Inkontinenz - Erfahrungen, Ursachen und Tipps für den Umgang

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Autor Thema: Inkontinenz - Erfahrungen, Ursachen und Tipps für den Umgang  (Gelesen 2117 mal)

Oval 5

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Inkontinenz ist, wenn einer unabsichtlich pieselt oder kotet. Eben undicht wird.
Wir kommen sozusagen alle mal inkontinent auf die Welt... ;)

Bei Menschen im gehobenen Alter oder auch bei Haustieren in unseren Wohnungen ist das ein großes Thema. Eben da, wo es auffällt.. wahrscheinlich gibt es Inkontinenz auch bei Kaninchen oder Meerschweinchen, aber im Stall merken wir es dann nicht.
Weil es gerade angesprochen war, habe ich beschlossen, mit meinen letzten Erfahrungen zur Inkontinenz hier gleich mal ein neues Thema zu eröffnen. Kein Anspruch auf Vollständigkeit - ganz im Gegenteil, je mehr Erfahrungen und Informationen wir zusammen bekommen, desto nützlicher wird das Thema zuletzt werden. 


Zur Inkontinenz hab ich festgestellt, daß sich - vorausgesetzt eine Blasenentzündung oder ähnliches kann ausgeschlossen werden - häufig raus können sehr positiv auswirken kann.

Unsere 16jährige (kasrierte) Hündin, für die ich extra dichte Liegekissen-Bezüge genäht hatte, ist seit einigen Monaten praktisch wieder "unfallfrei" - ich habe einen sehr zuverläßigen Zeitablauf eingeführt was Fütterung und Pieselrunden im Anschluß betrifft. Gefüttert wird demnach 2 Mal täglich eine dem Alter angepaßt nicht zu üppige Portion, gegen 12hoo und dann zwischen 18hoo-20hoo, vorher und direkt anschließend geht sie in den Garten (nach dem Fressen für etwa 15 Minuten, wenn sie mag auch länger). Etwa eine Stunde nach dem Füttern geht sie noch mal wieder raus. Das muß dann nicht ganz so lange sein (außer sie will draußen sein und ich hab grad Zeit genug). Dann nochmal nach ca. 2 Stunden eine Runde im Garten, die dann gerne länger sein darf. Danach ist Pause bis zur 2ten Fütterung bzw. bis wir selber schlafen gehen.
Die Nächte hält sie so jetzt regelmäßig ca. 7 Stunden am Stück durch.

Die Decke ist zunehmend seltener naß gewesen und mittlerweile praktisch immer trocken, manchmal klappt es mit den Häufchen nicht, aber da mag die Menge im Garten gesammelter Erde ihren Teil beitragen und weil die fest sind, ist es auch halb so wild.

Grundsätzlich ist Ihro Hoheit, wenn es das Wetter zuläßt, ca. mindestens 3 Stunden täglich an der frischen Luft, allerdings in ihrem eigenen Tempo und wo immer sie dann etwas einsammeln will, tut sie das. Gras, Erde, Ästchen.. keine Ahnung, was sie sonst noch so findet. Sie ist viel am suchen und frißt wirklich oft irgendwas :)
Wasser steht immer draußen und ist jeden Tag frisch - schon wegen der Wildvögel bin ich da einigermaßen genau. Am liebsten hätte ich eine Klappe in der Türe, wo sie einfach rein und raus kann nach Bedarf, aber das hat dann andere Nachteile, die wir nicht haben wollen. Also geht es eben nach diesem Schema - und das geht.. .

Man muß nicht mögen, daß der Hund ständig alles frißt. Andererseits ist sie so jetzt stabil und für ihr Alter auch bemerkenswert agil. Das trägt zu einem schönen, langen Leben sicher mindestens so viel bei, wie übermäßige Vorsicht. Vielleicht sind in ihren Sammelstückchen auch gute Stoffe enthalten? Was weiß man schon...


Wie geht Ihr mit dem Thema um? Was für Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Kann man Ursachgen vermeiden - und wie?


