Draussen Unrat fressen

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Draussen Unrat fressen

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Joker:
Es reicht. Für den Whippet habe ich einen Maulkorb bestellt, der hoffentlich in einer Woche da sein wird  beten.gif. Dieser kleine Unhold frisst Draußen alles. Am 28.09. hat er eine Wurmkur bekommen, von der ihm fürchterlich übel war. So übel, dass ich mit ihm zum TA musste. Am 2.10. beobachtete ich, dass er unterwegs etwas frass, ich war nah, aber nicht nah genug, um es zu verhindern. Kurze Zeit später erbrach sich der Hund in meiner unmittelbaren Nähe. Daher konnte ich sehen, was er zuvor gefressen hatte. AAS, bereits mit Maden besetzt, die sich bewegten, und noch irgendwas anderes. Am 4.10. morgens schied er mit dem Kot "etwas" aus, gestern wieder. Dieses "etwas" habe ich eingesammelt und heute morgen zur TA gefahren, mit der Bitte um Identifizierung. Jetzt warte ich mit Spannung.

Whippet bekommt jetzt keinen Freilauf mehr bis der Maulkorb da ist. Er findet das ganz bescheuert und ist abends natürlich nicht ausgelastet, weil er nicht rennen darf. Leider nutzt er jedes Ableinen, um sich aus meiner Reichweite zu begeben und Fressen zu suchen. Ja, er kommt, wenn er gerufen wird, frisst aber erst auf bzw. dreht ab, wenn er etwas Fressbares wittert.

Hier gibt es leider keinen Übungskurs, den ich mit ihm besuchen könnte, um ihm diese Unart abzugewöhnen. Dazu kommt, dass hier jahreszeitlich bedingt viel Aas liegt. ZB auf den gepflügten Feldern liegen die Mäusekadaver, von den Mäusen, die beim tiefen Pflügen erwischt wurden. Dann mal Kadaver von Kaninchen, die bei der Ernte getötet wurden und die Kadaver von Rehen, die die Jäger auslegen, um Wildschweine und Füchse anzulocken.

Scheinbar ist diese Suche nach Fressen auch so etwas wie "Jagd". Also habe ich überlegt, wie ich ihm etwas anbieten kann, das er "jagen" kann. Noch ist er für alternative Beschäftigungen nicht offen, außer Reizangel, aber ich bleibe dran.

Sollte jemand eine Idee haben, dann her damit  wink.gif.

Oval 5:
Erste Einfälle,
unsortiert weil meine Zeit grad knapp ist..

* Raus finden, was der Hund frißt, was das für Inhaltsstoffe sind und ob im normalen Futter diese Stoffe evtl. zu kurz kommen. So es da Defizite gäbe, diese ausgleichen.

* Auf dem Spaziergang sehr viel mit Futter belohnen.
Wenn der Hund schon so verfressen ist, nutz es doch nach Strich und Faden aus!
Mach was, gib eine Anforderung, belohne die mit FUTTER. Weil - der Hund, der verfressen ist, dann lernt, daß DU und FUTTER das gleiche sind.. dann sucht der DICH, wenn er Futter sucht und schon ist das die perfekte Basis für alles weitere.

* Einen Maulkorb.... gibt es bei mir nicht im Freilauf. Das ist mir in vielerlei Hinsicht schlich zu gefährlich.

 

KimC:
Ich kan den Ja/Nein übung empfehlen. Den habe ich damals mit den Kastenkopf gemacht, und auf Youtube geladen.


Man wirf ein leckerli, und sagt JA. Noch mal. JA.
Dann wirf man ein leckerli etwas hinter scih, und sagt NEIN. (Im film NEJ.) Sperrt den weg bis der Hund den leckerli aufgibt, ud augenkontakt aufnimmt. Dann wird der leckerli aufgehoben (wichtig, ein NEIN leckerli auf dem Boden darf nicht zum JA leckerli werden)
Nach und nach sperrt mann dann nicht mehr so viel mit dem eigenen körper. Damit der Hund nicht die Interesse verliert, sollte deutlich mehr JA als Nein leckerlis fallen. Wenn das erst sitzt, weis der Hund das NEIN bedeutet nicht nehmen.

