrenpotential, das zahlenmäßig einmal mit Unfällen aus anderen Bereichen verglichen, nicht der Rede wert ist.




Zitat von: S. 104
....In Gesetzen zur Haltungsbeschränkung von gefährlichen Tieren dürfen meiner Meinung nach keine scheinbar gefährlichen Tiere aufgenommen werden, da dies die Fehlinformation der Bevölkerung nur verstärkt und das Gesetz anfechtbar macht......."
Es geht also tatsächlich und eindeutig darum, gesetzlich zu regeln, was bis dato anscheinend nicht geregelt oder zumindest nicht einheitlich geregelt ist. Wieso solche Empfehlungen in einer Dissertation vorgestellt werden ist mir schleierhaft!


Zitat von: S.107
.......Vermutlich liegt der deutliche Anstieg der legal importieren Anhang II-Tiere um 1995 daran, dass die Haltung von exotischen Tieren stark in Mode gekommen ist und vor allem in den ersten Jahren der Bedarf mit Importen ge-..........
Oder es liegt daran, daß der Überprüfung des Gepäcks mehr Beachtung geschenkt wurde und das hat sich rum gesprochen?
Eventuell sind auch einfach zusätzliche Arten als meldepflichtig eingestuft worden, die zuvor ohne Nachweis importiert wurden?
Ich bin bei solchen Schlußfolgerungen - wiewohl sie durchaus richtig sein KÖNNEN - oft sehr skeptisch. Weil eben die Grundhaltung zum Thema bestimmte Schlüsse nahe legt, die bei weitem nicht mit den realen Gegebenheiten übereinstimmen müssen.
Daß es eine Zunahme an Terrarientieren in Deutschen Haushalten gegeben hat halte ich allerdings auch aus persönlichen Erfahrungen für wahrscheinlich. Die erhöhten Energiekosten schieben dem seit ein paar Jahren einen deutlichen Riegel vor und alle Tiere, die beheizt werden müssen sind soweit ich das hier beurteilen kann, rückläufig. 



Zitat von: S. 109
.....Umgerechnet auf die bayerische Einwohnerzahl (12.520.332) 414 bedeuten diese Genehmigungszahlen, dass ca. 1 gefährliches Tier pro 10.000 Einwohnern in Bayern gehalten wird.......

Oder anders: Vergessen Sie daß es da gefahren geben könnte, weil solange dies Tiere ihren Käfig/Terarium nicht verlassen, braucht man nur nicht hinein zu langen. Und die allermeisten Halter werde alles Erdenkliche tun, um ein Entweichen zu verhindern.

Da muß ich sagen, sehe ich die tatsächlichen Gefahren durch unseren Alltag im Straßenverkehr, Krankheitserreger und auch Haustiere dann doch als eigentliche Themen, wenn es um die Gefahrenvermeidung geht. Lese ich solche Zahlen, frage ich mich, ob die derzeitigen Regelungen (zumindest die in Bayern) nicht mehr als ausreichens sind.


Zitat von: S 251
.................Trotzdem sollte unbedingt ein einheitliches Vorgehen bei der Regelung der Haltung von gefährlichen Wildtieren für ganz Deutschland angestrebt werden........
Das sind nun eindeutige Empfehlungen auf (wie vorher mehrfach eindeutig erklärt wurde) unzureichendem Zahlenmaterial und der Beteuerung, daß die bestehenden Vorschriften und Gesetzte bereits jetzt eine Gefährdungder Mitmenschen verbietet.

Kann das sein, daß diese gesammten Arbeit von rund 300 Seiten nichts weiter ist, als der Versuch eine bereits zuvor feststehende Meinung zu untermauern?


   
Und dann sind mir ein paar Fragen beim Lesen nebenher durch den Kopf gegangen:

● Was für ein Mensch steckt hinter dieser Arbeit? :-)
● Wie wurden aus wildlebenden Arten Haustiere, wenn nicht durch eine Annäherung an das Wildtier?
● Woher bekommt der Handel oder auch Zoos ihr Personal, wenn keine Grundlagen im Privatleben gelegt wurden? 
● Werden durch die mit der Gefahrentierhaltung erzielten Gefühle eventuell Mängel im Erlebensbereich des modernen Menschen sublimiert, die ohne diese Form der Sublimierung evtl. weniger sozialverträglich ersetzt würden? 


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heiwak

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Re: Unter den Haustieren gibt es auch gefährliche
« Antwort #4 am: 18.02. 2013, 08h27 »

Zitat
● Was für ein Mensch steckt hinter dieser Arbeit? :-)

Das dachte ich mir auch. wink.gif Es ist die Tochter von Günther Beckstein - ehemaliger Ministerpräsident von Bayern. prediger.gif
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greyT

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Re: Unter den Haustieren gibt es auch gefährliche
« Antwort #5 am: 18.02. 2013, 21h41 »

Zitat
● Was für ein Mensch steckt hinter dieser Arbeit? :-)

Das dachte ich mir auch. wink.gif Es ist die Tochter von Günther Beckstein - ehemaliger Ministerpräsident von Bayern. prediger.gif

DAS klärt dann allerdings einiges..................  beten.gif


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