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greyTs livingroom


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Zusammenfassung

Autor: bleu
« am: 12.12. 2012, 18h35 »

Ich sehe das im Großen und Ganzen ähnlich wie Oval5, allerdings lege ich mich nicht auf die Schulmedizin fest was die Diagnostik anbelangt - das kommt immer auf das Problem an, aktuell hatte ich vor Kurzem einen Hund mit Lahmheit den ich beim Schulmediziner vorstellte.Dieser konnte trotz Untersuchung nicht  herausfinden warum der Hund lahmt, also auf Verdacht erstmal Schmerzmittel.Diese halfen nicht.Jetzt bliebe noch Röntgen und alles mögliche TRARA.In diesem Fall wäre das teuer und überflüssig gewesen. Mein Tierheilpraktiker hat gleich festgestellt dass die Lahmheit vom Hals kam - ich kann es nicht genau wiedergeben, es war etwas mit einem eingeklemmten oder verschobenen Nerv - auf jeden Fall renkte sie ihn wieder ein, gab Globulis mit und damit war Ruhe.Kein Lahmen - keine heftigen Schmerzmedis, die nicht helfen und auf Dauer die Organe belasten.
Allerdings würde ich in akuten und lebensbedrohlichen Fällen auch immer zuerst die Diagnostik beim Schulmediziner machen.Vieles kann man durch die technischen Möglichkeiten einer Klinik einfach besser erfassen. Da ich persönlich aber bei kleineren Problemen auch nicht ohne triftigen,für mich nachvollziebaren Grund sofort Antibiotika und ähnliches schlucke, halte ich auch bei meinen Tieren nichts davon, wenn es auch anders geht.

Aber wie gesagt, jeder macht andere Erfahrungen und jeder muss für sich und seine Tiere die er liebt das tun was er/sie als das Richtige und Sinnvollste empfindet.

Liebe Grüße
Autor: Oval 5
« am: 03.12. 2012, 23h28 »

Naja, schon das Blutbild ist Schulmedizin ...


Ich kann für mich keinen Sinn darin erkennen, mich prophylaktisch gegen irgend eine
medizinische Richtung zu wenden. Je größer das Spektrum desto wahrscheinlicher, daß
sich ggf. auch die Lösung meiner Probleme irgendwo finden läßt.
 
Wobei ich selber auch schon mit ganz viel unterschiedlichen Richtungen bereits mit der Frage
nach einer brauchbaren Diagnose gescheitert bin im Leben. Seitdem sehe ich Medizin zum
Teil als Wissen und zum anderen Teil puren Zufall. Zufall, einen guten Mediziner zu finden
in dem Moment, wenn ich ihn brauche. Zufall, wenn die Diagnose stimmt... Es gibt nie die
Garantie, daß einen die Behandlung gesund gemacht hat - edit: oder gesund machen wird.
Manchmal wäre man ohne genauso gesund geworden, nur weil man behandelt hat/wurde
glaubt man felsenfest daran, es lag an der Behandlung. Und auch das ist unabhängig vom
medizinischen Barhandlungsansatz. Für mich ist der beste Ansatz in medizinischer Hinsicht
die eigenen Grenzen rechtzeitig zu erkennen und sich auch daran zu halten. D.h. sich nicht
ständig zu überfordern. Damit reduziert sich wenigstens das Risiko, sich zu infizieren.
Einer Diagnose ohne Schulmedizin stehe ich persönlich extrem skeptisch gegenüber -
einfach weil manches wenn man es zu spät oder gar nicht erkennt mangels schulischem
Wissen eine Behandlung verschleppt oder die ganz unter den Tisch fällt. Und dann hilft gar
kein Ansatz weiter, wenn man nicht weiß, was ist. Da liegt für mich in der Ablehnung
unserer Ärzte die größte Problematik. Jeder meint, seine Beschwerden doch selbst am
besten einschätzen zu können. Das ist aber schlicht nur dann richtig, wenn man tatsächlich
praktisch selber das Wissen eines ausgebildeten Arztes hat. Weil schon bei der Psittacose/
Ornitose sehen die Symptome aus wie die einer Grippe. Die Behandlung könnte aber ganz
anders sein müssen. Und dann verschleppt man ggf. vor lauter Abneigung gegen eine Form
der Medizin etwas, was einen das Leben kosten kann. Das ist es doch alles nicht wert!     


