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Zusammenfassung

Autor: Oval 5
« am: 09.10. 2012, 20h52 »

Ich denke auch, daß wir dem Hund Zuverläßigkeit am leichtesten durch einen
möglichst geregelten Tagesablauf vermitteln können - immer vorausgesetzt,
daß dieser Tagesablauf die Bedürfnisse des Hundes berücksichtigt.

Nicht jeder Hundehalter hat einen Garten in dem sich der Hund lösen kann nach
Bedarf. Da muß man als Halter entsprechend aufmerksam den Hund beobachten
und den Tagesablauf so einrichten, daß der Hund eben raus kommt ohne extra
etwas gesagt zu haben. Das erfordert natürlich Aufmerksamkeit gerade am
Anfang.
Und dann gibt es natürlich im ganzen Leben immer mal Tage, die anders sind -
sowohl auf der Seite des Menschen, als auch auf der des Hundes.
Stichwort Durchfall z.B....


Zitat von: heiwak
Zitat von: Oval 5
Wenn die Grundbedürfnisse des Hundes nicht befriedigt sind,
macht uns der Hund Probleme - weil er selber welche hat.
Wobei in den meisten Fällen nicht der Hund  das Problem ist, sondern der Halter. 

Da sind wir uns schon sehr einig.
Der Mensch ist derjenige, der das Problem beheben kann oder dafür sorgen, daß
es gar nicht erst  entsteht. Weil ja nur wir Menschen in der Lage sind zu
reflektieren und unsere Reaktionen entsprechend zu verändern.

Was ich sagen möchte ist eigentlich, daß wir Menschen nur weil wir die Lebens-
situationen gestalten können trotzdem mit den Konsequenzen der Zwänge
konfrontiert sind, wenn wir sie negieren.
Ein Hund zu halten stellt einfach Bedingungen an den Halter.
Bedingungen, die Hund in Form von GRUNDbedürfnissen einfach mitbringt.
Sind wir nicht in der Lage oder nicht Willens, diesen Bedingungen Rechnung zu
tragen, müssen wir uns vom Hund als Haustier verabschieden.
Der Hund kann ohne die Befriedigung seiner Grundbedürfnisse kein tragbarer
Begleiter werden.
Er kann es einfach nicht.
Wie viel wir auch an ihm herumerziehen mögen.

Vor jeder Form von Anspruch, die ich als Halter an den Hund stellen kann (und
muß.. schließlich leben wir in einer Gesellschaft und nicht als Eremiten im
Nirgendwo) muß ich dafür sorgen, daß die Befriedigung der Grundbedürfnisse
für den Hund sicher gestellt sind.
Und dann muß man eben auch dem Bedürfnis Rechnung tragen, daß ein Hund
Führung braucht, um sich gesellschaftskonform verhalten zu können.
D.h. auch der Teil den wir allgemein Erziehung nennen ist nicht Luxus, sondern
eben Notwendigkeit. 


@ Kim
Ich hatte bei meiner Aufzählung oben versucht die Bedürfnisse unabhängig von
der Trieblage zu benennen.

Auch z.B. den Jagdtrieb hatte ich nicht explizit angesprochen.
Einfach weil manches Bedürfnis aus trieblich recht unterschiedlichen Motivationen
entstehen kann.
Je weniger ich mich in meinem Denken einenge, desto größer ist die Wahrschein-
lichkeit, daß ich für den individuellen Einzelfall eine "maßgeschneiderte" Lösung
entwickeln kann.   

Du hast aber natürlich vollkommen recht, daß der Fortpflanzungstrieb des
Hundes seinen Tribut fordert - in welcher Form man dem Tier da sinnvollerweise
ein Ventil öffnet wird man für sich selber entscheiden müssen und ist sicher wie
die meisten realen Umsetzungen eine sehr individuelle Angelegenheit.


Autor: KimC
« am: 09.10. 2012, 11h35 »

Was braucht der Hund?
Und - wieso ist das so wichtig?

Letzteres ist schnell und leicht erklärt:
Wenn die Grundbedürfnisse des Hundes nicht befriedigt sind,
macht uns der Hund Probleme - weil er selber welche hat.


Was also sind die Grundbedürfnisse des Hundes?

körperlich
• Wasser
• Futter
• Wettergeschützter Schlafplatz
• Wärme


sozial
• Kontakt
• Körperkontakt (nicht jeder)
• Führung
• Sicherheit
• Zuverläßigkeit


erleben
• Bewegung
• Vielfältige sinnliche Erfahrungen:
-  Gerüche
-  Bewegte Reize
-  Akustische Eindrücke
-  Haptische Erfahrungen
• Erfahrung aller drei Dimensionen

 
Was fällt Euch noch ein? Hab ich noch was vergessen?