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KimC

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Hierzu kann ich auch was beitragen:

Mein Spinone starb ja an eine Nierenerkrankung, durch die Spätfolgen ein nicht ausreichend behandelter Harnwegsinfektion.
De Tiarartzt der ihn damals behandelt hatte, hat mir ein teures spezialfutter verschrieben, wozu das gut sein sollte wuse er nicht.. Es hat lange gedauert, aber das Tierhospital hat sich dann letztenlich von diesen Tierartzt getrennt.
Seitdem habe ich erfaren dass ich beim Tierartzt vorbereitet sein muss.

Beim men Spinone entstnand das problem durch oxalatkristalle im Urin. Oxalatkristalle sind wie lange nadeln, die an beide enden scharf sind. Verursacht werden sie durch Purine, die zB in Fleisch reichlich vorhanden sind. Früchte dagegen haben ein niedriger Puringehalt. Diese nadelkristalle stören im Harnweg, und verursachen schwellungen die teilweise den Harnweg blockieren, so dass der Hund die Blase nicht leer bekommt.

Eine komplette Liste von Nahrungsmitteln und ihre Puringehalte gibt es hier:

http://www.thedca.org/purines.html

Zudem kan Haselnuss und Knoblauch, sowie Vitamin C und E, und auch Moosbeere den Abbau von bereits im Körper des Hundes befindliche Purine fördern. Vitamin E ist fettlösbar, und lagert sich im Körper, da sollte man sehr vorsichtig sein, un nur geringe Dosen über ein begrenzter Zeitraum einsetzen. Knoblauch und Hasenuss ist auch nicht unedingt das beste für ein Hund, aber in geringe Mengen denke ich kann man es Machen. So bekommt Blissy momentan 2-3 Hasenüsse pro Tag. Auch Vitamin C kann manzu viel geben, ausserdem weiss Blissy die Tablette auszusortieren. Das macht er mit Vitamin E nicht.

Er bekam ja Penizillin für den infektion, aber ich denke nicht das es vieles gebracht hat, einiges vielleicht. Nun werde ich es eine woche lang mit die oben genannten zusatzstoffe versuche, und ausserdem purinhaltiges vermeiden. Dann sehen wir was kommt.

Nun ist er ja in Behandlung, aber ich werde sehen ob ich eine Mikroskopie der Oxalatkristalle machen kann. Für diejenige die daran interesse haben, kann man selbst diese Untersuchung mit ein billiges Mikrospop aus dem Spielzeugladen machen. Nur muss man wissen wonach man sehen muss. Hat man erst diese Kristalle gesehen, wundert es nicht dass die im Harnweg stören.

Also versuche ich es mal eine Probe zu erwischen, aber für heute mache ich Feierabend!

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KimC

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Hier hatte ich gedacht dass ich Bilder von Urinkristalle machen konnte, aber es gab keine.
Blissy hat was kotabsetzung angeht die letzten Tagen gus ausgeräumt, mehr als sonst, warscheinlich gab es ein Rückstau. Obwohl ich ihn eine woche lang keim mais mehr gefüttert habe, kommt noch mais raus.
So ein Rückstau kann natürlich auf die Blase drücken. Sehen wir mal wie es weiter geht.

Das heikle is timmer vom HUnd urinproben zu bekommen. Dazu empfehle ich diese einfache Lösung.

4801-0

Alter Suppelöffel, ein paar kabelbinder, und eine Holzlite in beliebiger Länge und Form. Für Jungs wie für Mädels anwendbar.
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Syrah

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mein stafford wurde damals im hohen alter ja inkontinent...er fing langsam an zu tröpfeln, was ihm selbst sehr unangenehm war, wie es aussah.

ich hab ihm eine einlage ins bettchen gelegt, die immer gewechselt werden konnte. mit dem füttern und rausgehen hab ichs ähnlich gemacht wie du, oval.

mir wurde dann empfohlen, es mal mit kürbiskernen zu versuchen. entweder im futter die normalen kerne die menschen auch essen, oder eben sone kapsel zb. öffnen und ins futter mischen. es muss aber arzneikürbis sein, wg der wirkstoffe.

erst war ich ja skeptisch, aber ich muss asgen, meinem leon hat es damals tatsächlich geholfen. das tröpfeln ließ deutlich nach und den geschmack mochte er auch...einen versuch es ist bestimmt wert.
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