Greyhound racing industry hit with doping, cruelty, collusion allegations

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Autor Thema: Greyhound racing industry hit with doping, cruelty, collusion allegations  (Gelesen 1664 mal)

Syrah

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hier ein artikel, vielleicht interessiert es wen oder jemand möchte das gerne übersetzen..ich setz einfach mal den link rein.

http://www.abc.net.au/news/2013-10-15/greyhound-racing-industry-hit-by-doping-cruelty-allegations/5024714
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Oval 5

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Zu diesem Artikel respektive Thema gibt es mehr zu sagen, als ich im Moment zeitlich schaffen kann.
In der Greyhound Data gibt es ein Thema das sich mit der Sperrung von Graeme Bate beschäftigt. Auch auf Englisch natürlich.
Ich kann versuchen nachher eine grobe Zusammenfassung des Artikels zu machen und einzustellen.

Beim Überfliegen bin ich hängen geblieben an "Hunde im Wert von (?)100.000Aust$ - das sagt ja nun gar nichts weiter - bei den Summen um die es im australischen Renngeschehen geht kann das bedeuten, daß er 1 oder 2 Hunde behalten hat... genauso wie es deutlich mehr sein können.
Das ist leider nicht unbedingt besonders guter journalistischer Stil, ändert aber natürlich nichts daran, daß Doping keine Option sein kann und darf.

Die Doping-Bestimmungen in Australien sind ziemlich strikt und die Tests sehr hochwertig. Es gibt also mittlerweile einen hohen Prozentsatz, der tatsächlich auch entdeckt wird. Und wenn in einem deutlich Renn-Industrie kritischen Text wie diesem 8% gedopter Hunde genannt werden, dann heißt das auch, daß immerhin 92 % tatsächlich sauber in's Rennen gehen.
Ich traue mir fast wetten, daß auf deutschen Straßen nicht weniger gedopte Menschen ihre Autos steuern.
Das ist im Straßenverkehr an sich nicht dramatisch, solange es eben keine Unfälle hervorruft und auch sonst keine negativen Nebenwirkungen hervorruft.
Im Sport haben wir der Fairness halber einen deutlich höheren Anspruch.
Daß der völlig illusorisch ist, haben unzählige Untersuchungen hinlänglich nachgewiesen. Irgendwo habe ich hier in der Rubrik Doping eine Österreichische Fernsehsendung verlinkt in der soweit ich mich entsinne von rund 30 % gedopter Sportler im Hobbysport (Mensch) die Rede war.

Das rechtfertigt nicht Doping, zeigt aber, daß ein Ziel von Null eben wenig realistisch ist.
Als ideelles Ziel ist das aber natürlich nötig, um den Kampf nicht aufzugeben.


Im Sinne der also rund 92% integrer Sportlerbesitzer werde ich dieses Thema in die Rubrik "3.9. Doping" verschieben. Ich möchte einfach auch denen Rechnung tragen, die sich redlich Mühe geben auch im kommerziellen Renn-Geschehen mit seinen deutlich größeren Anforderungen auch an die Halter/Trainer (einen Hund so mal eben streichen lassen aus einem Rennen ist nicht so einfach wie im Hobby z.B.) nur wirklich saubere Hunde starten zu lassen.


Auf der FCI-Europameisterschaft(Hobby) kürzlich sind Hunde unter dem Lauf umgekehrt.
Man stelle sich das auf einer kommerziellen australischen Hunderennbahn vor und sei es nur in irgendeinem unbedeutenden Rennen und frage sich, was die Gegner der Rennindustrie daraus machen würden (zurecht, meine ich).


Wie gesagt - wenn ich das später schaffe, stell ich eine deutsche Zusammenfassung hier ein, für alle denen der Englische Text so nicht verständlich ist.

und

diskutieren ist ausdrücklich erlaubt hier.

Selbstredend auch wenn jemand rein gar nicht meiner Meinung ist.


Edit Oval 171013 - 00h16 -  Namen berichtigt... - 4h51 - Link nachgetragen



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Oval 5

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Ein Thema mit vielen Facetten und auch ganz sicher nicht nur reinen Westen.
Ist mMn bei so viel Geld auch nicht zu erwarten wenn man realistisch bleibt. 