Welchen Behandlungsansatz man nach einer fundierten Diagnose einschlägt kann man im
Anschluß doch völlig frei entscheiden. In meiner Vorstellung ist deshalb der Weg zum Tierarzt
immer der erste mit einem kranken Tier. Ist die Diagnose gestellt, entscheidet man welche
Behandlung nun folgen soll.
Läßt einer bei sich selber die schulmedizinische Diagnose weg und behandelt/läßt behandeln
nach einem wie auch immer geartetem "alternativen" Behandlungsschema, ist das sein Problem.
Da bin ich pragmatisch. Ist mir ehrlich egal - geht es gut - fein; geht es nicht gut ist es mir auch
egal. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Und wer sich auf etwas reduzieren möchte, der
tut das.
Problematisch wird es in dem Augenblick, wo es um Schutzbefohlene geht, die nicht wieder-
sprechen können. Und da muß ich sagen gibt es für mich zumindest für die Diagnose keinen
Weg an der Schulmedizin vorbei. Einfach weil es vermessen ist, in Belangen der Gesundheit auf
fachlich fundiertes Wissen zu verzichten. Sonst könnten wir jeglichen Tierschutz gleich vergessen.


Autor: bleu
« am: 02.12. 2012, 15h59 »

Ja genau, Tiere können uns ja leider oft nur vage mitteilen wenn ihnen etwas fehlt.
Der Fall den ich gemeint habe bei meinem Hund war aber so deutlich (da alle Symptome verschwunden waren,Blutbild ok) dass ich mit gutem Gewissen sagen kann dass "es geholfen hat".
Wenn jemand schlechte Erfahrungen macht egal welcher Art prägen diese einen natürlich,und selbstverständlich kann jeder so damit umgehen wie er möchte! ich muß mich auch immer wieder zusammenreißen um möglichst vorurteilsfrei einen Schulmediziner zu konsultieren egal ob für Tier oder Mensch, aber es wäre nicht gerecht alle über einen Kamm zu scheren nur weil einige mangelnd ausgebildet sind und sich überschätzen. Das das verheerende Folgen für den Patienten haben kann ist uns allen bewusst und nicht zu entschuldigen. Zum Glück gibt es aber auch andere die fachlich versiert sind und denen wirklich etwas an ihren Patienten,Tiere oder Menschen liegt...auch wenn sie manchmal schwer zu finden sind:-)
Autor: Oval 5
« am: 29.11. 2012, 18h30 »

Schön von Dir zu hören :-)

Ich sehe das ganz ähnlich wie Du - man muß die Augen nicht verschließen.
Was man bei Tieren allerdings bedenken muß ist, daß sie auch ganz gut still
vor sich hin leiden können zum Teil. Und dann ist es natürlich fatal, wenn man
glaubt daß etwas hilft, es aber nicht wirklich geholfen hat.
Menschen richtig zu behandeln ist viel einfacher - weil wir uns mir dem Arzt
besser verständigen können.

Aber natürlich haben beide Ansätze ihre Berechtigung.
Ari mas hat da einfach viel eigene auch schlechte Erfahrungen gemacht - das
verändert naturgemäß die Sichtweise. Und auch das steht einem zu.  :-) 
Autor: bleu
« am: 29.11. 2012, 18h16 »

