SCHÄCHTEN - BÖRSEN - HEIMTIERE - Was ist nur aus Grünem Tierschutz geworden

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Autor Thema: SCHÄCHTEN - BÖRSEN - HEIMTIERE - Was ist nur aus Grünem Tierschutz geworden  (Gelesen 1005 mal)

Oval 5

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Während das Schächten in den Niederlanden mit den Stimmen von Grünen und
Linken gerade letztes Jahr endlich verboten wurde: 

Zitat von: animal-health-online.de, 29.6.2011
Niederlande: Schächten von Tieren jetzt verboten
Den Haag (aho) –
Mit deutlicher Mehrheit hat am Dienstag das niederländische Parlament einer
Verordnung zugestimmt, die ------------->

Ist es bei uns genau andersherum -
Der Gesetzesentwurf der Grünen vom 23.Mai 2012 für ein neues
"Tierschutz"-Gesetz schreibt zum Schächten:




Ganz ehrlich? Ich bin nur noch enttäuscht!

Während die Börsen, bei denen Tiere direkt vom Züchter zum neuen Halter gehen
sollen ohne Zwischenhändler und x neue Lebensräume, Pfleger, Wasserqualitäten
etcpp ("Handel" mit Tieren ist auf Börsen schon jetzt nicht legal!) auf eine Weise
reguliert werden sollen, daß wir es gleich lassen können, soll für das Schächten
wieder ein Schlupfloch bleiben.

Die Veterinäre auf den Börsen haben oft weniger Fachwissen zur Tierart als die
Züchter, die ihre Nachzuchten weiter geben aber GRÜNE fordert einen zusätzlichen
Sachkundenachweis für Börsenbetreiber - wobei das eigentlich Mumpitz ist, weil
den Sachkundenachweis in aller Regel sowieso einige im Verein gemacht haben,
nur wird der nicht in jedem Bundesland anerkannt und einen Sachkundenachweis
nach § 11 (wie das gelegentlich gefordert wird), wird kein Börsenbetreiber nach-
weisen können - einfach weil den zu machen einige Tausend Euro kostet! - es
sei denn ausgerechnet ein Händler ist im Verein! Das ist alles vollendet abgehoben
und weit ab vom Wissen um die realen Gegebenheiten reines Schreibtischdenken!

Bei den Aquarianern z.B. ist der Sachkundenachweis des VDA in jedem Bundesland
einzeln bewertet und völlig uneinheitlich hier anerkannt, dort nicht. Der deutschland-
weit gleiche Test wohlgemerkt!


In der Heimtierhaltung braucht es dann nach den Vorstellungen des Gesetzesent-
wurfs für die Meerschweinchenhaltung einen Sachkundenachweis..:



Gleichzeitig will man das Betäubungslose Töten von Tieren aus religiösen "Gründen"
genehmigungsfähig belassen. Für jeden anderen fällt es (mMn zurecht) unter
Tierquälerei! Frage mich ehrlich was einen reiten muß, wenn man über Tierquälerei
auch noch "Tierschutzgesetz" drüber schreibt. .. aber Schächten ist ja heilig...  rolleys.gif

Frage mich wie man das mit dem "heilig"
den Schafen (Vorsicht - der Link ist zum kotzen widerlich! Man muß nicht!)
verkaufen möchte ...


Wenn mir solche Ausnahmeregelungen irgendwelche computerorientierten Parteien
vorschlagen würden, wäre mir das vielleicht gerade noch als Ausrutscher uninformierter
Laien verständlich, aber die Grünen.............. ich faß es einfach nicht.
Was ist nur aus den Grundgedanken geworden?


Hübsch verpackt darf unbetäubten Schafen und Rindern die Gurgel durchgeschnitten
werden aus reiner Überzeugung! Weil etwas anderes sind Religionen nicht - geistige
Vorstellungen angeblicher Wahrheiten.


DAS, Freunde, ist das moderne "tierfreundliche" Deutschland 2012
Irgendwie sollten wir mal eine Revision machen. So geht das alles nicht wirklich.

Man kann doch nicht gleichzeitig Kindern einen vernünftigen Umgang mit Tieren predigen
und abverlangen, wo es die Erwachsenen noch nicht mal auf dem Papier fertig bringen
ihre eigenen schizophrenen Gedanken zu sortieren und die Widersprüche zu eliminieren.
Da wird der Transport angeprangert als Belastung für Tiere (was er ist!) und gleichzeitig
werden Börsen, die genau den Transport auf ein Minimum reduzieren mit dem Zirkus-
geschehen im gleichen Kapitel abgehandelt.
Veterinäre kontrollieren die Bedingungen in Vereinsaquarien, die in ihrem Leben nichts mit
Fischen zu tun hatten. Keinen Plan haben von der Behandlung kranker Fische außer wenn
es hoch kommt mit frei verfügbaren Medikamenten aus dem Zoogeschäft. Aber der Kanari-
halter soll einen Sachkundenachweis machen.
Wie wäre es zur Abwechslung mit einem zusätzlichen Kurs im Studium für Medizinstudenten?
Oder verpflichtenden Fortbildungen für die Angestellten der Veterinäre des Amtes?


Tierschutz ist gut, richtig, wichtig und eine Errungenschaft modernen Lebens auf die wir
hier bei uns wirklich Jahrzehnte lang echt stolz sein konnten. Gerade im Heimtierbereich!
Anstatt weiter an den Probleme in der modernen Landwirtschaft zu arbeiten bezüglich
tierschützerischer Notwendigkeiten, versucht man den Tierschutz jetzt auf abrufbares
Wissen in lächerlichen Tests für Tierhaltung in Privathand und unsinnige Kastrationen zu
reduzieren.


                          Es ist so peinlich.


 
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