Daß beim DWZRV erst im vergangenen Jahr der Leiter der Sportkomission über angebliche
Unregelmäßigkeiten (ich kann dazu weiter nichts sagen weil ich selber zu wenig weiß)
gestolpert ist und deshalb zurückgetreten worden, wird hier auf der Seite vielleicht weniger
Besuchern bekannt sein als die Vergehen amerikanischer, australischer oder auch
irisch/englischer Trainer. Man soll das aber nicht vergessen - nicht nur Geld korrumpiert den
Menschen. Wir sind als Spiezies einfach ziemlich unperfekt.

So, jetzt mach ich mich aber mal an den Inhalt des Artikels - ich werde das ordentlich
straffen. Das sollte reichen, denk ich. Das Video anzuschauen (gut 13 Minuten) liefert schon
mal die Bilder. Die $ sind Australische Dollar. 



Die GreyhoundRennIndustrie (in Australien) ist mit Vorwürfen
über Doping, Grausamkeit und unerlaubten Absprachen konfrontiert.

von Sean Rubinsztein-Dunlop
 
letzte Änderung des Originals Mittwoch, 16. Oktober 2013, 16:55 AEDT

Eine Untersuchung von 7:30 legt Anschuldigungen über weit verbreitetes Doping,
Tierschutzvergehen und Absprachen offen.


Die australischen GreyhoundRennIndustrie ist die drittgrößte der Welt mit einem jährlichen
Wetteinsatz von rund $3 Billionen.

Im vergangenen Jahr gab es 70 positive Dopingtests mit verbotenen Substanzen, aber
Insider meinen, es gäbe viel mehr unentdeckte Fälle. Beliebt sind Drogen wie Kokain,
Amphetamine, Koffein und EPO, einem leistungssteigernden Hormon mit schlechter
Nachweisbarkeit.

Das unermüdliche Streben danach einen Gewinner zu züchten hat zu einer massiven
Überproduktion an Greyhounds geführt, bis zu 17.000 werde jährlich zum Teil auf inhumane
Weise getötet. 

Viele Trainer stellen sich offen gegen eine Bevorzugung der reichen Trainer von Seiten der
Industrie, die uneinheitlich fördere und bestrafe.

Christos Arletos*, Trainer in Sydney seit 25 Jahren spricht davon, daß 80 % der Greyhound
Trainer nach Mitteln suchten, ihre Hunde zu dopen. Er können nicht konkurrieren mit den
teuer gedopten Hunden.

Whistleblower und Tierarzt Ted Humphries erklärt, daß Kokain direkt vor dem Start
verabreicht einen bemerkenswerten Effekt hätte. Der Hund gäbe sein äußerstes.

Azzopardi, ein junger Aufsteiger im Renngeschehen, der letztlich wegen einer kokain-
positiven Probe für 2 Jahre gesperrt wurde, schiebt die Verantwortung auf einen Mitarbeiter,
der den Hunden angeblich Kokain zur Erholung nach den Rennen gegeben habe. Er selbst
würde niemals seine Hunde dopen.

Bei dem Besuch von 7:30 waren immer noch Hunde im Wert von $100.000 auf seinem
Anwesen, obwohl er angewiesen wurde, sie zu entfernen.
 

 
Führender Trainer wegen Drogenvorwürfen disqualifiziert

Trainer fragen laut seinen Aussagen nach EPO bei Rob Zammit, einem Tierarzt in Sydney.
"Wir haben das Zeug nicht mal auf Lager, aber wer danach sucht, möchte es auch
verwenden weil es schwer nachweisbar ist im Test"

Von den Rennorganisationen wurde die Drogenfahndung quer über Australien verschärft.
Am Montag (11.10.) hatten sie ihren größten Fisch gefangen.

Die Suspendierung eines der weltweit führenden Trainers, Graeme Bate, für 9 Monate wegen
eines positiven Testosteron-Wertes einer Hündin schickte Schockwellen durch die Industrie.

Bereits zum vierten Mal ist er nun aufgefallen, bisher war er mit Geldstrafen davon gekommen.

Sein Antrag auf Aussetzung des Verfahrens scheint Aussicht auf Erfolg zu haben und
möglicherweise wird er kommenden Monat im Melbourne Cup um die $350.000 dabei sein.