Hallo,
vielleicht ist das nicht das Beste Thema als ersten Beitrag in diesem Forum , aber mich hat das so gefesselt dass ich auch gerne etwas dazu sagen möchte:
ich denke es gibt bei der Schulmedizin wie auch bei den alternativen Heilmethoden Erfolge wie auch Misserfolge.
Ich persönlich habe viele gute Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden(Homöopathie,Phytotherapie,Osteopathie)machen können - bei mir wie bei meinen Hunden.Als die Schulmedizin nicht mehr weiter wusste, wurde meinem Hund geholfen - (ja, es hat geholfen - der Hund ist dadurch beschwerdefrei, und Hunde können "nicht dran glauben" also ist es kein Placebo-Effect )
Auch die Schulmedizin hat mir und meinen Tieren oft geholfen,gerade auch in der Diagnostik,Operationen oder bei akuten Zuständen.
Meiner Meinung nach haben beide Formen  ihre Daseins-Berechtigung und ich finde es sehr sehr schade dass manche anscheinend so engstirnig und ängstlich sind dass sie sich nicht darauf einlassen können MITeinander statt GEGENeinander zu arbeiten.Ich habe das Glück inzwischen eine Tierärztin gefunden zu haben die weiß dass ich meine Hunde auch von einer Tierheilpraktikerin behandeln lasse, die darüber NICHT verärgert (verletzter Stolz?Angst?)reagiert (worüber man meiner Erfahrung nach schon dankbar sein darf!)und die von sich aus mich auch immer wieder ermuntert dieses oder jenes Ergebnis auch meiner Tierheilpraktikerin mitzuteilen damit diese da noch einmal überlegen kann - und andererseits habe ich eine gute Tierheilpraktikerin gefunden, die mich auch zu meiner Tierärztin(Schulmedizin) schickt wenn andere Dinge abzuklären sind oder eine andere Behandlung nötig ist, die sie nicht leisten kann. Ich sags Euch - das ist wunderbar!
Aber natürlich kann jeder das tun was er für richtig hält, was ihm entspricht - aber es schadet nicht auch mal ein bisschen nach rechts und links zu schauen - letztendlich ist doch das Ergebnis das was zählt,oder?!
In diesem Sinne - liebe Grüße,

bleu
Autor: Oval 5
« am: 12.09. 2012, 16h09 »

Ja, klar.
Ich meine ich gebe schon zu, daß ich den Gesundheitssektor nicht auf wissenschaftlichen
Erkenntnissen beurteilen kann - einfach weil ich eben kein Mediziner bin und ganz ehrlich -
ich will es auch nie werden.

Ich hab in der Familie genug Ärzte um ganz sicher zu wissen, daß ich kein Interesse habe,
diesem Berufsstand beizutreten - schon weil mir die Tatsache, daß dann ständig Krankheiten
den Mittelpunkt des Denkens einnehmen schlicht unangenehm ist.
Ich mag gesunde Hunde.
Sind die das nicht, geh ich zum Tierarzt. Damit das nicht oft nötig ist, versuche ich auf dem
Gebiet der Hundehaltung so viel dazu zu lernen wie möglich. Meiner bescheidenen Meinung
nach ist das kein schlechter Ansatz, wenn man gerne gesunde Tiere haben möchte. Dann
brauch ich mich mit den diversen medizinischen Richtungen (oder auch Pseudo-medizinischen)
nicht halb so viel auseinander zu setzen und kann statt dessen z.B. Themen wie Zucht, Ver-
erbung, Leistungsfähigkeit Edit: ,Tierschutz und die Grenzen selbiger in meinen Fokus rücken.

Schließlich besteht Hundehaltung (jedenfalls so wie ich mir das vorstelle) nicht in erster Linie
aus dem Hätscheln erkrankter Tiere, sondern aus dem Umgang und gemeinsamen Leben
mit einer anderen Spezies.
Machen wir das gut, ist dieses Zusammenleben für beide Seiten ein Gewinn.     

Das heißt ja aber nicht, daß ich deswegen eine Behandlung durch einen ausgebildeten Arzt
ablehnen müßte - ganz im Gegenteil  :-)

Wenn ich etwas für meinen Teil sicher weiß, dann daß ich den Kenntnisstand der aus einem
konzentriert absolvierten Medizinstudium entsteht weder erreichen will noch könnte.
Insofern bilde ich mir einfach nicht ein, ich könnte da eine wirklich qualifizierte Beurteilung ab-
geben.

