Draussen Unrat fressen

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Autor Thema: Draussen Unrat fressen  (Gelesen 7262 mal)

Joker

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Draussen Unrat fressen
« am: 07.10. 2014, 12h17 »

Es reicht. Für den Whippet habe ich einen Maulkorb bestellt, der hoffentlich in einer Woche da sein wird  beten.gif. Dieser kleine Unhold frisst Draußen alles. Am 28.09. hat er eine Wurmkur bekommen, von der ihm fürchterlich übel war. So übel, dass ich mit ihm zum TA musste. Am 2.10. beobachtete ich, dass er unterwegs etwas frass, ich war nah, aber nicht nah genug, um es zu verhindern. Kurze Zeit später erbrach sich der Hund in meiner unmittelbaren Nähe. Daher konnte ich sehen, was er zuvor gefressen hatte. AAS, bereits mit Maden besetzt, die sich bewegten, und noch irgendwas anderes. Am 4.10. morgens schied er mit dem Kot "etwas" aus, gestern wieder. Dieses "etwas" habe ich eingesammelt und heute morgen zur TA gefahren, mit der Bitte um Identifizierung. Jetzt warte ich mit Spannung.

Whippet bekommt jetzt keinen Freilauf mehr bis der Maulkorb da ist. Er findet das ganz bescheuert und ist abends natürlich nicht ausgelastet, weil er nicht rennen darf. Leider nutzt er jedes Ableinen, um sich aus meiner Reichweite zu begeben und Fressen zu suchen. Ja, er kommt, wenn er gerufen wird, frisst aber erst auf bzw. dreht ab, wenn er etwas Fressbares wittert.

Hier gibt es leider keinen Übungskurs, den ich mit ihm besuchen könnte, um ihm diese Unart abzugewöhnen. Dazu kommt, dass hier jahreszeitlich bedingt viel Aas liegt. ZB auf den gepflügten Feldern liegen die Mäusekadaver, von den Mäusen, die beim tiefen Pflügen erwischt wurden. Dann mal Kadaver von Kaninchen, die bei der Ernte getötet wurden und die Kadaver von Rehen, die die Jäger auslegen, um Wildschweine und Füchse anzulocken.

Scheinbar ist diese Suche nach Fressen auch so etwas wie "Jagd". Also habe ich überlegt, wie ich ihm etwas anbieten kann, das er "jagen" kann. Noch ist er für alternative Beschäftigungen nicht offen, außer Reizangel, aber ich bleibe dran.

Sollte jemand eine Idee haben, dann her damit  wink.gif.
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Oval 5

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #1 am: 07.10. 2014, 16h21 »

Erste Einfälle,
unsortiert weil meine Zeit grad knapp ist..


* Raus finden, was der Hund frißt, was das für Inhaltsstoffe sind und ob im normalen Futter diese Stoffe evtl. zu kurz kommen. So es da Defizite gäbe, diese ausgleichen.

* Auf dem Spaziergang sehr viel mit Futter belohnen.
Wenn der Hund schon so verfressen ist, nutz es doch nach Strich und Faden aus!
Mach was, gib eine Anforderung, belohne die mit FUTTER. Weil - der Hund, der verfressen ist, dann lernt, daß DU und FUTTER das gleiche sind.. dann sucht der DICH, wenn er Futter sucht und schon ist das die perfekte Basis für alles weitere.

* Einen Maulkorb.... gibt es bei mir nicht im Freilauf. Das ist mir in vielerlei Hinsicht schlich zu gefährlich.

 
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KimC

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #2 am: 07.10. 2014, 20h05 »

Ich kan den Ja/Nein übung empfehlen. Den habe ich damals mit den Kastenkopf gemacht, und auf Youtube geladen.


