Eine Doktor-Arbeit zur Untersuchung d. biolog. Aktivität bestimmter Flavonoide

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Autor Thema: Eine Doktor-Arbeit zur Untersuchung d. biolog. Aktivität bestimmter Flavonoide  (Gelesen 1771 mal)

Oval 5

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Flavonoide

Um die 8000 davon waren 2006 bekannt, sagt Wikipedia
Sekundäre Pflanzenstoffe seien sie - und das wiederum sind Stoffe, die die Pflanze zwar
produziert, die aber - so Wikipedia - für die Pflanzen nicht lebensnotwendig seien...

Lassen wir das mal so stehen. Vorerst zumindest.

Über die biologische Aktivität von Flavonoiden und zur Ermittlung eines zellulären
Rezeptormoleküls von foamyviralen Vektoren
- äh was  icon_question.gif

hat Kathrin Plochmann 2011 ihre Doktorarbeit an der Uni Würzburg verfasst.

Ich muß gestehen, ich verstehe nicht viel auf Anhieb.
Und ich denke ich werde damit nicht alleine sein. Trotzdem scheint mir das worum es
geht wertvoll....
weil es wie ich das rauslese Anhaltspunkte gibt, die Wirkungen auch bezüglich Krebs
und Alzheimer vermuten lassen und dazu wird die Arbeit dann sehr detailliert.




Zitat von: Plochmanndiss.pdf
1 Einleitung und Zielsetzung
Flavonoide sind polyphenolische sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, welche aufgrund ihrer
umfangreichen gesundheitsfördernden biologischen Aktivitäten in den letzten Jahren
eine große Bedeutung erlangt haben. Unter anderem wurde eine anticancerogene und
neuroprotektive Wirkung dieser Verbindungen beobachtet. Die anticancerogenen
Effekte beruhen u.a. darauf, dass manche Flavonoide cytotoxische Aktivität gegenüber
Krebszellen zeigen. Da unkontrollierte Proliferation mutierter Zellen aufgrund fehlender
Apoptosemechanismen in engem Zusammenhang mit der Tumorentwicklung gesehen
wird, ist es ein Ziel der Krebsforschung, kontrollierte Apoptose bei entarteten Zellen
herbeizuführen (Hanahan et al. 2000). Um herauszufinden, welche Strukturelemente
für einen Flavonoid-induzierten Zelltod relevant sind, wurde im Rahmen der vorliegenden
Arbeit die cytotoxische Aktivität von 23 Flavonoiden an der T-Lymphoblasten Jurkat
E61-Zelllinie untersucht.........................

Zu kompliziert? (Dabei ist das schon ein lesbarer Absatz...) 
Dann überlasse man die Entscheidungen über die Behandlung des krebskranken Hundes
getrost dem Tierarzt. Und um das klar zu sagen - ich gehöre zu eben denen, die das
ggf. so handhaben.
Solche Arbeiten wie die hier verlinkte bringen mich schnell wieder auf den Boden der
Tatsachen - daß nämlich sich die Spezialisierung unserer Berufe nicht etwa aus 
Geltungssucht oder ähnlichen Motiven entwickelt hat, sondern schlicht Folge des
inzwischen unüberschaubar komplexen Wissens in den unterschiedlichen Bereichen
ist, dessen Erlernen so viel Zeit in Anspruch nimmt, daß wir uns auf einen bestimmten
Bereich beschränken müssen. 

Ich stelle diesen - für Mediziner und Biologen sicher interessanten Beitrag u.a. zur
aktuellen Krebs-Forschung - hier ein um zu verdeutlichen, wie spezialisiert das eigene
Wissen sein muß, wenn man mit einem kranken Tier am Tierarzt sparen möchte.

Un- oder unter-versorgte Tiere aufgrund mangelhafter populistischer Gesundheitsrat-
schläge sind eine vollendet unterschätzte Form Tieren Schaden zuzufügen. Der Halter,
im guten Glauben dem Tier einen Gefallen zu tun, erspart seinem Hund der viel beschwo-
renen Nebenwirkungen wegen, gerne Impfungen und Antibiotika-Kuren. Daß damit der
Erkrankung oft vorschub geleist wird entgeht uns normalen Hundehaltern leicht aufgrund
mangelnder Kenntnis der komplexen Zusammenhänge.

Wer mit Texten wie dem oben eingestellten ohne Nachschlagewerke etwas anzufangen
weiß mag was ich hier schreibe albern finden. Aber für alle anderen möchte ich hier im
Namen unserer uns auf Gedeih und Verderb ausgelieferten Haustiere einen Stab bechen
für den Gang zum Tierarzt, wenn das Tier Anzeichen einer Erkrankung zeigt.


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