Die Intoleranz der bösen Schulmedizin

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Autor Thema: Die Intoleranz der bösen Schulmedizin  (Gelesen 10017 mal)

Oval 5

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Re: Die Intoleranz der bösen Schulmedizin
« Antwort #15 am: 12.09. 2012, 16h09 »

Ja, klar.
Ich meine ich gebe schon zu, daß ich den Gesundheitssektor nicht auf wissenschaftlichen
Erkenntnissen beurteilen kann - einfach weil ich eben kein Mediziner bin und ganz ehrlich -
ich will es auch nie werden.

Ich hab in der Familie genug Ärzte um ganz sicher zu wissen, daß ich kein Interesse habe,
diesem Berufsstand beizutreten - schon weil mir die Tatsache, daß dann ständig Krankheiten
den Mittelpunkt des Denkens einnehmen schlicht unangenehm ist.
Ich mag gesunde Hunde.
Sind die das nicht, geh ich zum Tierarzt. Damit das nicht oft nötig ist, versuche ich auf dem
Gebiet der Hundehaltung so viel dazu zu lernen wie möglich. Meiner bescheidenen Meinung
nach ist das kein schlechter Ansatz, wenn man gerne gesunde Tiere haben möchte. Dann
brauch ich mich mit den diversen medizinischen Richtungen (oder auch Pseudo-medizinischen)
nicht halb so viel auseinander zu setzen und kann statt dessen z.B. Themen wie Zucht, Ver-
erbung, Leistungsfähigkeit Edit: ,Tierschutz und die Grenzen selbiger in meinen Fokus rücken.

Schließlich besteht Hundehaltung (jedenfalls so wie ich mir das vorstelle) nicht in erster Linie
aus dem Hätscheln erkrankter Tiere, sondern aus dem Umgang und gemeinsamen Leben
mit einer anderen Spezies.
Machen wir das gut, ist dieses Zusammenleben für beide Seiten ein Gewinn.     

Das heißt ja aber nicht, daß ich deswegen eine Behandlung durch einen ausgebildeten Arzt
ablehnen müßte - ganz im Gegenteil  :-)

Wenn ich etwas für meinen Teil sicher weiß, dann daß ich den Kenntnisstand der aus einem
konzentriert absolvierten Medizinstudium entsteht weder erreichen will noch könnte.
Insofern bilde ich mir einfach nicht ein, ich könnte da eine wirklich qualifizierte Beurteilung ab-
geben.

Ich hab ja hier keine Seite gemacht, die sich in erster Linie mit medizinischen Therapieformen
beschäftigt. Das könnte ich nicht und wüßte auch nicht wofür ich das tun sollte. Du zitierst
hier Texte von Menschen, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Das ist doch gut so!
Die verstehen mehr davon und haben deshalb ja auch eine Plattform installiert um entsprech-
ende Gedanken in der Öffentlichkeit zu diskutieren und die Gefahren aufzuzeigen.
   
Für mich schade, wenn Du hier außer diesem Themenbereich nichts finden kannst, was man
diskutieren könnte.
Aber wahrscheinlich hat das Thema Renn-Greyhound in Deinem Leben eben weniger starken
Einfluß, als das Thema der medizinischen Glaubensrichtungen. 


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bleu

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Re: Die Intoleranz der bösen Schulmedizin
« Antwort #16 am: 29.11. 2012, 18h16 »