Bei jeder HUnd ist der "Bedarfsanteil" unterschiedlich. Der eine Hund möcte gleich jeder Mensch und HUnd den er begegnet begrüssen, der andere verzichtet und schliesst sich nur ein Mensch an. 
Die Bedürfnisse die du da erstellst hast sind schon rictig, nur sind einige davon für den einen hund versichtbar, oder unwesentlich, während sie für den anderen wichtig sind.

Ein bedürfnis das ich oftmals erlebt hat das es bei Hunde verhaltensstörungen verursacht hat ist sexuelle frustrationen. In die Natur ist der sexualtrieb ausserhalb der Paarungszeiten bei beiden Geschlechter auf 0 runtergefahren. Die Natur verschwendet keine unnötige energie auf der Herstellung von etwas das zu dem Jahreszeit nicht mehr benötigt wird. So begrenzen sich unbefriedigte frustrationen hochstens auf eine paar Monate oder weniger. Unser haustiere haben es da anders, durch die domestizierung, und die dadurch erreichte unabhängikeit von den Jahreszeiten. Deshalb können unbefriedigte sexuelle frustrationen bei einige unsere domestizierte Tiere kronisch werden. 
Manche Hunde kommen damit klar, andere nicht. Oft wird kastration as erstes Mittel, Ablenkung als zweites Mittel dagegen engesetzt. Allerdings kann kastration zu neue verhaltensprobleme führen, und es gibt dann kein weg zurück mehr. Ablenkung ist auch nicht immer möglich.
Wenn ich erzähle das ich meine Rüden die möglchkeit gebe den "überdruck" mit ein helfender hand  abzubauen werde ich oft derb kritisiert. Doch ich mache es nicht meinetwegen.. Die Jungs haben gelernt wie sie mir auf ein entstandener bedarf diskret hinweisen können, und so werden sie geholfen. So wird das leben mit intakte Hunde beider Geschelchter für alle erträglich, und "Rüdenprobleme" können so vermindert werden.

Zitat
Wie kann man die Grundbedürfnisse vom Hund befriedigen
ohne sich den ganzen Tag mit dem Hund zu beschäftigen?

Windihalter haben es da leichter. Ich habe verzweifelte hundehalter erlebt die mit ein bordercollie nicht zurechtkam. Eben weil diese Rasse dazu gezüchtet ist immer Arbeiten zu können. Die müssten schonmal ein Vollzeitjob haben, sonst lassen sie ihr Hütetrieb auf was anderes ab. 

Zitat
Schließlich haben wir alle auch noch etwas anderes zu tun.
Wie viel Zeit braucht Ihr am Tag, um Eure Hunde auszulasten?
Was für spezielle Bedingungen stellen z.B. Welpen?

Meine barsoren haben das bedürfnis bei Regen nicht raus zu müssen. Treibe ich sie nicht in den garten, machen sie ihr Geschäft dann lieber drinnen..
An so ein tag brauche ich nicht viel zeit mit den Hunden zu verbringen. Dann werden sie mit "futterautomaten" beschaftigt. Windis müssen schonmal laufen, können aber problemlos ein paar tage ohne auskommen.
Ist das wetter dann windifreundlich, gehen wir wandern, versciedene wege, und wenn möglich bei Strand freilaufen. Manche menschen finden grosse Hunde die mit 50-60 stundenkilometer vorbeirasen unangenehm, da müssen wir schonmal früh aufstehen um den Strand für uns zu bekommen. Ein viertelstunde mit vollgas, dann aben sie schon genug, jetzt wo sie älter werden ist der bedarf oft schonmal nach 5 minuten vollgas erledigt. Vollgas muss aber hin und wieder sein, das ist bei windis ein grundlegender bedarf. Die lange wanderungen sind für den barsoren eigentlich verzichtbar, mein deerchen libt es aber.

Zitat
Wie vermittle ich meinem Hund Sicherheit?
Wie merkt mein Hund, daß er sich auf mich verlassen kann - ich zuverläßig bin?

Hier ist der Bedarf sehr unterschiedlich. Es gibt Hunde die gerne auf unbekanntes zugehen, und gerne mal was wagt. Und es gibt Hunde die schlectes erlebt hat, und mit ein Angst lebt.
Da schliesse ich mir heiwaks Gedanken, mit ein festgelegter und vorhersehbarer Alltag, wie in "Täglich grüsst das Murmeltier" oder "Trumann Show". Das ahbe ich selber erfolgreich mit ein Angsthund durchgemacht.
 