Ich hab ja hier keine Seite gemacht, die sich in erster Linie mit medizinischen Therapieformen
beschäftigt. Das könnte ich nicht und wüßte auch nicht wofür ich das tun sollte. Du zitierst
hier Texte von Menschen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Das ist doch gut so!
Die verstehen mehr davon und haben deshalb ja auch eine Plattform installiert um entsprech-
ende Gedanken in der Öffentlichkeit zu diskutieren und die Gefahren aufzuzeigen.
   
Für mich schade, wenn Du hier außer diesem Themenbereich nichts finden kannst, was man
diskutieren könnte.
Aber wahrscheinlich hat das Thema Renn-Greyhound in Deinem Leben eben weniger starken
Einfluß, als das Thema der medizinischen Glaubensrichtungen. 


Autor: Ari mas
« am: 12.09. 2012, 13h12 »

Nachtrag....

....zum Thema: Silber - doch kein gut verträglicher Bakterienkiller.
Das überschätzte Edelmetall: http://www.uni-due.de/cenide/news_one.php?id=698

Für mich gehören zu den Erfindungen *alternativer Heilmethoden u.a. diese hier: Homöopathie, Bachblüten, Bioresonanz, Geistheilen, Lichtfasten, Anwendungen von kolloidalem Silber und Zappern. Auch die Urkost nach Franz Konz und die Holopathie gehören dazu.

Diese sind LÄNGSTENS als nicht wirksam bewiesen.

Heilungen parallel *dazu entstehen durch den Placeboeffekt de.wikipedia.org/wiki/Placebo , oder haben überhaupt nichts *damit zu tun. Ich muss mich nicht wiederholen, ist oben alles beschrieben.

Ansonsten kann ich mit Aussagen wie, "Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde....", nichts anfangen, das ist keine Argumentation.
Sorry.


Das Problem an medizinischer Aufklärung ist die Tatsache, dass Sie weder gespritzt, geimpft oder auf anderem Wege ohne Willen des Patienten in das menschliche Gehirn injiziert werden kann. Aufklärung folgt einem Interesse am Thema, gesundem Skeptizismus oder unstillbarem Wissensdurst - niemals aber nach Desinteresse und Leichtgläubigkeit.

Leider neigen die meisten Menschen Erklärungen für ein Phänomen zu präferieren, die nach ihrem eigenen Kenntnisstand am Nachvollziehbarsten erscheinen. Bei diesem Kampf hat die Wissenschaft bei durchschnittlich gebildeten Menschen leider schlechtere Karten, als vermeintlich vertrauensvolle Scharlatane und unverbesserliche Anhänger der Alternativmedizin, die mit einfachen Erklärungen auflauern. Die Letzteren erklären Phänomene schnell, effektiv und ohne Ungeklärtheiten, während die Anderen mit wissenschaftlichem Nichtwissen, komplizierten Formeln und komplexen Studien zu kämpfen haben.

Es ist wahnsinnig einfach eine Großmutter davon zu überzeugen, dass ihr Körper von Energiefeldern umgeben ist die ihr Befinden steuern. Falls sie dann erst mal eine Energietherapie hinter sich hat, die auf Grund des Placeboeffektes auch anschlägt, ist es ungemein (gefühlt: Faktor 10.000.000.000) schwerer sie davon zu überzeugen, dass sie die wunderbare Welt des Placebos entdeckt hat. Sollte die Nachbarin derselben Pseudotherapie erlegen sein und weiß Ähnliches zu berichten hat man verloren.

Die Differenzierung zwischen evidenzbasierter Medizin und Alternativmedizin stellt durchschnittlich informierte Menschen in der heutigen Zeit vor eine unwahrscheinliche Herausforderung.
Zum Einen muss ich mich mit Evidenzen auseinandersetzen und zum Anderen einsehen, dass es keine Alternative gibt.
Vom alternativmedizinischen Virus Nicht-Infizierte Menschen sind relativ einfach zu überzeugen - Infizierte dagegen sind bereits mit dem Placeboeffekt in Berührung gekommen und lassen sich nur sehr schwer davon überzeugen, dass sie einer Täuschung ihres eigenen Körpers erliegen und ihre Erfahrungen nicht viel einfacher zu verstehenden pseudowissenschaftlichen Erklärungen zu Grunde liegen.