Hallo,
vielleicht ist das nicht das Beste Thema als ersten Beitrag in diesem Forum , aber mich hat das so gefesselt dass ich auch gerne etwas dazu sagen möchte:
ich denke es gibt bei der Schulmedizin wie auch bei den alternativen Heilmethoden Erfolge wie auch Misserfolge.
Ich persönlich habe viele gute Erfahrungen mit alternativen Heilmethoden(Homöopathie,Phytotherapie,Osteopathie)machen können - bei mir wie bei meinen Hunden.Als die Schulmedizin nicht mehr weiter wusste, wurde meinem Hund geholfen - (ja, es hat geholfen - der Hund ist dadurch beschwerdefrei, und Hunde können "nicht dran glauben" also ist es kein Placebo-Effect )
Auch die Schulmedizin hat mir und meinen Tieren oft geholfen,gerade auch in der Diagnostik,Operationen oder bei akuten Zuständen.
Meiner Meinung nach haben beide Formen  ihre Daseins-Berechtigung und ich finde es sehr sehr schade dass manche anscheinend so engstirnig und ängstlich sind dass sie sich nicht darauf einlassen können MITeinander statt GEGENeinander zu arbeiten.Ich habe das Glück inzwischen eine Tierärztin gefunden zu haben die weiß dass ich meine Hunde auch von einer Tierheilpraktikerin behandeln lasse, die darüber NICHT verärgert (verletzter Stolz?Angst?)reagiert (worüber man meiner Erfahrung nach schon dankbar sein darf!)und die von sich aus mich auch immer wieder ermuntert dieses oder jenes Ergebnis auch meiner Tierheilpraktikerin mitzuteilen damit diese da noch einmal überlegen kann - und andererseits habe ich eine gute Tierheilpraktikerin gefunden, die mich auch zu meiner Tierärztin(Schulmedizin) schickt wenn andere Dinge abzuklären sind oder eine andere Behandlung nötig ist, die sie nicht leisten kann. Ich sags Euch - das ist wunderbar!
Aber natürlich kann jeder das tun was er für richtig hält, was ihm entspricht - aber es schadet nicht auch mal ein bisschen nach rechts und links zu schauen - letztendlich ist doch das Ergebnis das was zählt,oder?!
In diesem Sinne - liebe Grüße,

bleu
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Oval 5

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Re: Die Intoleranz der bösen Schulmedizin
« Antwort #17 am: 29.11. 2012, 18h30 »

Schön von Dir zu hören :-)

Ich sehe das ganz ähnlich wie Du - man muß die Augen nicht verschließen.
Was man bei Tieren allerdings bedenken muß ist, daß sie auch ganz gut still
vor sich hin leiden können zum Teil. Und dann ist es natürlich fatal, wenn man
glaubt daß etwas hilft, es aber nicht wirklich geholfen hat.
Menschen richtig zu behandeln ist viel einfacher - weil wir uns mir dem Arzt
besser verständigen können.

Aber natürlich haben beide Ansätze ihre Berechtigung.
Ari mas hat da einfach viel eigene auch schlechte Erfahrungen gemacht - das
verändert naturgemäß die Sichtweise. Und auch das steht einem zu.  :-) 
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bleu

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Re: Die Intoleranz der bösen Schulmedizin
« Antwort #18 am: 02.12. 2012, 15h59 »

Ja genau, Tiere können uns ja leider oft nur vage mitteilen wenn ihnen etwas fehlt.
Der Fall den ich gemeint habe bei meinem Hund war aber so deutlich (da alle Symptome verschwunden waren,Blutbild ok) dass ich mit gutem Gewissen sagen kann dass "es geholfen hat".
Wenn jemand schlechte Erfahrungen macht egal welcher Art prägen diese einen natürlich,und selbstverständlich kann jeder so damit umgehen wie er möchte! ich muß mich auch immer wieder zusammenreißen um möglichst vorurteilsfrei einen Schulmediziner zu konsultieren egal ob für Tier oder Mensch, aber es wäre nicht gerecht alle über einen Kamm zu scheren nur weil einige mangelnd ausgebildet sind und sich überschätzen. Das das verheerende Folgen für den Patienten haben kann ist uns allen bewusst und nicht zu entschuldigen. Zum Glück gibt es aber auch andere die fachlich versiert sind und denen wirklich etwas an ihren Patienten,Tiere oder Menschen liegt...auch wenn sie manchmal schwer zu finden sind:-)
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Oval 5

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Re: Die Intoleranz der bösen Schulmedizin
« Antwort #19 am: 03.12. 2012, 23h28 »

Naja, schon das Blutbild ist Schulmedizin ...


Ich kann für mich keinen Sinn darin erkennen, mich prophylaktisch gegen irgend eine
medizinische Richtung zu wenden. Je größer das Spektrum desto wahrscheinlicher, daß
sich ggf. auch die Lösung meiner Probleme irgendwo finden läßt.
 