Autor: heiwak
« am: 09.10. 2012, 07h44 »

Zitat
Wie vermittle ich meinem Hund Sicherheit?
Wie merkt mein Hund, daß er sich auf mich verlassen kann - ich zuverläßig bin?

Durch eine ruhige aber bestimmte Umgangsweise und durch einen regelmäßigen, klar strukturierten Tagesablauf merkt der Hund, dass er sich auf mich verlassen kann - das gibt ihm automatisch Sicherheit.


Zitat
Wenn die Grundbedürfnisse des Hundes nicht befriedigt sind,
macht uns der Hund Probleme - weil er selber welche hat.

Wobei in den meisten Fällen nicht der Hund  das Problem ist, sondern der Halter.

Zitat
Wie kann man die Grundbedürfnisse vom Hund befriedigen
ohne sich den ganzen Tag mit dem Hund zu beschäftigen?

Nicht immer denselben Spaziergang wählen, ausgiebig schnüffeln lassen, Hundekontakt pflegen, dem Hund eine Aufgabe zugestehen (was natürlich wieder auf den jeweiligen Hund ankommt).
Beispiel:
Meine beiden haben es sich zur Aufgabe gemacht den Postboten und die Müllmänner zu vertreiben.  klimper.gif Wir wohnen in einer Sackgasse und natürlich müssen Post- und Müllmänner wieder da rausfahren, also haben beide Hunde jeden Tag ihre Erfolgserlebnisse.  wink.gif Den ganzen Tag liegen sie nur herum aber wenn die Zeit für Post oder Müll ist, werden sie ca. 5 Minuten vorher munter und warten auf ihre tägliche Heldentat. lol_27.gif Danach kommen sie wieder grinsend ins Wohnzimmer und schlafen weiter. Anfangs habe ich ihnen solche Aktionen noch verboten, da wurden sie aber derartig hibbelig, dass ich ihnen diese 5 Beller und 2x den Zaun entlang rennen wieder erlaubt habe.
Das sind jetzt natürlich Windhunde, bei Terriern und Hütehunden hat man da ein bisschen mehr Aufwand zu betreiben um die Hundebedürfnisse zu befriedigen - deshalb habe ich auch Orientalen, sie kommen meinem Lebensstil nicht nur nahe sondern verkörpern ihn geradezu. smiley.gif
 
Autor: Oval 5
« am: 09.10. 2012, 00h52 »

Was braucht der Hund?
Und - wieso ist das so wichtig?

Letzteres ist schnell und leicht erklärt:
Wenn die Grundbedürfnisse des Hundes nicht befriedigt sind,
macht uns der Hund Probleme - weil er selber welche hat.


Was also sind die Grundbedürfnisse des Hundes?

körperlich
• Wasser
• Futter
• Wettergeschützter Schlafplatz
• Wärme


sozial
• Kontakt
• Körperkontakt (nicht jeder)
• Führung
• Sicherheit
• Zuverläßigkeit


erleben
• Bewegung
• Vielfältige sinnliche Erfahrungen:
-  Gerüche
-  Bewegte Reize
-  Akustische Eindrücke
-  Haptische Erfahrungen
• Erfahrung aller drei Dimensionen

 
Was fällt Euch noch ein? Hab ich noch was vergessen?



Und

Wie kann man die Grundbedürfnisse vom Hund befriedigen
ohne sich den ganzen Tag mit dem Hund zu beschäftigen?
Schließlich haben wir alle auch noch etwas anderes zu tun.
Wie viel Zeit braucht Ihr am Tag, um Eure Hunde auszulasten?
Was für spezielle Bedingungen stellen z.B. Welpen?


Wie vermittle ich meinem Hund Sicherheit?
Wie merkt mein Hund, daß er sich auf mich verlassen kann - ich zuverläßig bin?
 

Das sind grundlegende wirklich wichtige Dinge.
So grundlegend, daß wir oft glauben, uns darüber keine Gedanken machen zu müssen.
Aber so einfach ist das natürlich nicht.

Weil wie gesagt -
wenn die Grundbedürfnisse nicht in einer für den Hund verständlichen Form
befriedigt werden, wird der Hund Dinge tun, mit denen wir Probleme bekommen.

Können wir aber die Grundbedürfnisse befriedigen, der Hund sich sicher und gut
aufgehoben fühlen, haben wir mindestens die halbe Miete schon zu einer guten und
unproblematischen Gemeinschaft.
Was von dem oben beschriebenen dem einzelnen Hund da am wichtigsten ist, kommt
wie bei uns Menschen ganz auf den individuellen Charakter an. Einer kann nicht an
uns glauben ohne Futter immer und überall, ein anderer interessiert sich mehr dafür,
ob der Spaziergang spannend genug war.


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