Maus:
Zum bereits gesagten  daumen.gif kommt mir grade nur noch "Jagdübungen" in den Sinn, z.B.;
Lege eine Fährte. Nimmst einen Hühnerhals oder sowas (das mag er vermutlich), bindest ihn an eine Schnur, zeigst es ihm kurz (darf er kurz daran schnuppern wenn er "such" noch nicht kennt), und schleifts ihn an einer guten Stelle (ohne Ablenkung) ein bisschen durchs Gras. Anfangs nur gerade 2-3 Meter, bindest ihn los und lässt ihn da liegen. Während dem muss er natürlich schön warten können bis du wieder bei ihm bist (oder du musst ihn anbinden oder von jemand gehalten werden, er darf die "Beute" nicht ohne dienen "Startschuss" holen). Dann schickst du ihn los mit z.B. "such Beute". Mit der Zeit wird die Strecke immer länger und mit Ecken und das Ding ist immer besser versteckt so dass er sich richtig anstrengen muss es zu finden. Kann man auch im Garten anfangen, ohne Fähre, einfach zeigen, ihn ev. schnuppern lassen, dass er grad weiss wonach er suchen soll und versteckst "es" (am besten einen der feinsten Anteile seines Essens die dafür geeignet sind (Trockenfleischstängel oder eben Hühnerhälse).
Du merkst schnell ob und wie sehr du den Schwierigkeisgrad erhöhen musst- sobald er es verstanden hat soll es nicht zu einfach sein!

Das "such Beute" kann man auch gut mit "Apportel" machen. Dieses kann man (wenn der Hund es grundsätzlich kennt) auch verstecken irgendwo im Wald und er muss es dann suchen und bringen. Bringt er es nimmst du ein lecker Ding daraus was er fressen darf. Ally bekommt einiges von ihrem Fressen so (muss sie sich verdienen).
Immer in ganz kleinen Schritten anfangen und mit Erfolgserlebnis aufhören.

Die erste Übung die ich gemacht habe war aber einfach nur Leckerchen werfen und dazu "such" sagen, manchmal auch ganz unvorhergesehen. Dann  so ,dass nach dem Ersten das nächste erst kommt wenn der Hund wieder vor einem steht und einem anschaut.

Wichtig scheint mir aber (wie schon gesagt wurde) dass du sein Futterthema in irgendeiner Form aufnimmst und auf dem Spaziergang DU dafür zuständig bist. Dafür brauchst du Futter- und eben nützlich auch ein "Nein"/"Ja" worauf er hört. Es fällt ihm sicher leichter das "Nein" zu akzeptieren, wenn es sich für ihn lohnt. (Dazu ist etwas "Frustrationstoleranz" notwenig, manche Hund müssen das lernen; auch da wieder einfach in kleinen Schritten bis er dar Prinzip verstanden hat)

Joker:
Für die Hunde habe ich immer Leckerli dabei  smiley.gif. Und zwar Hundefutter. Käse habe ich auch schon ausprobiert und Fleisch. Das ist dem Whippet alles egal. Fährte suchen hat er keine Lust. Für ihn ist momentan das "Erlegen" der eigenen Beute das höchste. Aber ich bleibe dran.

Über den Maulkorb habe ich mehrere Wochen intensiv nachgedacht und die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen  sad.gif. Schon während dieser Fresserei von Schnecken hätte ich fast zum Maulkorb gegriffen. Es reicht jetzt einfach, weil es zu gefährlich wird.

An eine Mangelernährung dachte ich auch bzw, dass er irgendwie was Stinkiges benötigt. Daher habe ich auch frischen Pansen gefüttert. Es ändert nichts.

Fliegende Kekse sind auch nicht sein Ding. Sieht er nicht sofort, wohin die Leckerli fliegen, dann interessiert er sich nicht mehr dafür.

Im Prinzip hoffe ich, dass er durch den Maulkorb "aufgibt" oder sich die Unart auswächst. Es ist so, dass er auch angeleint wie ein Staubsauger bei jedem Kopf senken was aufnimmt. Durch den Maulkorb kann ich ihn noch füttern, aber er kann nichts aufnehmen.

Vor / bei Begegnungen mit anderen Hunden werde ich den Korb abnehmen.

Joker

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