Innenansicht eines Irischen Zucht-Kennels

greyTs livingroom

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Autor Thema: Innenansicht eines Irischen Zucht-Kennels  (Gelesen 2091 mal)

Oval 5

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Immer interessant, mal einen optischen Eindruck zu bekommen vom Vorleben unserer
Hunde. Es ist ja nun wahrlich nicht überall schrecklich. Klar - die Greyhounds leben in
Zwingern, nicht in Wohnzimmern. Aber es ist nicht alles schrecklich. Die Hunde würden,
wäre der Umgang schlecht, Angst haben und scheu reagieren. Solche gibt es auch unter
den Greyhounds - aber es sind nicht so viele.


GREYHOUND BREEDING KENNELS,CLONMEL,IRELAND
http://www.youtube.com/watch?v=

Was man hier sehr gut sehen kann ist, daß (im Gegensatz zu Amerika) es in Irland NICHT
üblich ist, die Hunde mit Maulkorb in den Kennel zu sperren.

Auch sind die Hunde in der Aufzucht selten einzeln gehalten. Wenn ein Renn-Grey im Tier-
schutz landet, war er oft in seinem ganzen leben NIE alleine in einem Raum gewesen. Das
muß man natürlich bei der Eingewöhnung berücksichtigen. Der Lernprozeß kann ein bisschen
dauern und hier soll man sehr behutsam sein. Schließlich ist ein Hund, der als drei oder vier-
Jähriger gerade alles Bekannte hinter sich gelassen hat noch leichter verunsichert wenn er
plötzlich auch noch alleine dieser Situation ausgesetzt ist. 


Leider sind die Kommentare zum Video schon wieder geprägt von Verurteilungen.
Aber das scheint den Menschen rundum wohl besonders wichtig zu sein   icon_mrgreen.gif


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KimC

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Re: Innenansicht eines Irischen Zucht-Kennels
« Antwort #1 am: 19.09. 2012, 07h00 »

Wenn sich jemand über diese Hundehaltung aufregen kann, habe ich ein Geheimtipp wo es erst richtig zur sache geht.
Zusamenfassung: Alter Schweinestall, nict beheizbar, keine Auslüftung, die Fenster von innen grau angestrichen, und fest verschlossen damit niemand reinsehen kann. Die hunde stehen eng, und werden zweimal am tag "gelüftet", was lediglich ein kurtzer Aufenhalt von nicht mehr als 5 minuten in ein (nicht einsehbarer) Innenhof von 7x8 Meter bedeutet. Und im Gegensatz zur Film kommen die Hunde nicht zum tor wenn der besitzer kommt, sondern drängen sich in die Ecke.
Tierschutz und Behörden kann man hier vergessen, und dem Zuchtverband fehlt wie immer Geld, weshalb sie sich von so eine zuchtstelle nicht so richtig distanzieren können. 
Wer en Demo veranstalten will, bekommt von mir die Adresse..

Zurück zu rsache: In Irland gibt es sicherlich auch schwarze schafe, die keine videoaufnahme erlaubt hätte. Hier im FIlm sieht alles recht geordnet aus, und die hunde sind nicht ängstlich. Das ist doch schonmal was.
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Oval 5

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Re: Innenansicht eines Irischen Zucht-Kennels
« Antwort #2 am: 24.09. 2012, 18h28 »

Ja, Kim - genau so ist es.
Es gibt schreckliche Bedingungen bei manchen Menschen und es gibt genauso
hervorragende Bedingungen bei anderen. Und natürlich gibt es alles dazwischen.


Wer der Ansicht ist, daß ein Zwinger an sich schrecklich ist, wird kein gutes Haar
lassen können an den "Haltungsbedingungen" der Greyhounds in Irland.
Der Greyhound ist in Irland ein Rennhund und wird entsprechend wie wir unsere
Pferde im Stall halten eben im Kennel gehalten.

So wie bei uns die Ställe unterschiedlich gut sind, ist das auch in Irland. Und
natürlich ist das bei den Hunden nicht anders, als es bei den Pferden ist.


Aus einem Coursing-Kennel habe ich auch noch Innenansichten gefunden. Die
Coursingsaison 2012/2013 geht der Tage los. Insofern möchte ich auch dazu
noch ein paar Worte verlieren, aber eines nach dem anderen  icon_mrgreen.gif

Hier also nochmal ein paar Eindrücke aus einem sehr sauber organisierten Kennel,
der dabei schon fast steril wirkt. Das Gegenstück zu den verdreckten Zuständen,
wie sie von Greytexploitations regelmäßig ins Netz gestellt werden.

Dieses Bild aus einer Verkaufsanzeige

hatte mich neugierig gemacht und ich bin auf die Suche gegangen und konnte so
die Videos finden.

http://www.youtube.com/watch?v=


http://www.youtube.com/watch?v=


Vielleicht soll ich das hier sicherheitshalber noch mal deutlich dazu sagen:

Es geht mir mitnichten darum, irgendwelche Grausamkeiten schön zu reden oder
umgekehrt. Denn ich glaube ganz fest an die Fähigkeit jedes Einzelnen, sich ein
eigenes Urteil zu bilden.

Was es dafür aber braucht ist eine Fülle unterschiedlicher Eindrücke. Genau bei der
Vielfalt hapert es nur leider so oft, weil wer auf der einen Seite des Graben steht,
will nicht wissen was die andere Seite zeigt und umgekehrt. Deshalb gibt es hier
viel zu sehen, was auf den meisten Tierschutzseiten nie eingestellt würde obwohl
oder gerade weil mir der Schutz der Tiere so wichtig ist.


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