Wie viel Bewegung ist gut für den Welpen?

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Autor Thema: Wie viel Bewegung ist gut für den Welpen?  (Gelesen 1316 mal)

Oval 5

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Meine Antwort in einem anderen Forum mag hier einen Anfang machen zum Thema
(leicht modifiziert um zu klären, was sich dort aus dem Zusammenhang ergeben hatte).
Denn die Ratschläge sind manchmal schon etwas sehr allgemein gehalten und natürlich
bleibt dann der Welpe auf der Strecke, wenn er nicht genug Kontakt bekommt, weil sich
die Besitzer nicht vor die Türe trauen um ihrem Kleinchen nicht zu viel zuzumuten.


Man kann mit einem Welpen stundenlang draußen sein!
Nur eben nicht stramm gehen.


Eine 10 oder 20 Meter Leine (wenn kein Zaun zu haben wäre) an einem Baum befestigt,
eine Decke, eine Schüssel mit Wasser, ein gutes Buch und eine Thermoskanne Tee!

Dann läßt Du den Welpen nur frei, wenn er grad einen folgsamen Spielkameraden hat
und bevor der wieder weiter geht hängt ihr den Welpi wieder an.
Schleppleinen gibt es in einer Qualität und Länge, die auch ungefährlich ist.

So bekommt der Welpe
1.) eine Spielstunde mit Sozialisation im Freilauf
2.) genug Bewegung
3.) nicht zu viel Bewegung
4.) artgerechte geistige Auslastung
5.) einen genauso entspannten Besitzer.

Weil ein Welpe braucht natürlich Bewegung!
Der soll nur nicht lange Gewaltmärsche machen.
Die errechneten Minuten pro Lebens-Monat gelten für strammes Gehen an der 2m
Leine.

Sowas braucht der Welpe überhaupt nur, um zu lernen wie er sich verhalten SOLL. Vom
Hund aus ist das überflüssig - für uns Menschen leider unerläßlich um von A nach B zu
kommen in einer bestimmten Zeit.
Folglich muß der Hund das lernen.

Das hat aber mit den Bedürfnissen des Junghundes nichts zu tun.
Die kann der vornehmlich im Freilauf befriedigen.
Wenn er da Tendenzen zeigt abzuhauen, dann läßt man ihn eben nur so lange frei, wie
man z.B. einen folgsamen Spielpartner da hat, der zurück kommt, wenn man ihn ruft -
da kommen die Kleinchen dann schon auch her...


Mit etwas Leckerli kann man das Anleinen so kaschieren, daß er Herkommen positiv
lernt, nicht negativ (LANGE Leine, die man auch locker rumliegen läßt ist in dem Moment
von Vorteil, weil der Welpi erstmal gar nicht merkt, daß er wieder angeleint ist, Leckerli
frißt, wieder spielt und da ist dann halt irgendwann der 10 Meter Abstand wieder "abge-
sichert".
Weil das aber so viel später ist als das Anhängen selber, kapiert das Kleinchen den
Zusammenhang nicht und lernt also auch nicht, daß Anleinen unangenehm wäre...)

Mit zunehmendem Alter bewegt man sich sinnvollerweise selber mehr - damit der Welpe
immer aufpassen muß, einen nicht zu verlieren.
Am Anfang geht man eben langsamer und weniger weit. Wie weit, wie schnell, wie
anspruchsvoll das im einzelnen gestaltet wird hängt nicht nur an Lebensmonaten
sondern ganz wesentlich auch vom Charakter des Tieres ab.

Rasse.. ja - hat ein Hund vielleicht auch. Tut aber diesbezüglich nichts zur Sache.
 


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