EU-weit gilt ab sofort ein Einfuhr- und Verbreitungsverbot für Apfelschnecken

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EU-weit gilt ab sofort ein Einfuhr- und Verbreitungsverbot für Apfelschnecken

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Oval 5:
So, nun ist es auch in der EU so weit -
           Entseuchungsprogramm mit dem Vorschlaghammer.
                                            aufgrund der Ergebnisse einer EFSA-Studie

         


Wie genau die Schnecken in Spanien in die Natur gelangt sind diskutieren Aquarianer in den
entsprechenden Aquarien-Foren gerade.


--- Zitat von: mail von Dr. Stefan K. Hetz, VDA-Präsident ---Apfelschnecken der Gattung Pomacea sind,
--- Ende Zitat ---
- das soll man vielleicht wissen -
--- Zitat ---ursprünglich aus Südamerika stammend, weltweit verbreitete Arten,
die in einigen Ländern absichtlich zum Zweck der Ernährung und der
Freihaltung von Gewässern von Wasserpflanzen eingeführt wurden,
sich in einigen asiatischen Ländern aber mittlerweile zu einer Plage
entwickelt hatten (Hayes et al. 2008). Dazu gehört in Asien unter
anderem die Art Pomacea diffusa, deren Verbreitung man dort dem
Aquarienhandel zuschreibt.
--- Ende Zitat ---

Was man auch wissen soll: In Asien ist der Aquarienhandel etwas .. größer dimensioniert ..
als hier


--- Zitat von: eur-lex.europa.eu ---DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS DER KOMMISSION
vom 8. November 2012
hinsichtlich Maßnahmen zum Schutz vor der Einschleppung der Gattung Pomacea (Perry) in die EU
und ihrer Ausbreitung in der EU
(Bekanntgegeben unter Aktenzeichen C(2012) 7803)
(2012/697/EU)

.........
...zum Schutz der Gemeinschaft gegen die Einschleppung und Ausbreitung von Schadorganismen
der Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse ( 1 )...
........
HAT FOLGENDEN BESCHLUSS ERLASSEN:

Artikel 1
Verbote hinsichtlich der Gattung Pomacea (Perry)
Die Gattung Pomacea (Perry), nachstehend „der spezifizierte Organismus“, darf nicht in die Union eingeführt und nicht in der Union verbreitet werden.

Artikel 2
Einfuhr von Pflanzgut, ausgenommen Samen, das nur in Wasser oder in ständig mit Wasser gesättigter Erde wachsen kann
Pflanzgut, ausgenommen Samen, das nur in Wasser oder in ständig mit Wasser gesättigter Erde wachsen kann (nachstehend „die spezifizierten Pflanzen“), mit Ursprung in Drittländern darf nur dann in die Union eingeführt werden, wenn es den Anforderungen des Anhangs I Abschnitt 1 Nummer 1 genügt.
Die genannten Pflanzen werden bei der Einfuhr in die Union von der zuständigen amtlichen Stelle gemäß Anhang I Abschnitt 1 Nummer 2 einer Kontrolle unterzogen.

Artikel 3
Verbringung spezifizierter Pflanzen innerhalb der Union
Spezifizierte Pflanzen, die aus abgegrenzten Gebieten gemäß Artikel 5 stammen, dürfen nur dann innerhalb der Union verbracht werden, wenn
.................
--- Ende Zitat ---


Interessant, wenn man weiß wie Gebiete in Amerika aussehen, wenn sie "entseucht" werden
von einer ungewollten Spezies... Da wächst nichts mehr so schnell, werden Seen ausge-
baggert oder zugeschüttet. Man macht das dann gründlich. Sehr gründlich. Da bleibt nichts übrig.

In Australien werden Wildesel vom Flugzeug aus zum gleichen Zweck der "Entseuchung"
geschossen und dann vor Ort liegen gelassen. Mit den Kröten geht das nur nicht, deshalb
geht da dann gar nichts mehr. Auch nicht komisch!


Wie auch immer die Schnecken in Spanien in die Umwelt gelangt sind - Faunenferfälschung
ist spätestens dann eine Katastrophe, wenn der Mensch versucht seine Fehler wieder grade
zu biegen. Es wird sicher noch mehr Flächen treffen. Weil immer wieder glaubt ja einer, er
müsse die armen Tiere aus ihrem Behälter befreien und in "die Natur bringen wo sie
hingehören."
Wenn die Menschen nur endlich respektieren würden, daß die Welt groß ist.
Natur nicht gleich Natur...
Man nicht alles in jeder Form verteilen kann nach Lust und Laune. Auch und besonders nicht
wenn es um die gewerbliche Nutzung geht.


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