Daher beende ich diese Diskussion von meiner Seite aus und wünsche weiterhin viel Spass hier!
 greyTs_kiss.gif
Autor: heiwak
« am: 06.09. 2012, 21h34 »

Da bin ich voll und ganz deiner Meinung Oval5, die Wissenschaft versucht schon seit Urgedenken wegzureden was sie nicht erklären kann - an diesem ideologischem Denken hat sich nichts geändert, noch immer sind die einzelnen Fakultäten mit Tunnelblick unterwegs. 

Damit verwehrt sich die Forschung die Möglichkeit auf vielleicht überraschende neue Erkenntnisse.

Letztendlich musste die Menschheit auch einsehen das die Erde rund ist, und nicht die Sonne um die Erde kreist sondern umgekehrt. wink.gif
Autor: Oval 5
« am: 06.09. 2012, 17h29 »

Na vielleicht können wir uns für hier mal drauf einigen für den Anfang, daß es nicht
nur Allopathie und Homöopathie gibt?  icon_question.gif

Daß unter das was unter - wie wolltest Du das genannt haben? nachgewiesene
Medizin? - fällt
so manches nicht fällt, was eben noch nicht nachgewiesen ist?

Es gibt immer bestehende Wege und neue. Das ist die Veränderung die Leben
bedeutet.
Welche der neuen Wege sich bewahrheiten werden, welche sich langfristig als
Scharlatanerie erweisen werden, kann man leider erst in der Rücksicht wissen.
Genauso wie man nur langfristig wird sehen können, welche der momentan als
bewiesen betrachteten Verfahren irgendwann Nebenwirkungen offenbaren können,
die sie in neuem Licht erscheinen lassen.
Daß man für die Beurteilung immer möglichst viele verschiedene Quellen braucht
ist auf jeden Fall richtig. Und auch, daß man immer wieder hinterfragen soll und
muß.

Ari Mas, ich schätze ja Deine Streitbarkeit - ich hoffe das weißt Du - trotzdem fehlt
mir die Überzeugung für Wahr und Falsch, die Du als Grundlage Deiner Argumente
nutzt leider.
Hab das alles hinter mir..  icon_mrgreen.gif

... hat sich halt als unwahr erwiesen ...  wink.gif
 

 
Autor: Ari mas
« am: 06.09. 2012, 12h20 »

Willst du mir unterstellen jemanden ein Mittelchen zu empfehlen oder gar aufzudrängen? Nicht umsonst bin ich der Meinung, dass der Mensch mündiger denken sollte!
Ich suche mir meinen eigenen Weg um das bestmöglichste Heilmittel für den jeweiligen Fall zu finden - in diesem Falle war es, nachdem herkömmliche Medikamente absolut nicht angesprochen haben, eben das kolloidale Silber! Genauso erwarte ich es auch von meinen Mitmenschen und kann auch ohne Probleme eine andere Meinung akzepieren.

Dazu habe ich weiter oben […Welche Faktoren sind an der Wirksamkeit einer Therapie beteiligt?...] bereits ausführlich Stellung bezogen ...,

aber zu: “Aber mir hat’s geholfen”, möchte ich gern nachfolgenden Artikel empfehlen, welcher völlig meine Meinung (nur viel schöner) wiedergibt:

Wenn, ja wenn man einen, der die so genannten alternativen Heilmethoden verteidigt, einmal dahin gebracht hat, einzugestehen, dass nichts dran und nichts drin ist, und er sich nicht weiter zu helfen weiß, dann zieht er oft diese Reißleine: “Aber zumindest schadet es nichts, oder?” – - – ganz abgesehen von der Ironie, die darin liegt, dass der ganze Popanz, der eben noch in kosmischen Großartigkeiten und weltenstürzenden Paradigmenwechseln aufstolziert ist, jetzt zu einer Banalität zusammenfällt – schadet es wirklich nichts?