Man wirf ein leckerli, und sagt JA. Noch mal. JA.
Dann wirf man ein leckerli etwas hinter scih, und sagt NEIN. (Im film NEJ.) Sperrt den weg bis der Hund den leckerli aufgibt, ud augenkontakt aufnimmt. Dann wird der leckerli aufgehoben (wichtig, ein NEIN leckerli auf dem Boden darf nicht zum JA leckerli werden)
Nach und nach sperrt mann dann nicht mehr so viel mit dem eigenen körper. Damit der Hund nicht die Interesse verliert, sollte deutlich mehr JA als Nein leckerlis fallen. Wenn das erst sitzt, weis der Hund das NEIN bedeutet nicht nehmen.
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Maus

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #3 am: 08.10. 2014, 00h25 »

Zum bereits gesagten  daumen.gif kommt mir grade nur noch "Jagdübungen" in den Sinn, z.B.;
Lege eine Fährte. Nimmst einen Hühnerhals oder sowas (das mag er vermutlich), bindest ihn an eine Schnur, zeigst es ihm kurz (darf er kurz daran schnuppern wenn er "such" noch nicht kennt), und schleifts ihn an einer guten Stelle (ohne Ablenkung) ein bisschen durchs Gras. Anfangs nur gerade 2-3 Meter, bindest ihn los und lässt ihn da liegen. Während dem muss er natürlich schön warten können bis du wieder bei ihm bist (oder du musst ihn anbinden oder von jemand gehalten werden, er darf die "Beute" nicht ohne dienen "Startschuss" holen). Dann schickst du ihn los mit z.B. "such Beute". Mit der Zeit wird die Strecke immer länger und mit Ecken und das Ding ist immer besser versteckt so dass er sich richtig anstrengen muss es zu finden. Kann man auch im Garten anfangen, ohne Fähre, einfach zeigen, ihn ev. schnuppern lassen, dass er grad weiss wonach er suchen soll und versteckst "es" (am besten einen der feinsten Anteile seines Essens die dafür geeignet sind (Trockenfleischstängel oder eben Hühnerhälse).
Du merkst schnell ob und wie sehr du den Schwierigkeisgrad erhöhen musst- sobald er es verstanden hat soll es nicht zu einfach sein!

Das "such Beute" kann man auch gut mit "Apportel" machen. Dieses kann man (wenn der Hund es grundsätzlich kennt) auch verstecken irgendwo im Wald und er muss es dann suchen und bringen. Bringt er es nimmst du ein lecker Ding daraus was er fressen darf. Ally bekommt einiges von ihrem Fressen so (muss sie sich verdienen).
Immer in ganz kleinen Schritten anfangen und mit Erfolgserlebnis aufhören.

Die erste Übung die ich gemacht habe war aber einfach nur Leckerchen werfen und dazu "such" sagen, manchmal auch ganz unvorhergesehen. Dann  so ,dass nach dem Ersten das nächste erst kommt wenn der Hund wieder vor einem steht und einem anschaut.

Wichtig scheint mir aber (wie schon gesagt wurde) dass du sein Futterthema in irgendeiner Form aufnimmst und auf dem Spaziergang DU dafür zuständig bist. Dafür brauchst du Futter- und eben nützlich auch ein "Nein"/"Ja" worauf er hört. Es fällt ihm sicher leichter das "Nein" zu akzeptieren, wenn es sich für ihn lohnt. (Dazu ist etwas "Frustrationstoleranz" notwenig, manche Hund müssen das lernen; auch da wieder einfach in kleinen Schritten bis er dar Prinzip verstanden hat)
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Joker

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #4 am: 08.10. 2014, 21h16 »

Für die Hunde habe ich immer Leckerli dabei  smiley.gif. Und zwar Hundefutter. Käse habe ich auch schon ausprobiert und Fleisch. Das ist dem Whippet alles egal. Fährte suchen hat er keine Lust. Für ihn ist momentan das "Erlegen" der eigenen Beute das höchste. Aber ich bleibe dran.

Über den Maulkorb habe ich mehrere Wochen intensiv nachgedacht und die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen  sad.gif. Schon während dieser Fresserei von Schnecken hätte ich fast zum Maulkorb gegriffen. Es reicht jetzt einfach, weil es zu gefährlich wird.

An eine Mangelernährung dachte ich auch bzw, dass er irgendwie was Stinkiges benötigt. Daher habe ich auch frischen Pansen gefüttert. Es ändert nichts.

Fliegende Kekse sind auch nicht sein Ding. Sieht er nicht sofort, wohin die Leckerli fliegen, dann interessiert er sich nicht mehr dafür.

