Wieso ein ExRacer nichts auf der Rennbahn zu suchen hat

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Autor Thema: Wieso ein ExRacer nichts auf der Rennbahn zu suchen hat  (Gelesen 2258 mal)

greyT

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Eines der wirklich großen und wichtigen Themen für die neuen Besitzer eines
Rennhundes aus dem Tierschutz.


Es reizt ja den Rennhund rennen zu sehen.
Kein Wunder - ist er doch schnell. Also wirklich schnell.
Immerhin auf Sprintdistanzen das zweitschnellste Landsäugetier - hinter dem Gepard.

Was soll denn nun daran so schlimm sein, wenn ein ehemaliger Rennhund - der das ja
schließlich gelernt hat mit dem Rennen - mal auf der Rennbahn zeigt, was in ihm steckt?

Nun - der Hund kommt aus dem Tierschutz.
Und daß das so ist hat in aller Regel seine guten Gründe.
Kein kommerzieller Betrieb wird seine Renn"maschinen" früher in Rente schicken, als das
unvermeidbar notwendig ist - das nimmt sich nichts zu Staaten, die das Renteneintritts-
alter ja auch versuchen so weit nach hinten zu schieben wie nur machbar - und aus den
gleichen Gründen: Es kostet Geld!

Wer einen Hund für die Rennbahn sucht, der möge bitte einen jungen, gesunden, ver-
letzungsfreien Welpen aus guter Zucht suchen gehen, den gut aufziehen, umfassend
ausbilden mit Respekt vor den Belastungen für den zu Anfang noch unfertigen Körper
im Wachstum. Für solche Hunde und ihre Besitzer werden Rennbahnen auch bei uns
betrieben - nur eben nicht kommerziell, sondern für den Hobbysport.

Für den Hund aber macht es im einzelnen Lauf keinen Unterschied, ob er zum Spaß des
Besitzers oder zu dessen finanziellen Anreiz läuft. Er wird die Strecke immer mit all seiner
Kraft versuchen, die Beute zu erreichen und immer gleichermaßen seine eigenen Grenzen
dabei versuchen zu überwinden.

Genau darin aber liegt für den - nie grundlos! - aussortierten Tierschutzhund das ganz
große Drama: Als neue Besitzer haben wir in aller Regel kaum Ahnung, was die Renn-Kar-
riere im einzelen beendet hat. Und sei es nur ein verständiger Trainer gewesen, der recht-
zeitig (ja sowas gibt es auch im Profisport) die Zeichen der Zeit erkannt und den Hund vor
teuren Verletzungen aus dem Wettbewerb genommen hat.

Laßt Euch nicht hinreißen - so schwer das auch sein mag - der Renngrey gibt in der Jagd
auch nach einer künstlichen Beute ohne Rücksicht auf die eigenen Grenzen immer alles und
noch ein bisschen mehr.

 
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