Wenn jemand sein eigenes Geld für leere Versprechungen auf den Kopf hauen will, dann mag man das mit ein bisschen Hohn hinnehmen. Wenn jemand anfängt, seine armen Mitversicherten für die eigenen Hirngespinste zahlen zu lassen, wird es schon ernster. Hoffen wir, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen bei ihrer harten Haltung gegenüber der Anti-Science-Crowd bleiben (<- bezieht sich leider nicht auf Deutschland). Aber um diese indirekten Schäden soll es hier nicht gehen. Es soll auch nicht um die spirituellen Schäden gehen, von deren Tragweite die Esos sich keinen Begriff machen oder auf die sie, wenn sie einmal sehen, welches Unheil sie mit ihrer Predigt der Unvernunft anrichten, sogar noch stolz sind, die Elenden. Nein, wir wollen sehen, was geschieht, wenn eine Krankheit nicht behandelt wird.

“Nichts schadet nichts?” – Wer Euch mit diesem Bullshit das nächste Mal ankommt, dem haut Ihr diese Seite http://whatstheharm.net/index.html um die Ohren. Da wird ganz kühl Protokoll geführt, was den armen Leuten geschieht, die den falschen Versprechungen der “sanften Alternative” Glauben geschenkt haben.

Was zum Beispiel Jaqueline Alderslade passiert ist: Ihr Homöopath riet ihr die Asthmamedikamente aufzugeben; sie erstickte.
 
Oder Isabella Denley, deren Epilepsie sich ein Homöopath, ein Iridologe usw. annahmen. Sie starb mit dreizehn Monaten.

Sarah Parkinson starb an Brustkrebs, den sie mit Homöopathie, Akupunktur und Geistheilung bekämpfen zu können glaubte.

Oder Dominik Feld, der mit neun Jahren an Krebs starb, umgebracht von diesem Ungeheuer http://www.psiram.com/ge/index.php/Matthias_Rath.

Und so weiter, listenweise, für jede sanfte Alternative.

Was ist also das sanfte Nichts, das heute von allen Dächern gepredigt wird?
Bei Schnupfen und Unwohlsein – NICHTS.
Bei schweren Krankheiten – LEBENSGEFAHR.

Also wenn das nächste Mal dieses letzte, lächerliche Argument für die Scharlatanerie hervorgekrochen kommt – einfach mal verlinken. Oder beenden wir die Diskussion gleich vorher: “Aber mir hat’s geholfen.” – Aha.
Ihr http://scienceblogs.com/insolence/2007/11/06/a-real-death-by-homeopathy/ nicht!



Read more: http://blog.psiram.com/2011/09/whats-the-harm/#ixzz25gN89IHE

http://www.tt.com/%c3%9cberblick/3382594-6/prozess-gegen-osttiroler-mediziner-wird-fortgesetzt.csp
Autor: heiwak
« am: 30.08. 2012, 05h54 »

Zitat
Dies ist ein sehr häufig gebrauchtes Argument in der HP/Alternativmedizin und soll die Wirksamkeit eines Mittels, einer Therapie belegen. „Mir hat es geholfen“, ist, ebenso wie „Wer heilt, hat recht“ ein geradezu überplausibles Argument („Totschlagargument“; http://de.wikipedia.org/wiki/Totschlagargument ), da es so bestechend und überzeugend ist,
dass es anscheinend nicht weiter hinterfragt oder erklärt zu werden braucht.

Willst du mir unterstellen jemanden ein Mittelchen zu empfehlen oder gar aufzudrängen? Nicht umsonst bin ich der Meinung, dass der Mensch mündiger denken sollte!
Ich suche mir meinen eigenen Weg um das bestmöglichste Heilmittel für den jeweiligen Fall zu finden - in diesem Falle war es, nachdem herkömmliche Medikamente absolut nicht angesprochen haben, eben das kolloidale Silber! Genauso erwarte ich es auch von meinen Mitmenschen und kann auch ohne Probleme eine andere Meinung akzepieren.
Autor: Oval 5
« am: 29.08. 2012, 15h57 »

Das ist unglaublich interessant, diese Diskussion. Ehrlich!

