Wie man einen verbissenen Hund trennt von seinem Opfer

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Autor Thema: Wie man einen verbissenen Hund trennt von seinem Opfer  (Gelesen 4896 mal)

Oval 5

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Wer einen Hund hat, hat auch Kontakt zu anderen Hunden.
Das bedeutet, daß man selbst wenn man einen ausgesprochen friedfertigen Vertreter seiner Art selber hat
letztendlich immer auch in der Lage sein sollte ggf. mit dem Gegenteil zurecht zu kommen. Das Leben hält
manche Überraschung für uns bereit. Viele sind schön, manche nicht so und dann gibt es noch die, auf die wir
liebend gerne verzichten würden. Zu letzteren gehört - zumindest was mich betrifft - der Angriff eines Hundes.

Gestern habe ich im Netz ein Video aufgetan, in dem erklärt wird
wie man einen verbissenen Hund vom Opfer löst
ohne selber zum Opfer zu werden
und
ohne das Opfer mehr als nötig zu gefährden.

Das soll hier mit rein - denn nur wer weiß was zu tun ist und wie , kann im Fall des Falles schnell genug und
richtig reagieren und so nicht nur das Leben des Opfers sondern eventuell auch das des Angreifers
entscheidend beeinflussen. 

http://www.youtube.com/watch?NR=1&v=

&feature=fvwp

Für die die es mit dem Englischen nicht so haben:

Von hinten über den angreifenden Hund
Den mit den Knien fixieren
mit beiden Händen ins Halsband langen und
dem Hund durch drehen des Halsbandes die Luft nehmen bis er los läßt.
Nicht ziehen! bevor der Hund das Maul richtig geöffnet hat, um das Opfer nicht zu beschädigen.

Hat der Hund kein Halsband einen Gürtel, eine möglichst breite Leine... um den Hals schlingen dann weiter wie
oben.
Der Hund lockert den Griff auch wenn man mit einer Hand von unten den Kehlkopf drückt bis er schluckt.


Soweit die Essenz des gesprochenen Textes.
Wie das praktisch aussieht bitte, bitte dem Video entnehmen (Keine Sorge, da fließt kein Blut... ).
Das ist eines der nützlichsten Videos das ich im Netz bis dato gefunden habe.


Und hoffen wir, daß es so schnell keiner braucht.   smiley.gif


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Joker

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Re: Wie man einen verbissenen Hund trennt von seinem Opfer
« Antwort #1 am: 02.02. 2015, 16h27 »

Sehr interessantes Video. Funktioniert vielleicht in der Realität bei einem großen Hund. Bei einem kleineren Terrier funktioniert es nicht. Zumindest ich habe nicht so viel Kraft. Vielleicht sollte ich Bodybuilding machen. Meiner Erfahrung nach hilft nur eins: Die Situation gänzlich vermeiden, immer defensiv laufen und die anderen beobachten, dem eigenen Hund immer Schutz signalisieren, so dass er zu mir läuft und nicht von mir weg. Zudem müssen mindestens 2 Leute gleichzeitig 2 Hunde würgen, wenn sich die Tiere in einander verbissen haben. Andere Leute müssen andere Hunde abdrängen, die mitzumischen drohen (das wird sehr gern übersehen. Die Leute stehen sensationslüstern rum und starren und achten nicht auf ihre Hunde, die auch anfangen zu beißen.)

Es ist eine sehr scheußliche Situation mit furchtbar viel Adrenalin und Anstrengung. Alle Beteiligten müssen im entscheidenden Moment zupacken können und wollen und vor allen Dingen: Einmal zugepackt, darf keiner, wirklich keiner, wieder loslassen. Sonst droht ein Massaker. Ich habe genug Männer und Frauen , die vorher große Töne gespuckt haben, voller Schreck stocksteif dastehen sehen, unfähig sich zu rühren, weil sie von der Gewalttätigkeit, dem Lärm, dem Geschrei der Hunde schockiert waren. Jeder weiß, dass Hunde "wilde Tiere" sein können, wenn aber Herrchen oder Frauchen sehen, wie sich ihr eigener Hund in ein Monster verwandelt, dann sind sie schockiert und reagieren gelähmt.

Bei mir ist es so, dass ich jedes Mal nach einem solchen Zupacken, das letzte Mal ist schon einige Jahre her, nach einem Schnaps ächze, mein Kreislauf sackt ab, ich fange an zu zittern, obwohl ich in der Situation selbst ganz ruhig und entschlossen war, bin furchtbar erschöpft und mir tut jeder Muskel weh. Um meinen Hund kann ich mich nicht sofort kümmern, nur anleinen und ins Gras plumpsen, Kopf zwischen die Beine und tief durchatmen. Nicht vergessen, das Auto steht immer nicht da, wo die Beisserei war, vielmehr muss man es erstmal bis zum Auto schaffen, eventuell mit einem mehr oder minder verletzten Hund im Arm.

Joker
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