LUNGENWÜRMER

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Autor Thema: LUNGENWÜRMER  (Gelesen 10385 mal)

Oval 5

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LUNGENWÜRMER
« am: 30.05. 2012, 01h56 »


LUNGENWÜRMER

...... Die Symptome eines Lungenwurmbefalls ähneln zunächst denen viraler oder bakterieller Erkrankungen des Atemtraktes.......
Zitat von: wikipedia, Gift
Ein durch Krankheit vorgeschädigter Organismus reagiert empfindlicher auf Gifte als der eines Gesunden.
 

Mal ein Thema extra zu Lungenparasiten. Auf der Suche nach Fakten und auch, ob sich seit
meiner letzten Reise zum Thema durchs Netz eklatent Neues ergeben hat, habe ich einige
Dinge gefunden, die ich interessant finde und deshalb hier einstellen möchte.

Zunächst muß man dazu sagen, daß das Thema Lungenwürmer beim Hund bis vor ein paar Jahren
praktisch nicht aufgetaucht ist. Die Parasiten waren selten und wurden auch nicht nachgewiesen.
2007/2009 wurde dann eine erste Untersuchung gemacht an 810 erkrankten Hunden, da sich
mehr ungeklärte Lungenbeschwerden als Wurmbefall erwiesen hatten.

Es wurde deutlich, daß es lokale Epedemieherde gibt und wenig betroffenen Regionen.


(2010) 
Kleintierpraxis: Schnecken übertragen Lungenwürmer auf Hunde
+++ Befall in Deutschland häufiger als angenommen

In der PDF  Gefährliche Lungenwürmer im Vormarsch
von  wetnose.de (etwa 2010) finden sich die wichtigen Informationen zu Lungenwürmern und
den Untersuchungen der letzten Jahre kompakt und verständlich zusammengefaßt.
Einige Zitate:

Zitat von: PDF wetnose, Gefährliche Lungenwürmer im Vormarsch
Französischer Herzwurm (Angiostrongylus vasorum) 
...........Zeitdauer von der Aufnahme der infektiösen Parasiten-
Stadien bis zum Auftreten von ersten Geschlechtsprodukten
(Eier, Larven u.a.) im Stuhl, Urin oder Blut variiert zwischen
28 und 108 Tagen.............

...........Der Lungenwurm Crenosoma vulpis ist ein typischer
Lungenwurm bei Füchsen und Igeln, kann aber auch bei
Hunden und in einzelnen Fällen bei der Katze nachgewiesen
werden..........Der
Entwicklungszyklus verläuft sehr ähnlich wie derjenige von
Angiostrongylus,...........

................Ausgewachsene weibliche Lungenwürmer verweilen
hauptsächlich in den großen Lungenarterien und im rechten Herzen
und produzieren dort Eier.
Diese gelangen anschließend mit dem Blutfluss in das
Lungengewebe, wo sie massive Entzündungen verursachen
können. Sobald sich Larven aus den Eiern entwickelt haben,
wandern diese in die Luftwege und werden als Reaktion auf
die Entzündung mit dem Schleim hoch gehustet. Durch
Abschlucken gelangen die Larven in den Magen-Darm-Kanal
und mit dem Kot in die Umwelt.
Lungenwürmer treten bei Hunden zwar das ganze Jahr über
auf, Hauptsaison in Deutschland sind jedoch die
Wintermonate , speziell Dezember und Januar.........
Bis die Weibchen Eier legen kann also 108 Tage dauern. In dieser Zeit ist ein Befall über eine
Kotuntersuchung nicht nachweisbar, die aufgenommenen Parasiten können in der Zeit unerkannt
durch den Test einer Kotprobe munter ihr Unwesen treiben in der Lunge. Mit oder ohne erkannte
Symptomatik... Das ist dann das, was hier angesprochen ist.


Zitat von: PDF wetnose, Gefährliche Lungenwürmer im Vormarsch
............Jeder zehnte Hund mit Atemwegsproblemen ist eigentlich von Lungenwürmer befallen.
Fallberichte der Universität Zürich verdeutlichen, wie lebensbedrohlich Lungenwürmer für
Hunde sein können:
Bei 7 von 10 vorgestellten Patienten führte der Befall mit dem Lungenwurm Angiostrongylus
vasorum zum Tod. Eine frühzeitige Behandlung mit einer gegen Lungenwürmer wirksamen
Wurmkur hätte dies verhindern können.
Der Mensch gehört glücklicherweise nicht zum Wirtsspektrum der Haustierlungenwürmer..........

Wirklich anschaulich geschrieben finde ich den Beitrag von Ade im Husky-Forum,
in dem sie (?) ihre Erfahrungen und die Problematik sehr kompakt zusammengefaßt hat. (ganz unten)


Die Zusammenhänge sind finde ich in dem Interview mit PD Dr. Dr. habil. Dieter Barutzki vom März 2010
gut verständlich dargestellt. Es wäre albern das hier wiederholen zu wollen. Von Herrn Barutzki
ist die Studie 2007/2009 gemacht worden. Einen alternativen Behandlungsansatz wird man hier
selbstredend vergeblich suchen. 