Mein Steckenpferd in der Medizin ist ja seit einer Weile die Parasitologie.
Ich komme da viel zu wenig dazu, um wirklich viel zu sagen, aber da gibt
es viele Spezies, wo der Parasit einfach eine bestimmte Zeit, ein paar
Wochen, Monate oder Jahre lang im Körper sein Unwesen treiben und
wenn er dann abstirbt regeneriert sich der Körper wieder.

In unseren Breiten denkt man aber über parasitär verursachte Krankheiten
wenig nach. Es scheint, als würden wir glauben, daß wir mit unserem
relativ hohen Hygienesandard alle Gefahren gebannt hätten. In vielen Fällen
stimmt das auch sicher.
Aber andererseits reisen wir viel weiter und häufiger als früher, was die
Risken von Infektionen im Ausland mit Parasiten die unserem Immunsystem,
wie leider auch den meisten unserer Ärzte, irgendwie unbekannt zu sein
scheinen.
Und dann besteht bei Innen-Parasiten leider sehr häufig das Problem der
Nachweisbarkeit. D.h. man kann infiziert sein, aber keiner merkt es. Die
verursachten Symptome sind oft nicht lebensbedrohlich, sondern mindern
"nur" die Lebensqualität. Nachweis nur bei Obduktion...

Meine Vermutung - und ja, das ist wirklich nicht mehr als einen Annahme -
ist eben, daß wir Beschwerden fehldiagnostizieren. Also eine Krankheit als
Verursacher annehmen (speziell bei der ja weit verbreiteten Selbstdiagnose..)
und die Kügelchen helfen - weil einfach im Behandlungszeitraum der Verur-
sacher/Parasit den Geist aufgibt. Völlig ohne kausalen Zusammennhang,
aber eben zeitgleich... und wir dann daraus entnehmen, daß die Behandlung
geholfen hat.


Autor: Ari mas
« am: 29.08. 2012, 14h49 »

So nebenbei: durch die Schlamperei eines Tierarztes hatte meine verstorbene Afghanin MRSA, ich habe diese blöden Keime durch kolloidales Silber vollkommen wegbekommen! Sogar die Tierärzte haben gestaunt und sich sofort näher darüber informiert.

zu „Mir (hier deiner Afghanin) hat es geholfen“

Dies ist ein sehr häufig gebrauchtes Argument in der HP/Alternativmedizin und soll die Wirksamkeit eines Mittels, einer Therapie belegen. „Mir hat es geholfen“, ist, ebenso wie „Wer heilt, hat recht“ ein geradezu überplausibles Argument („Totschlagargument“; http://de.wikipedia.org/wiki/Totschlagargument ), da es so bestechend und überzeugend ist,
dass es anscheinend nicht weiter hinterfragt oder erklärt zu werden braucht.

Jede beliebige Therapie in der HP/Alternativmedizin kann mit einem „Heilerfolg“ vermeintlich unwiderlegbar verbunden werden und dient als Beweis für ihre Wirksamkeit.

Welche Faktoren sind an der Wirksamkeit einer Therapie beteiligt?

1. Der Immunstatus des Patienten
2. Der genetische Zustand (Erbanlagen) des Patienten
3. Der natürliche Verlauf einer Erkrankung
4. Der Placeboeffekt ( http://de.wikipedia.org/wiki/Placeboeffekt )
5. Ein oder mehrere Medikament(e)
6. Andere therapeutische Maßnahmen (Hygiene, Diäten etc.)

Zu 1. Ein intakter Immunstatus wird in ca. 70-80% der Krankheiten mit
der Krankheit alleine fertig.

Zu 2. Ohne veränderte oder defekte Erbanlagen wird der Organismus in ca.
70 - 80% der Krankheiten mit der Krankheit alleine fertig. Anders
z.B. bei einer Erbkrankheit, wie der Bluterkrankheit (Hämophilie).

