Die Greyhoundsperre, Myoglobinurie, Kreuzverschlag, Acidosis, Monday Dis...

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Autor Thema: Die Greyhoundsperre, Myoglobinurie, Kreuzverschlag, Acidosis, Monday Dis...  (Gelesen 4554 mal)

Oval 5

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Alleine wie viele Bezeichnungen es gibt für die Greyhoundsperre läßt schon aufmerken.


Die Greyhoundsperre ist eine Übersäuerung durch Überbelastung des Greyhounds.
Der Muskel kann die benötigte Energie nicht mehr aerob gewinnen. Er nutzt statt dessen
anaerob gewonnenen Energie für die Fortbewegung. Dabei entsteht Milchsäure in den
Zellen, diese wird vom Blut zu den Nieren transportiert und von dort aus ausgeschieden.
 
Ab einem gewissen Grad von Übersäuerung des Organismus können die Zellen das nicht
mehr überstehen und zersetzen sich. Die Nieren sind zunehmend mit der Ausscheidung
der Abfallprodukte überfordert. Daß das mit immensen Schmerzen verbunden ist kann sich
hoffentlich jeder hier vorstellen.

Die zersetzte Muskulatur kann sich übrigens nicht mehr regenerieren.


Hier soll eine Sammlung aufschlußreicher und informativer Texte entstehen.
Ihr seid herzlich eingeladen etwas beizusteuern. 


An den Anfang möchte ich gerne die Information von New Graceland stellen. Man findet
dort gut zusammengefaßt, wie die Greyhoundsperre entsteht, was sich im Muskel abspielt,
wie man das Risiko verringern und vorbeugen kann. Zur Behandlung findet man nur das
Mindeste, das aber im Grunde genommen den Kern trifft: Spülen, spülen, spülen... um
damit eben der Übersäuerung entgegen zu wirken.

Greyhoundsperre - Myoglobinurie nach einer Hetze oder einem Sprint (PDF 265 KB)



Genaueres zur Behandlung habe ich bei Windhunde sind Jagdhunde gefunden, z.B.
auch wann welche Schmerzmittel sinnvoll sind. Zwei Seiten die ausgedruckt gut in den
Geldbeutel passen oder ins Handschuhfach und dem Hund so ggf. vielleicht einmal das
Leben retten können. Soviel hier schon mal vorweg: NIE Ringer-Laktat sondern
ggf. Ringer-Lösung (Säure hat der Körper schon zu viel)
 
Greyhound Sperre - Behandlung (auch eine PDF)

 
Für den Urlaub möchte ich Euch wärmstens ans Herz legen, im Netz Informationen in
der Landessprache (notfalls Englisch) herauszusuchen und ausgedruckt immer beim Hund
zu haben - man hat nicht so viel Zeit, daß man zum eigenen Tierarzt nach Hause fahren
kann und man kann auch nicht sicher sein, daß der Tierarzt vor Ort genug informiert ist.


Die Greyhoundsperre ist nicht häufig aber eventuell lebensbedrohlich oder sogar tödlich
für den Hund, wenn man nicht rechtzeitig das Richtige unternimmt. Dabei soll man sich
als Greyhound-Halter darüber im Klaren sein, daß man in diesem Fall eventuell einmal
mehr weiß als ein Tierarzt. Bevor sie anfangen zu diskutieren -habe ich mal wo gelesen-
gehen sie zu einem anderen Tierarzt der sich auskennt!


Ich wünsche Euch und Euren Hunden, daß das Wissen aus diesen Texten Euch rechtzeitig
so sensibilisieren wird, daß Ihr nie in die Verlegenheit kommen müßt, den Hund behandeln zu
lassen. Der grey kennt seine Grenzen nicht. Hier ist unserer Verantwortung als Halter gefragt.

(edit Oval 9.10.18 - Link aktualisiert)
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Oval 5

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Der Unterschied zwischen Ringer-Lsg. und Ringer-Laktat-Lsg. im Vergleich.
Man kann es eigentlich gut verstehen, wenn man die Zusammensetzungen so vor
Augen hat, wieso bei einer Übersäuerung nur die Ringer-Lösung in Frage kommt:


Vergleich Ringer-Lsg und Ringer-Laktat-Lsg (bezüglich des ph-Wertes) 

die Datenblätter habe ich im Netz gefunden unter
Ringer-Lösung
Ringer-Laktat-Lösung

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