Rufe nach einer Überarbeitung der Anti-Doping Abläufe.

Seit Jahrzehnten wird die Industrie von Skandalen und Verfehlungen geplagt.

In 2003, wurde ein früherer Chief Seward wegen Bestechung uund Austausch von Proben zu
2 Jahren Haft verurteilt.

Die Bestechung war angestoßen durch Dr. Humphries aufgedeckt worden, es habe sich aber
nur wenig geändert in der vergangenen Dekade und das System wäre nach wie vor inadequat.

Bis vor 2 Jahren saß Dr. Humphries im tierärztlichen Berater Komitee von New South Wales.
2009 hätte dort ein Laboranalytiker angeboten, Laborergebnisse zu fälschen. Er wertet das
als Anklage an das System. Meint, viele Verantwortliche wären zu nah mit den
Konkurrenten, die sie überwachen sollen. Er prangert Spielsucht unter Stewards an und
mangelnde Qualifikationen bei gleichzeitig großer Macht. 




Klagen über Blockaden beim GreyhoundRennen

David Landa, früherer Ombudsmann und Chief Magistrat von NSW sollte 2011 Fehlverhalten
aufklären, aber er gab es auf nachdem er von Angang an von der Organisation blockiert
worden war. "..... Sie wollten einfach nicht beaufsichtigt werden"

Die Öffentlichkeit sollte im Glauben gelassen werden, daß jemand für Ordnung sorgt, aber
das war nicht realisierbar. Nachdem Mr. Landa aufgegeben hatte, bot er dem Minister für die
Rennen seine Hilfe an, wie man die Probleme lösen könne. Der aber reagierte einfach nicht. 

Der Minister hat einen Kommentar abgelehnt.



Tierschutzbelange

Auf der Rennbahn verletzte Hunde werden oft eingeschläfert. Tausende schaffen es nicht
mal auf die Bahnen weil sie vorher aussortiert werden. Sie werden zu dem was man in der
Industrie "Verlußt" (orig: wastage) nennt. Viele werden eingeschläfert; Tierrechtler sagen
sie würden auch erschossen oder mit einem Hammer auf den Kopf erschlagen.   

Ein Industrie-Insider erzählten 7:30, ungewollte Welpen würden auch ertränkt. 

RSPCA Forscherin Dr. Jade Norris sagt, die ewige Suche nach einem Gewinner habe eine
massive Zuchtindustrie geschaffen. Sie wüßten, daß tausende Greyhounds jährlich über den
Bedarf der RennIndustrie hinaus gezüchtet würden. 

The RPSCA glaubt, es muß dringend gehandelt werden, um das Problem der übermäßigen
Zucht zu reduzieren, das zu hohen Verlußt-raten und vielen Einschläferungen führe.   
Jade Norris

"Rund 40% der jährlich in Australien geborenen Greyhounds schaffen es nicht auf die
Rennbahn."

Greyhound Racing NSW schätzt, daß 3,000 Greyhounds jedes Jahr alleine in NSW
eingeschläfert werden. Die RSPCA sieht das als Mindestmaß an.

Weil es keine veröffentlichen Daten gibt bleibt alles vage. Die RSPCA sagt, ihren Beweisen
zufolge ist es aber ein ernstes Problem. 

Greyhound Racing NSW hat ein Interview abgelehnt, aber eine Stellungnahme veröffentlicht,
in der die Vorwürfen der Tierquälerei zurückgewiesen werden.  icon_arrow.gif



* Editor's note (16/10/13): Der Trainer Christos Arletos war 2006 disqualifiziert worden für
3 Monate nach einer positiven Doping-Probe. Er behauptet nicht gewußt zu haben, daß
Heptaminol in einem Nahrungsergänzungsmittel aus dem Zoogeschäft war.

Inhaltliche Übertragung: Oval@greyts.eu


   

Für jene, die das Thema tatsächlich interessiert und die nicht nur ein bisschen Sensation am
Abend als Krimiersatz suchen:

Hall Of Fame Trainer Graeme Bate Disqualified For 9 Months Over Positive Swab

Der Thread in der GD dazu :
Bate Gone !!

Und nein - ich werde die nicht alle übersetzen  icon_mrgreen.gif





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