Zu 3. Der natürliche Verlauf (das Auf und Ab) einer Erkrankung ist vielfältig und
nicht immer wieder gleich. Die meisten Erkrankungen zeigen einen mehr oder
weniger ausgeprägten spontanen („natürlichen“) Verlauf, im Wechsel
von Verbesserung und Verschlechterung der Symptome. Diesem
wechselnden Krankheitsgeschehen unterliegt in der Mehrzahl der
Fälle (70-80%) ein positiver Trend, eine „Selbstheilung“.

Zu 4. Der Placeboeffekt ist bei jeder Art von Therapie vorhanden.

Zu 5. Oft wird auch mehr als ein Medikament eingenommen.
Demnach sind mehrere Faktoren am Therapieerfolg beteiligt.
Bei der Kombination von 6 Faktoren sind (rein rechnerisch) bereits 48 Möglichkeiten für den
Therapieerfolg gegeben.
Beim Argument „Mir hat es geholfen“ wird jedoch der Therapieerfolg allein dem (hier)
homöopathischen Mittel zugeschrieben, da die anderen Faktoren nicht berücksichtigt werden.

Das ist kein Beweis.
--------------------

Sei bitte vorsichtiger mit der Gabe von kolloidales Silber an deine Hunde und lies lieber mal hier:
Quelle: http://psiram.com/ge/index.php/Kolloidales_Silber#cite_ref-25#ixzz24wKHjSwo

Häufig wurde und wird kolloidales Silber mit dem Pseudoargument beworben, es verhindere eine Resistenzbildung und sei gerade deshalb eine Alternative zu Antibiotika.
Silberresistenzen bei Mikroorganismen wurden in Wasserfiltern nachgewiesen sowie bei Brandverletzten, deren Haut mit silberhaltigen Mitteln behandelt worden war.

Im Zuge der Entwicklung silber-resistenter Keime verstarben im Jahre 1976 13 von 15 Patienten, die mit einem silberresistenten Stamm von Enterobacter cloacae infiziert waren, auf einer Station für Brandverletzte an einer Sepsis.

Nach den Todesfällen wurde die gesamte Abteilung des amerikanischen Krankenhauses vorübergehend geschlossen.

Silberresistenzen fördern auch gleichzeitig Antiobiotikaresistenzen; über Plasmide kann der Resistenzmechanismus zwischen verschiedenen Bakterienarten oder innerhalb der gleichen Art ausgetauscht werden.
Derartige Resistenzen bereiten ähnliche Probleme wie sie von antibiotikaresistenten Bakterien her bekannt sind.

Autor: Ari mas
« am: 29.08. 2012, 14h04 »


In UK geht's den Tierchen besser.
Da gilt die Behandlung von Tieren mit Homöopathie als Tierquälerei und ist verboten.

sylvester_rechts.gif
Autor: heiwak
« am: 29.08. 2012, 13h28 »

Mit der "jahrtausende alten Medizin" meine ich z.B. die chinesische oder indische Medizin. Ohne Zweifel sind Akupunktur, Akupressur, bestimmte Massagetechniken und einige Kräuter sehr wirkungsvoll und auch anerkannt. Gerade bei chronischen, nicht heilbaren Leiden (ich hab auch eins) denke ich lieber über solch traditionelle Medizin nach bevor ich mich mit Präparaten vollstopfe die Nebenwirkungen ohne Ende haben.

Und mit "vorurteilsfrei" meine ich nicht den Patienten sondern den Mediziner bzw. die Forschung und Wissenschaft.

Natürlich hast du recht vor Selbstmedikation oder vom Nachbars empfohlenen Mittelchen zu warnen, leider sind nicht alle Menschen so mündig zu hinterfragen, den Arzt mit Fragen zu löchern und gegebenenfalls auch einen anderen Arzt aufzusuchen.
Wie ich schon geschrieben habe: der Idealfall ist für mich ein Mediziner mit z.B. homöopathischer Zusatzausbildung oder zumindest so einer der weiss, dass er nicht alles weiss!

So nebenbei: durch die Schlamperei eines Tierarztes hatte meine verstorbene Afghanin MRSA, ich habe diese blöden Keime durch kolloidales Silber vollkommen wegbekommen! Sogar die Tierärzte haben gestaunt und sich sofort näher darüber informiert.

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