Im Prinzip hoffe ich, dass er durch den Maulkorb "aufgibt" oder sich die Unart auswächst. Es ist so, dass er auch angeleint wie ein Staubsauger bei jedem Kopf senken was aufnimmt. Durch den Maulkorb kann ich ihn noch füttern, aber er kann nichts aufnehmen.

Vor / bei Begegnungen mit anderen Hunden werde ich den Korb abnehmen.

Joker
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Oval 5

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #5 am: 08.10. 2014, 21h26 »

Ich versteh Dich schon.. ist ja nicht so ;)

Würde aber den Maulkorb durch eine wirklich lange Leine ersetzen - schon um tatsächlich Einfluß nehmen zu können, wenn das Tierchen wieder was findet (läßt sich auch mit dem Maukorb kombinieren..). Weil nur so von alleine denk ich nicht, daß er das aufgibt.

Wenn er die fliegenden Kekse draußen zu leicht übersieht, dann mußt Du beim Üben vielleicht mit noch leichteren Situationen anfangen. Der muß das Spiel halt vielleicht zu Hause in der Wohnung erst mal so gut kennen lernen, daß er draußen dann auch hin schaut. Mit dem Azi hab ich so in etwa angefangen - also im Raum..   


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Joker

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #6 am: 09.10. 2014, 17h02 »

Manchmal stehe ich mir selbst im Weg. Das Verbot Pferdeäpfel zu fressen habe ich relativ schnell durchsetzen können. Die habe ich nämlich selbst auch sehr früh sehen können und konnte den Hund entsprechend früh zu mir rufen. Diese ganzen anderen Sachen kann ich nicht sehen, da sie kleiner sind und im Gras verborgen. Daher kann ich den Hund nicht vorher abrufen. Hat er erstmal was in der Schnauze, dann schluckt er es auch ab. Daher hat er ständig Erfolg.

Dazu kommt erschwerend, dass es oft dunkel ist, wenn wir draussen sind. Die Taschenlampe ist zwar gut, aber es reicht nicht, um alles sichtbar zu machen.

Und scheinbar ist der Hund zu satt, ansonsten kann ich mir seine Weigerung mitzuarbeiten nicht erklären. Wahrscheinlich belohne ich falsch. Naaja, wir haben noch viel Zeit uns kennenzulernen und zu üben  smiley.gif

Joker
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Oval 5

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #7 am: 09.10. 2014, 23h46 »

... lauter gute Argumente.. schrecklich  icon_mrgreen.gif


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Joker

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #8 am: 10.10. 2014, 21h05 »

Tata *hüpf, hüpf*, er ist da, der Maulkorb ist da, unser Weg in eine neue Freiheit. Ich bin total glücklich  umarmen.gif daumen.gif. Heute Nachmittag ist er gekommen. Sofort habe ich ihn im Garten ausprobiert. Und wie erwartet und gehofft hat es dem Whippet nichts ausgemacht, weil er gar nicht kapierte, wozu das Teil dient. Wir haben dann zunächst Leckerli geben durch die Spalten geübt, was natürlich ein tolles Spiel ist. Nicht einen Moment hat er versucht, den Korb abzustreifen.

Heute Abend sind wir dann Gassi gegangen. Und da, plötzlich innerhalb von Millisekunden nach dem Lösen der Leine hat er es kapiert  lol_27.gif lol_27.gif, was war der Hund entsetzt. Abstreifen, über den Boden schaben, mich hat es nicht interessiert, bin einfach weitergegangen. Der Terrier auch. Also hat der Whippet sehr schnell seine Bemühungen eingestellt und kam hinterher. Zumal er sehr neugierig ist und nichts verpassen will. Whippet geht nämlich sehr gern spazieren, sogar bei Regen läuft er gut.

Ja und jetzt bin ich wichtig, sehr, sehr wichtig, ich habe nämlich das, was er wirklich will: Futter!!!  lol_27.gif lol_27.gif ok, etwas Häme empfinde ich schon, aber wer sagt, dass ich ein freundlicher Mensch bin?

Whippet brauchte nicht lange, um zu merken, dass die Selbstversorgung nicht mehr funktioniert. Nicht erst fressen und von mir dann auch noch was kassieren  lol_27.gif.

