Ich baue mir ein Zeichenbrett für draußen

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Oval 5

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Ich baue mir ein Zeichenbrett für draußen
« am: 10.07. 2021, 02h14 »

Ich bin durch den Garten gegangen gestern und hatte den Wunsch, die Stockrosen zu zeichnen. Das geht eigentlich nur im Stehen, weil sie so groß sind und abschneiden will ich sie ja nicht.
Eine halbe Stunde später hatte ich eine vage Idee davon, wie ich mir ein Zeichenbrett vorstelle, mit dem ich im Stehen und auch im Sitzen unabhängig von Möbeln eine Unterlage für das Papier und frei bewegliche Arme haben kann.




Im Speicher hab ich passendes Material gefunden:
Ein Rest von den Regalbrettern konnte als eigentliches Zeichenbrett dienen. Nicht zu dick und nicht zu dünn, stabil aber nicht zu schwer und auch die Größe hat genau gepaßt.
Von einer unbenutzten Pony-Decke, die vor Jahren in Hundebettenbezüge verwandelt worden war, sind noch Reste mit breiten Polyester-Gurten im Stoffsack gewesen. Die hab ich abgetrennt, um sie als Tragegurte zu verwenden und ein Paar, in der Länge genau passende, rote Schnürsenkel, die ich mal wegen der Farbe wo mitgenommen hatte, haben auch einen neuen Wirkungskreis gefunden  smiley.gif

In das Brett hab ich also an den Ecken, mit je 2,5 cm Abstand zu den Kanten, je ein Loch gebohrt und etwas versäubert.
Die beiden Gurtbänder hab ich mit einem Feuerzeug an den Schnittkanten/Enden verschmolzen und auf einer Seite doppelt eingeschlagen einen Kanal gesteppt für den oberen Schnürsenkel.
Um die Gurte daran zu hindern von den Ecken in die Mitte zu verrutschen, hab ich oben den Schuhriemen zweimal durch den Kanal gefädelt. Dann die Enden durch die Löcher im Brett gezogen und den Schnürsenkel fest gezogen und unten verknotet. 






Die nötige Länge der Gurte hab ich dann in der Anprobe festgelegt und das überstehende Material doppelt umgenäht und "aufgefädelt" wie oben. Den zweiten Schnürsenkel durch die Löcher gezogen und unten stramm zusammengebunden. Hier ist Verrutschen kein Thema, schließlich verhindert der Körper zwischen den beiden Seiten, daß die Riemen zu weit wandern.






Über dem Rücken kreuzen sich die Gurte, damit das Ganze gut sitzt, der Druck nicht auf den Schultern lastet, sondern den Rücken als Stütze nimmt und den Armen größtmögliche Bewegungsfreiheit ermöglicht. Die sollen ja zeichnen können.






Die Gurte liegen glatt vom Brett über die Schultern, diagonal über den Rücken bis zum unteren Bohrloch - nur beim Fotos machen hab ich nicht genau genug darauf geachtet, daß sie auch sauber liegen...








... und dann bin ich in den Garten gegangen und habe die Stockrose gezeichnet - mit einem ollen Bleistiftstummel in einer Bleistiftverlängerung im Stehen. Der große Schwarze hat sich neben mich ins Gras gelegt... So kann man es aushalten :)





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