Wieso ausgerechnet einen Lurcher aus dem Tierschutz?

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Autor Thema: Wieso ausgerechnet einen Lurcher aus dem Tierschutz?  (Gelesen 5730 mal)

Oval 5

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Why adopt A Rescue Lurcher? - unter diesem Titel findet man ber der Rescue-
Organisation Lurcher SOS Sighthound Rescue eine kurze aber prägnante Zusam-
menfassung, was den Lurcher ausmacht, wie er entstanden ist und wieso er als
Familienhund so gut zu haben ist. Das hab ich ins Deutsche übersetzt weil die
Lurcher, die einen Platz als Haustier auch auf dem Kontinent suchen in letzter Zeit
deutlich angestiegen ist. Da schadet es nicht ein bisschen zu wissen was einen
erwarten würde.
 

Wieso ausgerechnet einen Lurcher aus dem Tierschutz?

Der Ursprung des Lurcher

Die Entstehung des Lurchers als "Typ" Hund reicht zurück in die Zeit als es dem
Adel vorbehalten war reinrassige Windhunde wie den Greyhound, Saluki, Deerhound,
Whippet oder Wolfhound zu halten. Die Strafe für einen Bürgerlichen einen solchen
Hund zu Halten war der Tod. Somit wurde der Lurcher geboren um die Bürger und
Wilderer mit einem schnellen und leistungsfähigem Jagdgehilfen nach ihren Bedürfnis-
sen zu versorgen. Ein Lurcher ist nicht eine Hunderasse, sondern ein Jagd-Hund
Schlag der entsteht, wenn man einen Windhund mit einem Hund einer anderen
Arbeits-Hunderasse wie dem Collie oder Terrier kreuzt.


Lurcher heute als Familienhunde

Lurcher sind in der letzten Zeit als Familienhunde sehr beliebt geworden - eine gute
Nachricht für uns alle in der Lurcher-Vermittlung. Ihre Beliebtheit entsteht aus
mehrerlei Gründen ...
 
* Lurcher gibt es in vielen Größen vom kleinen Whippet bis zum großen Deerhound
und allem dazwischen. Es gibt sie mit ganz unterschiedlichen Fell und einer großen
Bandbreite an Farben. So daß es für jeden Lebensstil den richtigen gibt.
 
* Lurcher sind sehr menschenfreundlich und gut im Umgang mit Kindern.
* Lurcher sind sanft und zutraulich, ruhig, sensibel und in der Regel folgsam.

* Lurcher brauchen nicht besonders viel Bewegung - zwei mal eine 3/4tel Stunde
sind für die meisten ein gutes Maß - auch wenn sie durchaus länger unterwegs
sind, wenn Sie es schaffen und ihnen ermöglichen. (Greyhounds kommen mit 2 mal
20 Minuten täglich zurecht) 
 
* Sie lieben es zu Hause einfach irgendwo herumzuliegen, am liebsten weich!

Übersetzung Oval@greyts.eu
 


Anm zur Übersetzung :
1.) Die 2 x 20 Minuten für den Greyhound halte ich nach wie vor nur für Menschen
mit eigenem Garten in dem der Hund den Tag über stöbern kann für erträglich. Ein
in der Wohnung gehaltener Greyhound brauch auch etwa 1 1/2 bis 2 Stunden
Bewegung an der frischen Luft. Besonders aktiv braucht der Spaziergang aber für
die meisten nicht zu sein. Solche Angaben muß man ein wenig vor dem
Hintergrund der sonst üblichen Verhältnisse sehen...

2.) wie gut ein Hund mit Kindern/Menschen allgemein ist kommt auch beim Lurcher
selbstverständlich neben der genetischen Grundlage auch auf die Erfahrungen an,
die der Hund bisher gemacht hat.


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KimC

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Re: Wieso ausgerechnet einen Lurcher aus dem Tierschutz?
« Antwort #1 am: 21.11. 2012, 18h41 »


Anm zur Übersetzung :
1.) Die 2 x 20 Minuten für den Greyhound halte ich nach wie vor nur für Menschen
mit eigenem Garten in dem der Hund den Tag über stöbern kann für erträglich. Ein
in der Wohnung gehaltener Greyhound brauch auch etwa 1 1/2 bis 2 Stunden
Bewegung an der frischen Luft. Besonders aktiv braucht der Spaziergang aber für
die meisten nicht zu sein. Solche Angaben muß man ein wenig vor dem
Hintergrund der sonst üblichen Verhältnisse sehen...