Einen ernsthaften Versuch hat er unternommen, es lag ein Spurenelement von irgendwas auf dem Weg, sehen konnte ich nichts, aber das bedeutet ja nichts. Whippet wollte es unbedingt haben, ich bin weitergegangen. Dann habe ich gepfiffen und Wunder, diese kleine Kröte kam wie der Wind angerast und hielt still, damit ich das Leckerli zwischen den Spalt in seine Schnauze schieben konnte.

Heute Abend hatte ich garantiert den gehorsamsten 10 Monate alten Junghund, den man sich vorstellen kann  lol_27.gif.

Außerdem ist er glücklich und müde, dass er seinen Freilauf wieder hat. Und ich bin auch froh, dass ich meinen Hund wieder guten Gewissens ableinen kann. Zukünftig auch im Wald, ohne dass ich befürchten muss, dass er sich an den Pilzen vergiftet. Es ist nicht vorstellbar, was dieser Hund schon in der Schnauze hatte  shocked.gif.

Jetzt warte ich mal ab, wie es so weitergeht, und werde, wenn ich die Zeit für reif halte, natürlich auch Gänge ohne Maulkorb ausprobieren. Aber zunächst bleibt er dran  wink.gif.

Generell wünschte ich, dass ich eine andere schnell wirksame Lösung gefunden hätte, habe ich aber nicht, daher nehme ich diese, da sie dem Hund größtmögliche Freiheit gibt und mir Entspannung.

Joker

 
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Maus

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #9 am: 10.10. 2014, 21h31 »

Da gönn ich dir die Freude!! Ich kanns mir lebhaft vorstellen smiley.gif
Manchmal ist es wichtig einfach mal die eingefahrene Situation zu entschärfen, wie du sagst mal zu entspannen, wieder die eigentlichen Freuden zu erleben...und dann hoffentlich, irgendwann fällt einem vielleicht etwas ein und kann, wenn die Zeit reif ist (genau daumen.gif) wieder einen neuen Anlauf nehmen mit ohne Maulkorb. Vielleicht, wenn sich Pfiff und alles was du jetzt wo du seine Aufmerksamkeit hast, aufbauen und einüben kannst- ihn überraschen mit tollen Belohnungen- sich festgesetzt hat, hast du bessere Karten dann auch ohne Maulkorb. Aber ja, ich kann mir vorstellen, so schnell wird er seine Selbstbelohnungen nicht vergessen. Schnelligkeit und ein gutes Auge werden wohl immer nötig sein.
Jetzt freuen wir uns aber mal und ich wünsch euch viele tolle Erlebnisse ohne Stress.
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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #10 am: 09.11. 2014, 21h04 »









Ein neuer Maulkorb musste her. Den chicen roten Rennmaulkorb aus Plastik hat der Schlingel vorne kreisrund durchgebissen und konnte mühelos ein Rehbein mitschleppen. Auch mit dem neuen Maulkorb kann er immer noch Unrat aufnehmen und durch die Stangen lutschen. Es klingt genauso unappetitlich wie es ist. Heute konnte ich noch den Kopf der Maus aus den Stangen pulen  icon_mrgreen.gif.

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #11 am: 10.11. 2014, 08h40 »

Da hast du ja einen richtig kleinen "Aasgeier" wink.gif. Wär für die Natur ja eine wertvolle Existenz, so gut wie der "aufräumt".
Aber schön wie er die Ohren stellen kann! Und ein sehr hübsches Kerlchen!
Arbeitet er denn auch schon ein bisschen besser mit oder hat er immer noch die Oberhand (sieht so aus als wär er noch ganz in seinem, "ich hol mit was und wenns nicht klappt "beschwer" ich mich"- Film ohne dran zu denken aufzugeben).
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Joker

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #12 am: 10.11. 2014, 17h14 »

Dieser Hund könnte prima ohne mich bzw. ohne menschliche Versorgung Draußen überleben, zumindest von Frühjahr bis im Winter eine Schneedecke liegt  icon_mrgreen.gif. Die Tatsache, dass er mir noch nicht den Stinkefinger gezeigt hat und sich auf einem Spaziergang endgültig abgesetzt hat, deutet darauf hin, dass ich wohl eine Bedeutung habe. Futter allein ist es jedenfalls nicht  undecided.gif.