Wobei ich selber auch schon mit ganz viel unterschiedlichen Richtungen bereits mit der Frage
nach einer brauchbaren Diagnose gescheitert bin im Leben. Seitdem sehe ich Medizin zum
Teil als Wissen und zum anderen Teil puren Zufall. Zufall, einen guten Mediziner zu finden
in dem Moment, wenn ich ihn brauche. Zufall, wenn die Diagnose stimmt... Es gibt nie die
Garantie, daß einen die Behandlung gesund gemacht hat - edit: oder gesund machen wird.
Manchmal wäre man ohne genauso gesund geworden, nur weil man behandelt hat/wurde
glaubt man felsenfest daran, es lag an der Behandlung. Und auch das ist unabhängig vom
medizinischen Barhandlungsansatz. Für mich ist der beste Ansatz in medizinischer Hinsicht
die eigenen Grenzen rechtzeitig zu erkennen und sich auch daran zu halten. D.h. sich nicht
ständig zu überfordern. Damit reduziert sich wenigstens das Risiko, sich zu infizieren.
Einer Diagnose ohne Schulmedizin stehe ich persönlich extrem skeptisch gegenüber -
einfach weil manches wenn man es zu spät oder gar nicht erkennt mangels schulischem
Wissen eine Behandlung verschleppt oder die ganz unter den Tisch fällt. Und dann hilft gar
kein Ansatz weiter, wenn man nicht weiß, was ist. Da liegt für mich in der Ablehnung
unserer Ärzte die größte Problematik. Jeder meint, seine Beschwerden doch selbst am
besten einschätzen zu können. Das ist aber schlicht nur dann richtig, wenn man tatsächlich
praktisch selber das Wissen eines ausgebildeten Arztes hat. Weil schon bei der Psittacose/
Ornitose sehen die Symptome aus wie die einer Grippe. Die Behandlung könnte aber ganz
anders sein müssen. Und dann verschleppt man ggf. vor lauter Abneigung gegen eine Form
der Medizin etwas, was einen das Leben kosten kann. Das ist es doch alles nicht wert!     


Welchen Behandlungsansatz man nach einer fundierten Diagnose einschlägt kann man im
Anschluß doch völlig frei entscheiden. In meiner Vorstellung ist deshalb der Weg zum Tierarzt
immer der erste mit einem kranken Tier. Ist die Diagnose gestellt, entscheidet man welche
Behandlung nun folgen soll.
Läßt einer bei sich selber die schulmedizinische Diagnose weg und behandelt/läßt behandeln
nach einem wie auch immer geartetem "alternativen" Behandlungsschema, ist das sein Problem.
Da bin ich pragmatisch. Ist mir ehrlich egal - geht es gut - fein; geht es nicht gut ist es mir auch
egal. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Und wer sich auf etwas reduzieren möchte, der
tut das.
Problematisch wird es in dem Augenblick, wo es um Schutzbefohlene geht, die nicht wieder-
sprechen können. Und da muß ich sagen gibt es für mich zumindest für die Diagnose keinen
Weg an der Schulmedizin vorbei. Einfach weil es vermessen ist, in Belangen der Gesundheit auf
fachlich fundiertes Wissen zu verzichten. Sonst könnten wir jeglichen Tierschutz gleich vergessen.


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bleu

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Re: Die Intoleranz der bösen Schulmedizin
« Antwort #20 am: 12.12. 2012, 18h35 »

Ich sehe das im Großen und Ganzen ähnlich wie Oval5, allerdings lege ich mich nicht auf die Schulmedizin fest was die Diagnostik anbelangt - das kommt immer auf das Problem an, aktuell hatte ich vor Kurzem einen Hund mit Lahmheit den ich beim Schulmediziner vorstellte.Dieser konnte trotz Untersuchung nicht  herausfinden warum der Hund lahmt, also auf Verdacht erstmal Schmerzmittel.Diese halfen nicht.Jetzt bliebe noch Röntgen und alles mögliche TRARA.In diesem Fall wäre das teuer und überflüssig gewesen. Mein Tierheilpraktiker hat gleich festgestellt dass die Lahmheit vom Hals kam - ich kann es nicht genau wiedergeben, es war etwas mit einem eingeklemmten oder verschobenen Nerv - auf jeden Fall renkte sie ihn wieder ein, gab Globulis mit und damit war Ruhe.Kein Lahmen - keine heftigen Schmerzmedis, die nicht helfen und auf Dauer die Organe belasten.
Allerdings würde ich in akuten und lebensbedrohlichen Fällen auch immer zuerst die Diagnostik beim Schulmediziner machen.Vieles kann man durch die technischen Möglichkeiten einer Klinik einfach besser erfassen. Da ich persönlich aber bei kleineren Problemen auch nicht ohne triftigen,für mich nachvollziebaren Grund sofort Antibiotika und ähnliches schlucke, halte ich auch bei meinen Tieren nichts davon, wenn es auch anders geht.

Aber wie gesagt, jeder macht andere Erfahrungen und jeder muss für sich und seine Tiere die er liebt das tun was er/sie als das Richtige und Sinnvollste empfindet.

Liebe Grüße
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