Beim Lurcher wurde oft zB collie, border collie oder sogar bedlington terrier eingekreutzt, oder aber auch andere Rassen. Diese brauchen oft mehr Aktivierung als ein Windhund, weshalb ich denke das mann beim Lurcher mit mehr Aktivierungsaufwand rechnen muss als bei ein Greyhound.
Im Deerhoundforum gab es jedenfalls entsprechende Erfarungen - wobei Deerhounds vielleicht auch fauler als die meisten andere Windhunderassen sind? 

 
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Joker

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Re: Wieso ausgerechnet einen Lurcher aus dem Tierschutz?
« Antwort #2 am: 21.05. 2014, 11h58 »

Für einen "Lurcher" hatte ich mich mal interessiert und habe losgegoogelt. Dabei bin ich für mich zu dem Ergebnis gekommen, dass diese Hunde echte Überraschungspakete sein können. Je nachdem, was für eine Kreuzung man hat und was sich im Verhalten niedergeschlagen hat. So einen Hund würde ich selbst nie blind übernehmen, sondern würde ihn immer vorher kennenlernen wollen und auch mal im Freilauf sehen wollen.

Obwohl, Whippet/ Welsh Terrier, das wäre doch mal eine Aufgabe  icon_mrgreen.gif.

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Syrah

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Re: Wieso ausgerechnet einen Lurcher aus dem Tierschutz?
« Antwort #3 am: 21.05. 2014, 12h07 »

ich find die lurcher oft wunderschön...ich mag einige der "gängigen" kreuzungen da auch sehr.  flirty.gif
überraschungspakete, ja..oft! aber da ich früher nur überraschungspakete bekommen hab, die keiner wollte.. wink.gif
die, die ich bisher kennenlernen durfte, waren mit der beschreibung ganz gut getroffen..menschenfreundlich, sanft, folgsam...aber nicht wenig bewegungsintensiv. (das waren aber bisher nur greyhound x bull, greyhound x collie und greyhound x saluki)

besonders zu bemerken: alle waren robuste "allrounder", die für sport und spiel, arbeit überhaupt, sehr zu haben waren
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Maus

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Re: Wieso ausgerechnet einen Lurcher aus dem Tierschutz?
« Antwort #4 am: 16.11. 2014, 09h29 »

Ich schau mir die auch immer an, auch bevor ich mich für Ally entschieden hab. Ich hab mir damals überlegt, dass wenn ich so ein "Überraschungspaket" bekäme (was zwar jeder Hund letztlich ist- eigentlich), ich doch auch damit rechnen müsste, dass sich von beiden Rassen (falls auch wirklich nur 2 Rassen) der schwierigere Teil zeigen würde. ZB wenn zum Jagdverhalten eines Greys die Ausdauer (körperlich und geistig) und/oder Mut etc. eines Hütehundes oder Terriers dazu kommt, dann stelle ich mir das recht schwierig vor. Man kann ja nicht davon ausgehen, dass der Jagdtrieb durch die Mischung gemildert wird- im Gegenteil kann es andersherum passieren. Auch die latente Faulheit und Ruhe (Energiesparmodus) die viele Greys haben müsste da zumindest gemildert sein.
Ich verstehe also nicht ganz warum die Lurcher Familientauglicher sein sollen als reine Windhunde undecided.gif

Ausserdem frag ich mich wo denn die ganzen Collies sind die da in den Lurchers vorkommen- überhaupt die Elterntiere. Dass das "Unfälle" sind glaub ich nicht. Wird doch absichtlich "gezüchtet"- oder vermehrt (zum Verkauf), für einen knuffigen, praktischen Welpen, den man breit verkaufen kann, mit dem man vermeintlich alles machen kann (der beliebte "Windhundsport" auf dem Hinterhof oder Schafswiese, billig, unkontrolliert) aber auch für Haus und Hof und Jedermann. Oder nicht?
Und wie praktisch, die die man nicht los kriegt kann man ins Tierheim geben, Inserieren und auch ins Ausland vermitteln (sind ja schön (Windhund) und Normal (andere Rasse).
Wenn man genau so einen Hund will, ok, aber ich bin da skeptisch geworden. Was genau ist daran Tierschutz- resp. der Unterschied zu Vermittlungs- und Zuchterhaltungshilfe?
Klar, die Frage stellt sich immer, es scheint mir da aber einen Unterschied zu geben zwischen den für die Rennbahn gezüchteten Greys die mit einem Ziel gezüchtet (und trainiert) werden dem dann nicht jeder und schon gar nicht bis ans Lebensende gerecht werden kann und den Lurchers, die vielleicht einfach von Anfang an ein gutes "Nebengeschäft" sein sollen?
Aber ich weiss es nicht, vielleicht bin ich auch ZU kritisch geworden.
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