Nö, er sieht gar nicht ein, dass er nicht alles fressen sollte bzw. nicht alles fressbar ist. Er fragt mich noch nicht mal. Stattdessen begibt er sich daran, dass Problem selbst zu lösen und übt sich darin, die vom Maulkorb gesetzten Grenzen zu umgehen. Aber Beharrlichkeit habe ich auch und er bringt jetzt schon hin und wieder seine Beute mit. Denn auch mit dem neuen Mauli kann er Dinge aufnehmen, aber nicht gleich fressen.

Und ich warte nicht! Wer nicht kommt, der bleibt allein, der Terrier und ich gehen (zumindest da, wo vertrautes Gebiet ist  lipsreleased.gif, ich bin nicht verrückt, ich will den Hund nicht verlieren, ansonsten bleibt er an der Leine). Und zurückbleiben ist nichts für den Whippet. Hat er die Beute dabei, dann brauche ich nur den Mauli nach vorn zu schieben und er muss (!) loslassen. Anschließend regnet es Kekse, ganz wichtig.

Ohne Mauli sah das so aus, dass er sich so viel Beute wie möglich in den Wanst stopfte, den Rest quetschte er sich zwischen die Kiefer und kam hinterhergerast. Dann habe ich gewaltsam und mit Fluchen versucht, die Beute aus seinem Kiefer zu schütteln. Aussichtslos! Was der Whippet im Maul hat, das spuckt er nicht aus, da gibt es nur den Weg abwärts. Ich war stinkesauer und machtlos. Jetzt ist es besser, ich brauche keine Gewalt und ich gewinne immer, da er loslassen muss. Und dafür kann ich ihn dann belohnen.

Außerdem habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass ich hier jemanden finde, der ZOS anbietet. Das könnte uns beide nach vorne bringen.

Ja ne, der Jungspund sieht ganz hübsch aus. Er wiegt jetzt 15 kg, ich denke, dass er am Ende seine 17 kg auf die Waage bringen wird. Häufig werde ich angesprochen, dass er zu dünn sei, finde ich aber nicht. Er nimmt mäßig zu, so möchte ich das, er ist noch jung und dick werden Hunde von ganz allein. Außerdem möchte ich immer noch, dass er mal auf eine Rennbahn geht, wenigstens mal zum Training. Dafür sollte er nicht zu dick sein. Letztlich weiß ich auch nicht, was richtig ist, aber der Wicht hat Ausdauer und Power.

Joker
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Maus

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #13 am: 10.11. 2014, 17h38 »

Was ist denn ZOS??

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Joker

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Re: Draussen Unrat fressen
« Antwort #14 am: 10.11. 2014, 20h57 »

ZOS = Zielobjektsuche. Gehört in den Bereich der Nasenarbeit und wurde insbesondere dazu erfunden, um Jagdhunde, die mit der Nase suchen, besser auslasten zu können. Es wird ein oder mehrere Objekte, auf die der Hund konditioniert ist, versteckt. Der Hund muss die Objekte suchen, darf sie nicht aufnehmen, sondern muss vorsitzen/ liegen und dadurch das Objekt anzeigen.

Im Gegensatz zum mantrailing musst Du keine Spur legen. Dieses Legen einer Spur ist sehr aufwendig. ZOS kann auch im Wohnzimmer oder Garten für Anfänger geübt werden.

Ducky würde lernen, dass er mir was zeigen soll und es nicht ungefragt aufnehmen darf. ÄHHH, zumindest wäre das nett  lol_27.gif.

Der andere Punkt, der mir fast wichtiger ist, der Hund würde mal im Kopf gefordert werden. Er sucht doch ohnehin, dann kann er auch mal was arbeiten, sich sozusagen nützlich machen  klimper.gif. Ich könnte ihn auf mein Schlüsselbund konditionieren. Wenn ich das dann das nächste Mal in den Tiefschnee werfe, dann kann ich ihn zum Suchen schicken  icon_mrgreen.gif.

Joker
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