Die Behandlung einer bestehenden Lungenwurminfekton erfolgt allen meinen
Quellen nach zu urteilen mit Panacur über einige Tage. Wobei im Interview oben steht: 
Zitat
- Nicht zugelassene Medikation
- Fenbendazol: 25 mg/kg KM p.o. täglich für 20 Tage.
- Fenbendazol: 50 mg/kg KM p.o. täglich für 5–21 Tage.
Sollte man halt jetzt wissen, in welchem Land.. zugelassen oder nicht zugelassen.

Um einen Befall zu verhindern ist angeblich auch Milbemax möglich; der Wirkstoff steht unter
"- Zugelassenen Medikationen" im Interview.
Milbemax® Hunde S ad us. vet., Tabletten
.....
Milbemax kann:
- Zur Behandlung und Kontrolle adulter Stadien von gastrointestinalen Nematoden wie Ancylostoma caninum (Hakenwurm), Toxocara canis, Toxascaris leonina (Spulwürmer), Trichuris vulpis (Peitschenwurm)
- Zur Behandlung und Kontrolle der Lungenwürmer Crenosoma vulpis und Angiostrongylus vasorum
- Zur Behandlung und Kontrolle unreifer und reifer Stadien bei intestinalem Bandwurmbefall (inkl. Echinococcus spp., Mesocestoides spp.)
- Zur Prophylaxe der Herzwurmerkrankung (Dirofilaria immitis oder Angiostrongylus vasorum) eingesetzt werden.
.........

Besondere Warnhinweise:
Studien mit Milbemycin-Oxim weisen darauf hin, dass die therapeutische Breite bei Hunden mit MDR1-Mutation kleiner ist als bei anderen Rassen. Bei diesen Hunden sollte die empfohlene Dosierung von 0.5 mg/kg Körpergewicht strikt eingehalten werden. Die klinischen Erscheinungen bei Rassen mit dem MDR1-Defekt ähneln denen, die in der allgemeinen Hundepopulation bei Überdosierung beobachtet wurden. Die Verträglichkeit des Tierarzneimittels wurde nicht bei jungen Welpen von Rassen mit dem MDR1-Defekt untersucht. -



Zum nachschlagen von Inhaltsstoffe und Medikamente im Netz unersetzlich:

Die Informationen zu Zulassungen etc. beziehen sich hier immer auf die Schweiz.
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Oval 5

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Re: LUNGENWÜRMER
« Antwort #1 am: 30.05. 2012, 02h08 »

Noch etwas zum Thema hier:

Lungenwürmer und ihre Pathologie 11 August 2010 (PDF)
............
Zeile
56 Sudden death may also occur due to the obstruction of the pulmonary or other
57 important arteries or heart failure
...............
 
156 The difference between groups was
157 significant. In the treated dogs no more clinical manifestations were observed after 104 dpi, i.e. 12
158 days after treatment.
.............

227 Animal numbers were
228 small, due to animal welfare reasons and the study's pilot character intended for further
229 experimental studies, therefore significant differences were considered cautiously and are
230 mentioned to highlight trends in several parameters.
........

351 However,
352 interestingly, eggs and larvae were only present in untreated dogs
.........

357 An interesting outcome is the distinct increase of leucocytes and segmented neutrophils twelve
358 days after treatment. It may indicate that the elimination of parasitic stages due to treatment
359 enhanced the inflammatory response in these dogs. Such immune responses were comparable in
360 dogs of both groups, resolving to baseline values within 34 days after treatment, and, to our
361 knowledge, have not been described before. Similar patterns were observed for the lymphocytes,
362 indicating a cellular immune reaction to dead parasites. This is sustained by a study with 42
363 naturally infected dogs in which leucocytes were within the reference range on the day of
364 diagnosing A. vasorum, but significantly decreased 42 days after treatment (Willesen et al., 2009)
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Joker

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Re: LUNGENWÜRMER
« Antwort #2 am: 11.05. 2014, 07h30 »

Jetzt bin ich froh, dass ich hier etwas über den Lungenwurm gefunden habe. Nicht, dass meine Hunde infiziert wären, soweit ich weiß, aber sie können sich anstecken. Der Terrier frisst sehr gern Gras, ähnlich wie wir Salat. Terrier zupft die Spitzen der Gräser ab. Der Whippet, dieser Unhold, frisst Nacktschnecken  shocked.gif. Das geht ganz schnell! Und bei diesem Wetter liegen die überall. Eine Bekannte hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass es sich nicht nur um eine Unart handelt, sondern dass es auch gesundheitsschädlich sein kann, weil darüber Lungenwürmer übertragen werden können.

Meine Hunde werden alle 2 Monate entwurmt. Allerdings ist eine Wurmkur, die nicht gegen Lungenwürmer hilft. Panacur ist mir bekannt. Musste es bei einem anderen Hund schon wegen Giardien einsetzen. Panacur ist sehr aggressiv. Daher scheue ich mich, es vorbeugend einzusetzen.

Sollte einer der Hunde anfangen sich zu räuspern oder husten, dann werde ich auf jeden Fall auch die Problematik Lungenwürmer im Hinterkopf haben.

Joker
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